WILLKOMMEN IM "LICHTBLICK'' NEUSTADT AN DER WEINSTRASSE

      TAGESBEGEGNUNGSSTÄTTE LICHTBLICK

NEUSTADT AN DER WEINSTRASSE

Ihr Engagement gegen Armut, soziale Kälte und Intoleranz

 

 WIR  TUN  WAS !

Herzlich willkommen auf der Homepage der Tagesbegegnungsstätte

"Lichtblick" in 67434 Neustadt an der Weinstrasse - Amalienstraße 3

    

       I h r  L i c h t b l i c k  T e a m  2 0 2 0

 

Hallo liebe Freundinnen und Freunde, ab sofort sind alle Videos, die von uns produziert wurden oder den Lichtblick betreffen, auf unserer homepage in der Rubrik »Lichtblick TV Videos«  verfügbar. Damit könnt ihr jederzeit und so oft ihr wollt, diese Filme sehen.

 

 

 

Neustadt, Wespennest über „Konfetti“, Friedrichstraße 36

 

Von wegen- Jubiläumstour von Thomas Felder

 

Donnerstag, 5. März, 20.30 Uhr

 

Eintritt: 15,00

 

Vorverkauf: Wespennest-Büro: 06321-35007 oder

 

Tel. Reservierung über „Lichtblick“: 06321-355340

 

 

Thomas Felder-

 

Benefiz zu Gunsten von „Lichtblick“

 

Thomas Felder gilt als »Inbegriff eines schwäbischen Dichtersängers« (Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt). Nebenbei  singt er auch Deutsch und Englisch. Seinen Namen findet man im Biographischen Lexikon der Weltmusik wie in Schul- und Volksliederbüchern. 

 

Als Eulenspiegel unserer Tage jongliert er mit der Sprache auf der Suche nach Hintersinn – ernst und heiter, mit Witz und Ironie. Seine Lieder atmen spirituell-bildreiche Poesie, die Staunen macht, aber auch Raum lässt für eigene Interpretation. Mit Gitarre, Klavier und Drehleier verwebt er »Musik&Wort« auf seinem Hauptinstru­ment, der Stimme, zu einem Gesamtkunstwerk aus Folk-, Blues-, Jazz-, Klassik- und surrealen Dada-Elementen.

 

Gerade wegen seines herausragenden regionalen Profils wurde er von internationalen Kulturinstituten bis nach Chile engagiert. Es gibt sechzehn Alben von ihm, die fast alle in den Top Ten der Lieder-Bestenliste rangierten; mehrere wurden mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Zahlreiche Kleinkunstpreise und zweimal der Sebastian-Blau-Preis wurden ihm im Lauf seiner 50-jährigen Bühnenlaufbahn zugedacht. 

 

Seit Anbeginn hat sich Thomas Felder auch in Politik eingemischt. Aus seinem humorvollen Blickwinkel entstanden außergewöhnliche Beiträge, wie niemand sonst sie hätte erfinden können. »Von Wegen«, so heißt sein Programm. Wir freuen uns, den singenden Musikanten wieder in Neustadt zu erleben.

 

Die Benefiz-Veranstaltung findet zu Gunsten der Tagesbegegenung „Lichtblick“ statt.

 

Weihnachten im Lichtblick!

Auch in diesem Jahr war "volles Haus" im Lichtblick. Über 80 Frauen, Männer und Kinder drängelten sich in den engen Räumen, um an der Weihnachtsfeier teilnehmen zu können. Dank vieler Paketspenden gab es nach einem guten Mittagessen und der Weihnachtsandacht für Alle ein Geschenk.

Das Essenn wurde von der Landtagsabgeordneten Giorgina Kazungu-Haß wie in den Jahren davor gespendet und persönlich vorbeigebracht.

Den Auftakt der Feier gestalteten der Posaunenchor Hambach- Winzingen. Besonderes Dank an Martin Ullmer an der Gitarre und Dekan Armin Jung für die weihnachtlichen Worte. Beonderen Dank auch an die vielen PaketspenderInnen und den Kindern und Eltern des Kindergottesdienstes der Pauluskirche im Hambach, die Pakate für viele Kinder gespendet haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute hatte der Lichtblick Besuch von Schülerinnen und Schülern der Diploma Klasse der International School Neustadt (ISN). Die Projektgruppe CAS hatte mit ihrem Lehrer und CAS Koordinator Maxwell Janssens mit ihrer Basar Aktion auf demWeihnachtsmarkt einen stolzen Betrag von 1.000,- € erlöst. CAS, das ist Creativity, Activity Service und bedeutet Kreatives Handeln und Dienst an der Gemeinschaft. An der Internationale Schule ist es ein Pflichtfach mit 80 Stunden Aktivität. Kernstück des CAS-Fachs ist es, mehr über sich selbst, die anderen und die Welt zu erfahren, indem jeder an einem Projekt teilnimmt und eine Reihe von Erfahrungen macht. Der Lichtblick und seine vielfältigen Aufgaben gehören in Neustadt sicher zu den sozialen Projekten, mit dem jeder seine Erfahrung machen kann.

Hans Eber-Huber bedankte sich bei Charlotte Ducker, einer der ISN Geschäftsführerinnen und dem gesamten CAS Team für diese großzügige Spende

Land

Braten für Obdachlose

Neustadt/DEIDESHEIM: Menschen unterstützen, die wirklich Hilfe brauchen: Darum geht es beim

Obdachlosenessen am Samstag, das im „Lichtblick“ in Neustadt stattfindet.

Ausgerichtet wird es von den Familien Beck aus Deidesheim und Weiß aus Wachenheim. 

Von Tessa Fischer

 
„Das sind ja auch unsere Leute“, sagt Rüdiger Beck vom Restaurant
„Zum Woibauer“ in Deidesheim.

Gemeint sind die Obdachlosen, für die er mit seiner Familie am heutigen Samstag kocht. Die Aktion findet in der

Neustadter Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick“ statt und wird zum dritten Mal von den Becks unterstützt. 

Von 11.30 bis etwa 15 Uhr gibt es für die Bedürftigen und Obdachlosen im Hof des „Lichtblicks“ ein

Mittagessen mit Vorspeise, Hauptgang und Dessert, dazu weihnachtliche Musik und einen Punschstand

von Familie Weiß von der „Weinmanufaktur Pfalzweiße 1998“ aus Wachenheim. Das Fleisch für die

60 bis 80 Leute sponsert die Firma C & C Neustadt, den Rest übernimmt Familie Beck. 

Vorgekocht wurde mit Hilfe von Familie und Freunden, darunter auch Koch Sascha Veth, am Freitag,

erzählt Beck. Und auch Spenden wurden gesammelt, unter anderem Winterschlafsäcke, Decken, Kleidung,

auch Kinderkleidung, Kaffeepulver, Milchbeutel und Zuckerpäckchen.

Weiteres Material nimmt der „Lichtblick“ gerne entgegen. Auch Geldspenden sind willkommen. 

Beck hat vom „Lichtblick“ erfahren, kurz nachdem er vor drei Jahren nach Deidesheim gezogen war.

Damals entstand die Idee, sich an Weihnachten mit einem Essen dort zu engagieren. Im Winter darauf entschloss

die Familie sich, das Vorhaben umzusetzen. Obdachlosigkeit könne viele Gründe haben und

jeden treffen, sagt Beck. Schockieren würde ihn, dass immer mehr Kinder unter den Betroffenen seien.

Auch denen möchte er helfen. „Niemand ist vor sowas sicher, das geht schneller, als man denkt.“

Info:

Die Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick“ hat ein Spendenkonto bei der

Sparkasse Rhein-Haardt eingerichtet,

Iban: DE86 5465 1240 0005 2888 57. 

Quellen :   Foto: Werner Harke

Ausgabe

Die Rheinpfalz Mittelhaardter Rundschau - Nr. 290

Datum

Samstag, den 14. Dezember 2019  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Genau 762,00 war der Erlös des Weihnachtsfensters 2019 im Hildebrandseck 1. Hans Eber-Huber war vor Ort und dankte den Organisatoren für den großartigen Einsatz. Das Ehepaar von Oettingen hatte das wunderschöne Anwesen geöffnet und mit vielen Helferinnen und Helfer einen tollen Nachmittag organisiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herr von Oetting überreicht Hans Eber-Huber die Spendenbestätigung

( Foto: Reiner Kermann)

Der Großteil der wohnungslosen Menschen

bleibt

unsichtbar

 
 
Immer mehr Menschen in Europa müssen unter den Folgen des 
dramatischen Mangels an bezahlbarem Wohnraum leiden. Steigende
Mieten und Mangel an sozialem Wohnraum zwingen einen immer größer
werdenden Teil der Bevölkerung dazu, ohne die Sicherheit eines eigenes
Zuhauses zu leben.
 
2018 mussten ca. 678.000 Menschen in Deutschland ohne eigene Wohnung
auskommen.
Mittlerweile leben gut 40.000 Menschen als Obdachlose dauerhaft
auf der Straße, die anderen bleiben weitgehend unsichtbar
(Quelle: bagw.de)
Viele Wohnungslose kommen nämlich vorrübergehend in Notunterkünften
oder
bei Freunden und Bekannten unter, doch das ist keine Dauerlösung und
besonders für Familien mit Kindern sehr dramatisch.
 
Einer der Hauptgründe für die steigende Zahl der Wohnungs- und
Obdachlosen
ist das unzureichende Angebot an bezahlbarem Wohnraum. Tausende
Menschen leiden tagtäglich darunter - in ganz Europa! 
So wie es jetzt ist,
kann es nicht weitergehen! 
 
DU kannst etwas tun!
 
Wir brauchen nur 1 Million Unterschriften, um den Wohnungsmarkt
in Europa in eine bessere Richtung zu bringen. Zeigen wir der Welt,
dass wir es alle gemeinsam schaffen, bezahlbares Wohnen in Europa 
wieder möglich zu machen!

Schicke diese Nachricht gleich an 3 Freund*innen weiter, denen
es auch wichtig ist, dass alle Menschen ein sicheres Zuhause finden
können!

Stadt

In guter Gesellschaft

Dampfnudeln und Kartoffelsuppe: Diesem Angebot konnten am Montag viele Bedürftige nicht widerstehen. Ortsvorsteherin Claudia Albrecht und Stadtverwaltungsmitarbeiter Stefan Jakobi hatten in die Gimmeldinger Meerspinnhalle eingeladen. Dort gab es weit mehr als nur eine warme Mahlzeit.

Von Jennifer Back

 
„Die Suppe mit oder ohne Wurst?“ Eine Frage, die am Montagmittag immer wieder gestellt wird im Foyer der Meerspinnhalle in Gimmeldingen. Hinter der Essensausgabe stehen vier ehemalige Weinkehlchen, schöpfen im Akkord Suppe in die Teller und reichen diese über die Tische. Sie alle sind Chorfreunde von Ortsvorsteherin Claudia Albrecht, die gemeinsam mit Stefan Jakobi, Mitarbeiter in der Stadtverwaltung, zum Mittagessen eingeladen hat. Eingeladen war nicht irgendwer – es waren Bedürftige aus Neustadt und Umgebung. In vielen sozialen Einrichtungen waren Flyer ausgelegt worden, die auf das Mittagessen hinwiesen. Doch dass sich beim ersten Mal rund 70 Menschen in der Halle tummeln würden – von Kindern bis Senioren –, darüber sind die Organisatoren dann doch überrascht. 

Die Schamschwelle ist sehr hoch. Schließlich möchte sich nicht jeder dazu bekennen, dass er Unterstützung annimmt. Umso schöner ist es, dass so viele gekommen sind“, freut sich Hans Eber-Huber, Leiter der Neustadter Tagesbegegnungsstätte Lichtblick, der jeden Tag mit sozial Schwachen zu tun hat. „Es gibt immer noch eine große Scham, solche Veranstaltungen zu besuchen“, sagt auch eine Besucherin, die über den Lichtblick von dem Mittagessen erfahren hat. „Dabei sitzen wir doch alle im selben Boot“, ist sie überzeugt. 

Bedienen lassen statt bedienenMal rauskommen, was anderes sehen und sich bedienen lassen, statt selbst zu bedienen: Vor allem die ehrenamtlichen Helfer des Lichtblicks genießen das reichhaltige Mittagessen. Um 12 Uhr machte die Begegnungsstätte in der Amalienstraße dicht, die Küche blieb kalt. 

Gemeinsam zu essen und Zeit miteinander zu verbringen, lenkt von der eigenen Einsamkeit ab, gerade zu dieser Jahreszeit“, sagt Evi Pfeiffer, die seit rund 22 Jahren beim Lichtblick mit anpackt und davor selbst bedürftig war. „Es hätte mir ja schon gereicht, Essen zu bekommen. Aber dass wir dann auch noch mit Dampfnudeln, Kaffee, Kuchen und Obst am Tisch bedient werden und Klamotten und Lebensmittel angeboten bekommen, das ist großartig“, schwärmt Thomas Lückert, der beim Lichtblick unter anderem Bewerbungshilfe anbietet. „Und die Dampfnudeln sind hervorragend“, betont Daniela Bügler. Sigrid Hackbart, die von Bügler als „Engel des Lichtblicks“ bezeichnet wird und mit ihrer fünfjährigen Enkelin gekommen ist, ist froh, einmal nicht selbst in der Lichtblick-Küche stehen zu müssen. Und doch ist sie in Gedanken schon wieder beim Essen für den heutigen Dienstag, wenn es Saumagen mit Bratkartoffeln gibt.

Ein Landstuhler Busunternehmen hatte die Besucher am Neustadter Hauptbahnhof eingesammelt, ohne etwas für die Fahrt zu verlangen. Die Stadt stellte die Meerspinnhalle kostenfrei zur Verfügung. Darüber hinaus war es Albrecht und Jakobi gelungen, viele weitere Unterstützer zu aktivieren. Zum Beispiel Bürger, die Klamotten, Lebensmittel und Kosmetikartikel spendeten. 

Diese türmen sich am Montag auf zwei Tischreihen in der Halle. Was übrig bleibt, wird in einem Transporter zum Lichtblick geschafft. Verschiedene Firmen stellten Suppe, Würstchen und Dampfnudeln. Auch über blaue Schals und Taschentücher auf jedem Sitzplatz dürfen sich die Besucher freuen. Und dann sind da noch viele Helfer, darunter auch zwei Frisörteams, die gerne auf ihren Ruhetag verzichten, um an diesem Mittag die Gäste zu bewirten. 

Gesang und KabarettDie Idee zu der Aktion hatte Stefan Jakobi, der schon lange Bedürftige hatte einladen wollen. Bei Albrecht rannte er mit seinem Anliegen offene Türen ein, denn ihr ging es nach eigenen Worten genauso. „Weihnachten macht viel mehr Spaß, wenn man teilt“, so Albrecht.

Für Unterhaltung sorgt der Gimmeldinger Gesangverein, der Weihnachtslieder zum Besten gibt. Bei „O du Fröhliche“ singt das Publikum fleißig mit, die weniger Textsicheren greifen zum Spickzettel auf den Tischen. Die Weinkehlchen aus dem Helferteam stimmen spontan „Maria durch ein Dornwald ging“ an. Schauspieler Tim Poschmann vom Boulevardtheater Deidesheim berichtet in einem Auszug aus seinem aktuellen Bühnenprogramm über seine Erfahrungen als frischgebackener Single. „Das hat er ohne Gage gemacht“, berichtet Jakobi. „Im Gegenzug helfen Claudia Albrecht und ich nächstes Jahr bei einem Thekendienst im Boulevardtheater.“

Am Ende sind die Organisatoren glücklich, dass so viele Leute das Angebot angenommen haben. „Ich bin sehr gerührt. Auch darüber, dass alle Helfer zugesagt haben, nächstes Jahr wieder dabei sein zu wollen“, sagt Albrecht nach gut zwei Stunden. Schon jetzt habe sie eine Liste für Verbesserungen. So soll etwa das Essen später starten, damit auch die schulpflichtigen Kinder der Bedürftigen mitkommen können.

 

Quelle:

Ausgabe

Die Rheinpfalz Mittelhaardter Rundschau - Nr. 292

Datum

Dienstag, den 17. Dezember 2019

Seite

16

 

Die "Rheinpfalz" berichtete:

 

Stadtleben

Einmal die Woche kochen en gros

 

Von Annegret Ries

 
Die 75-jährige Thilde Appel engagiert sich in der Neustadter Tagesbegegnungsstätte Lichtblick seit der Gründung vor 23 Jahren. Sie hat auch schon in der Suppenküche, dem Lichtblick-Vorläufer, geholfen. 

Die Einrichtung wurde vor allem aus kirchlichen Kreisen initiiert. Auch Appel stieß über „ihre“ Kirchengemeinde St. Joseph hinzu. Solange sie in ihrem Beruf als Krankenschwester gearbeitet hat, sei sie so oft wie möglich dort gewesen, erzählt sie. Seit etwa zehn Jahren kocht Appel einmal pro Woche beim Lichtblick. 40 Essen werden in der Regel zubereitet. „Das ist eine Herausforderung und anders, als für die Familie zu kochen“, sagt Appel. Aber man gewöhne sich an die größeren Mengen. Eine Helferin unterstütze sie. Was gekocht wird, hänge davon ab, was an Lebensmitteln gespendet wurde. Nur wenn diese nicht reichen, werde etwas dazu gekauft. 

Appel ist montags von 8 bis 12.30 Uhr im Lichtblick. „Wir bräuchten dringend Unterstützung für andere Tage“, sagt sie. Das bestätigt Hans Eber-Huber, Leiter des Lichtblicks. Zwar habe die Küche eine Midi-Jobberin, doch die habe auch andere Aufgaben, sodass sie nicht jeden Tag kochen könne. Besonders bei Ausfällen werde es eng, so Eber-Huber. Auch ein Mann, der kochen kann, sei willkommen, betont er. Zudem werde ein Ehrenamtlicher gesucht, der einen Führerschein hat und sich zutraut, einen Sprinter zu fahren. „Wenn er auch noch mit anpacken kann, wäre das noch besser“, sagt Eber-Huber. Ein- bis zweimal pro Woche soll er die Mitarbeiter des Solipaktes zu den Einsatzorten fahren und etwa beim Tragen von Möbeln helfen. Wer sich engagieren möchte, kann sich unter Telefon 06321/355340 oder per E-Mail an lichtblick_nw@t-online.de melden.

Foto: Werner Harke

Quelle:

Ausgabe

Die Rheinpfalz Mittelhaardter Rundschau - Nr. 280

Datum

Dienstag, den 3. Dezember 2019

Seite

13

"Die Rheinpfalz" berichtet am 30. November:

 

Südwestdeutsche Zeitung

Evangelische Heimstiftung will Suchtberatungsstellen aufgeben

Grund: Finanzielles Defizit – Angebote an alle Mitarbeiter für andere Stellen

Speyer. Die Evangelische Heimstiftung Pfalz will Ende des Jahres 2020 die Trägerschaft für ihre drei Fachstellen Sucht in Frankenthal, Landau und Neustadt aus finanziellen Gründen aufgeben. Dies hat am Mittwoch Ralph Moog, Vorstand Kliniken und Finanzen, mitgeteilt.

„Wir bedauern sehr, uns aus der Suchtberatung zurückziehen zu müssen“, erklärt Moog für die Evangelische Heimstiftung, die ihren Sitz in Speyer hat. Seiner Auskunft nach kann das jährliche Defizit in Höhe von fast 400.000 Euro nicht mehr aufgefangen werden. Die Beratungsstellen noch länger weiterzuführen, könnte andere diakonische Aktivitäten beeinträchtigen, begründet Moog die Entscheidung.

Nichts ändern wird die Heimstiftung an der stationären Suchthilfe mit den Fachkliniken Landau und Pfälzerwald (Wilgartswiesen-Hermersbergerhof) sowie dem Rehabilitationszentrum am Donnersberg (Kirchheimbolanden). Allen 20 Mitarbeitern der Fachstellen Sucht sollen laut Moog andere Stellen bei der Heimstiftung angeboten werden. Sie wurden am Montag über die Schließungspläne informiert, ebenso die betroffenen Kommunen und die Landesregierung.

Ob ein Nachfolger für die Trägerschaft gefunden werden kann, soll bis Ende nächsten Jahres ausgelotet werden. Moog hofft, dass andere Angebote in der Region den Verlust kompensieren können. Die Suchtberatungsstellen in Frankenthal, Landau und Neustadt bieten ihre Hilfe weitgehend kostenlos an. Finanziert werden sie durch die Heimstiftung sowie Zuschüsse des Landes und der Kommunen. Die Heimstiftung hat die drei Beratungsstellen erst 2012 vom Diakonischen Werk Pfalz übernommen. Dies sollte die Diakonie finanziell entlasten. Versprochen hatte man sich Synergieeffekte zwischen ambulanter und stationärer Suchtarbeit.

Landespfarrer Albrecht Bähr von der Diakonie Pfalz bedauert die geplanten Schließungen, hält aber einen Eigenanteil der Träger an den Kosten für die ambulante Beratung von fast 50 Prozent für unangemessen. Schon im Frühjahr hatten bundesweit 14 Verbände Alarm geschlagen, um auf die chronische Finanznot aller Suchtberatungsstellen aufmerksam zu machen. petEinwurf

Quelle

Ausgabe

Die Rheinpfalz Mittelhaardter Rundschau - Nr. 274

Datum

Dienstag, den 26. November 2019

Seite

12

 

Zur drohenden Schließung der Fachstelle Sucht in Neustadt schreibt unser Gründungsmitglied Franz Krätschmer am 9.12. einen Leserbrief:

 

Über die  Mitteilung der Ev. Heimstiftung die Suchtberatungsstellen in Frankenthal, Landau und Neustadt ersatzlos zu schließen bin ich sehr erschrocken. Offensichtlich handelt es sich um keine Falschmeldung, sondern die Verantwortlichen meinen es wohl ernst damit sich von einem über Jahrzehnte gewachsenen allseits anerkannten Hilfeangebot sang- und klanglos zu verabschieden.

 

In den 70iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden nach der Anerkennung der Suchterkrankung als Behandlungsbedürftige Krankheit im Sinne der Sozialversicherung Schritt für Schritt Suchtberatungsstellen und Fachkliniken zur Behandlung der Alkoholkrankeit aufgebaut. Die Notwendigkeit und Wirksamkeit der dort geleisteten Arbeit für suchtkranke Menschen war und ist unumstritten und insbesondere die Stellen der Diakonie haben einen fachlich ausgezeichneten Standard erreicht.

 

Über die Jahre ist so ein aufeinander abgestimmtes Hilfeangebot bestehend aus Beratung, Gruppenarbeit, Vermittlung in Fachkliniken zur Langzeittherapie, Nachsorge  bis hin zur Selbsthilfe in Freundeskreisen und auch Präventionsarbeit entstanden.

 

Eine Suchterkrankung stellt für den Erkrankten eine existentielle Bedrohung dar; bedeutet oft jahrelanges Leid und endet ohne fachliche Hilfen nicht selten mit einem langem Siechtum oder schlimmstenfalls einem vorzeitigem Tod. Es gilt unter Fachleuten als gesichert, dass eine Suchterkrankung in der Regel auch eine schwere Belastung für die Angehörigen und das soz. Umfeld (Ehepartner, Kinder, Eltern etc.) des Kranken mit sich bringt. Auch für diese Menschen sind die Suchtberatungsstellen eine wichtige Anlaufstelle und Partner bei dem Weg aus der Krankheit für alle Beteiligten.

 

Dass sich kirchliche Träger dieser Aufgabe auf einem hohen fachlichen Niveau gestellt haben indem sie Menschen in Not begleiten, entspricht nach meinem Verständnis ihrem christlicher Auftrag und stellt eine zeitgemäße Umsetzung von Nächstenliebe dar. Sich davon zu verabschieden halte ich für einen schweren Fehler, der in erster Linie den betroffenen Menschen aber auch dem Profil der Ev. Heimstiftung und im weiteren Sinn der  Prot. Kirche schweren Schaden zufügt.

 

Die Probleme, die Menschen mit süchtigem Verhalten haben sind nicht geringer geworden.

 

Im Gegenteil haben sich durch den gesellschaftlichen Wandel der letzten Jahre neue Formen krankhafter Abhängigkeiten zusätzlich zum Alkohol entwickelt: Spielsucht, Onlinesucht etc.

 

In der Begründung zur Schließung der Suchtberatungsstellen heißt es die Mittel sollen für andere diakonische Aktivitäten freigemacht werden. Warum und welche anderen diakonischen Aktivitäten jetzt wichtiger wie die Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der Suchtkrankenarbeit sind kann ich nicht nachvollziehen. Außerdem halte ich es für äußerst fatal eine Problemgruppe gegen eine andere auszuspielen.

 

Zu wünschen wäre, dass die Verantwortlichen noch einmal diese Entscheidung überprüfen und gemeinsam mit anderen Trägern sozialer Dienste (Kommunen, Wohlfahrtsverbände etc.) sich an einen Tisch setzen, um nach Wegen zu suchen, wie verhindert werden kann, dass einer der wichtigsten Bausteine im Suchthilfesystem wegbricht.

 

Wäre schön, wenn es nicht nur bei einem frommen Wusch bleiben würde.

 

Franz Krätschmer

 

 

Der Lichtblick freut sich über große Spende:

Am diesjährigen Frauentag im Diakonissen-Mutterhaus Lachen hatte die Leitung um eine Spende für den Lichtblick gebeten. Die ca. 400 Frauen legten 1000 Euro zusammen. Der symbolische Spenden Scheck wurde am vergangenen Samstag an den Leiter der Tagesbegegnungsstätte, Herrn Eber-Huber überreicht.

Dankbar berichtete er bei dieser Gelegenheit der Oberin des Diakonissen Mutterhauses,Sr.Iris Daut und Petra Seidlitz (Leitungsteam vom Frauentag-AK, die der „Lichtblick“ in Neustadt für bedürftige Menschen anbietet – u.a. regelmäßige Mahlzeiten, Duschmöglichkeit, Postadresse, Finanzverwaltung, günstig Einkaufen in den verschiedenen Läden wie z.B. im Hausratladen und auch über die vielen Dienstleistungen, die der Lichtblick anbietet.

 

Urteil Hartz IV-Sanktionen 

5. November 2019 Erster Schritt zum Politikwechsel? 

Wer Hartz IV bezieht und ein Jobangebot ausschlägt, muss bisher mit empfindlichen Kürzungen der Leistungen rechnen. Diese Sanktionen haben die Verfassungsrichter jetzt teilweise für verfassungswidrig erklärt. Die Diakonie RWL lehnt Sanktionen ab. Sie hofft aber, dass mit dem lange erwarteten Grundsatzurteil ein erster Schritt für einen Politik- und Haltungswechsel möglich wird. 

Die Kürzungen von Hartz IV-Leistungen bei Pflichtverletzungen sind teilweise verfassungswidrig. Bei Verstößen gegen die Auflagen seien maximal um 30 Prozent reduzierte Leistungen möglich, urteilte der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts (AZ: 1 BvL 7/16) am 5. November. Die bisher möglichen Abzüge bei Verletzung der Mitwirkungspflicht um 60 oder sogar 100 Prozent seien mit dem Grundgesetz nicht zu vereinbaren, erklärte Vizepräsident Stephan Harbarth. 

"Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist zwar ein erster Schritt, um einen Politik- und Haltungswechsel in die Wege zu leiten. Es ist aber stark geprägt von der Haltung, dass Druck Verhaltensänderungen bewirken", sagt Diakonie RWL-Armutsexpertin Heike Moerland. "Das mag im Einzelfall stimmen, viele Menschen möchten ihr Leben aber selbst in die Hand nehmen und wünschen sich dafür Ermutigung und nicht Sanktionen." Die Diakonie hatte darauf gehofft, dass die Richter die Sanktionen generell für verfassungswidrig halten. 

Ein Hartz-IV-Bezieher erhält in der Regel 424 Euro monatlich. Wenn davon 30 Prozent und mehr gekürzt werden, geht es an die nackte Existenz. 

Keine Kürzungen am Existenzminimum! 

In einer gemeinsamen Erklärung mit Sozialverbänden, Gewerkschaften, Politikern und Wissenschaftlern hat die Diakonie gefordert, die bestehenden Sanktionsregelungen aufzuheben. Stattdessen sei ein "menschenwürdiges System der Förderung und Unterstützung" nötig, heißt es. 

"Sanktionen haben negative soziale Folgen. Sie schaden der sozialen und beruflichen Eingliederung. Die Folgen sind Verschuldung, soziale Isolierung, massive gesundheitliche und psychische Belastungen bis hin zu drohender Wohnungslosigkeit", kritisieren die Unterzeichnenden. 

Termin verpasst, Geld gestrichen 

Jeden Monat wurden 2018 bundesweit über drei Prozent der erwerbsfähigen Hartz IV-Empfänger sanktioniert, rund 130.000 Menschen. In Nordrhein-Westfalen waren monatlich über 32.000 Hartz IV-Empfänger von mindestens einer 

Leistungskürzung betroffen, wie der Arbeitslosenreport der Freien Wohlfahrtspflege NRW [2] belegt.

Drei Viertel der Sanktionen werden verhängt, weil jemand unentschuldigt nicht zu einem Termin erscheint. In diesen Fällen kürzt das Jobcenter die Bezüge für drei Monate um zehn Prozent. Wer eine "zumutbare" Arbeit ablehnt oder eine Fördermaßnahme abbricht, muss mit höheren Einschnitten rechnen. Dann können 30 Prozent der Leistung gestrichen werden, im Wiederholungsfall sogar 60 oder 100 Prozent. 

Diakonie RWL-Vorstand Christian Heine-Göttelmann sorgt sich besonders um junge Hartz-IV-Bezieher. (Foto: Diakonie RWL

Resignation statt Beschäftigung 

"In den Beratungsstellen der Diakonie beobachten wir, dass die harten Sanktionen von mindestens 30 Prozent meist nicht dazu führen, dass sich die Betroffenen stärker um einen Job bemühen", sagt Diakonie RWL-Vorstand Christian Heine- Göttelmann. "Im Gegenteil. Die Menschen resignieren und ziehen sich zurück." 

Das gilt besonders für junge Menschen unter 25 Jahren, denn bei ihnen kann bereits der erste Verstoß dazu führen, dass sie kein Geld mehr erhalten. Bei weiteren Verstößen streicht das Jobcenter auch Miete und Heizkosten. Die jungen Leute verlieren ihre Wohnung, schlüpfen bei Freunden und Familie unter oder landen auf der Straße. Von Sanktionen sind junge Menschen doppelt so häufig betroffen. Sie waren aber nicht Gegenstand des Verfahrens vor dem Bundesverfassungsgericht. 

Jugendliche sind besonders oft von Hartz IV-Sanktionen betroffen - und landen nicht selten auf der Straße. 

Abrutschen in absolute Armut 

Hier hofft die Diakonie RWL darauf, dass die Politik diese Sanktionen möglichst schnell abschafft. Im vergangenen Jahr, so zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes, wurden bundesweit 30.000 Jugendliche sanktioniert, davon 8.000 in NRW. Deutschlandweit wurde 3.300 jungen Menschen unter 25 Jahren die Unterstützung fürs Wohnen gestrichen. In NRW waren es 852. 

"Sie rutschen in absolute Armut ab – und zwar für eher harmlose Regelverstöße", sagt Christian Heine-Göttelmann. "So wird bereits der jungen Generation ein Leben in Würde verwehrt." Statt auf Leistungskürzungen zu setzen, müsse die persönliche Beratung und Betreuung in den Jobcentern gestärkt werden, fordert der Diakonie RWL-Vorstand. "Wir brauchen eine Unterstützung auf Augenhöhe, die ermutigt und befähigt statt bestraft." 

Text: Sabine Damaschke, Fotos: pixabay 

Ihr/e Ansprechpartner/in Heike Moerland [3]

Source URL: https://www.diakonie-rwl.de/themen/arbeit-und-beschaeftigung/urteil-hartz-iv-sanktionen

Links

[1] https://www.diakonie-rwl.de/file/erklarfilm-den-sanktionen-hartz-iv-system [2] https://www.freiewohlfahrtspflege-nrw.de/fileadmin/user_data/2018/Arbeitslosenreport-2018- 2019/arbeitslosenreport-3-2018/Arbeitslosenreport-NRW_2018-3_Sanktionen.pdf [3] https://www.diakonie-rwl.de/users/heike-moerland 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein neues Fahrzeug für den „Lichtblick“

 

 

Am Montag, 28. Oktober war es soweit: Die ehrenamtliche  Mitarbeiterin der Tagesbegegnung Lichtblick, Helma Bielfeldt, holte einen nagelneuen Ford Fiesta direkt bei den Ford Werken in Köln ab.

 

Das Fahrzeug wurde gesponsert von „Aktion Mensch“ und soll für das Projekt „Haushaltsnahe  Dienstleistungen“  und für Freizeitaktivitäten genutzt werden.

 

Lichtblick schreibt dazu:

 

„ Unser Arbeits- und Beschäftigungsprojekt "SoliPakt" ist ein Angebot der Tagesbegegnung Lichtblick in Neustadt. Es geht dabei darum, Menschen, die auf dem s.g. ersten Arbeitsmarkt keine Chance mehr haben, eine sinn- und würdevolle Beschäftigung zu geben. Es bestehen bisher folgende Projekte: Umzugsfirma, ein Zweiradladen, eine Kleiderkammer, ein Möbelladen  und einen Hausratladen. Seit Kurzem haben wir einen neuen Schwerpunkt. Es nennt sich "Wohnassistenz". Betreut werden  in der Regel  Einzelpersonen, die in ihrer Wohnung vereinsamen und kleine Hilfestellungen benötigen, um ihren Alltag zu meistern. Viele müssen erst einmal wieder lernen "zu Wohnen", d.h. sie erhalten Unterstützung in Grundtechniken des gesellschaftlichen Zusammenlebens, so z.B. die Einhaltung der Hausordnung.  Als Beispiel seien hier auch s.g. Messie- Menschen, Menschen mit Suchterkrankung und sonstige soziale Schwierigkeiten zu nennen. Unsere Angebote: Fahren von Hilfsbedürftigen, gemeinsames Einkaufen, Unterstützung bei der Grundreinigung.

 

Für Menschen, die im Lichtblick integriert sind, sind  Freizeitangebote geplant: Tagesausflüge in andere Städte und Besuch von kulturellen Einrichtungen und Durchführung von Freizeitangeboten, um dem Menschen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.“

 

TAGESBEGEGNUNGSSTÄTTE

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NEUSTADT - WEINSTRASSE

Prot. Dekanat Neustadt u. Förderbeirat Lichtblick

67434 Neustadt/Weinstraße

Amalienstraße 3

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8:00 - 16:00 Uhr

Freitag

 10:00 - 15:00 Uhr

Samstag

 9:00 - 13:00 Uhr

 

„Kein Problem wird gelöst, wenn wir träge darauf warten, dass Gott allein sich darum kümmert.“

Martin-Luther-King

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Warum fehlen in Deutschland so viele Sozialwohnungen