WILLKOMMEN IM "LICHTBLICK'' NEUSTADT AN DER WEINSTRASSE

      TAGESBEGEGNUNGSSTÄTTE LICHTBLICK

NEUSTADT AN DER WEINSTRASSE

Ihr Engagement gegen Armut, soziale Kälte und Intoleranz

 

 WIR  TUN  WAS !

Herzlich willkommen auf der Homepage der Tagesbegegnungsstätte

"Lichtblick" in 67434 Neustadt an der Weinstrasse - Amalienstraße 3

    

       I h r  L i c h t b l i c k  T e a m  2 0 1 8

Termine:

Samstag, 15. September 2018

10 Uhr: Frühstücks-Brunch in der Tagesbegegnung Lichtblick, Amalienstraße 3

Im Rahmen des Freiwilligentages

Mit Tag der offenen Tür und Musik

 

Frühstücks- Brunch und Tag der Offenen Tür


Die Tagesbegegnung Lichtblick beteiligt sich an der überregionalen Aktion „Wir schaffen was“, dem Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar und lädt Besucher der Einrichtung und die interessierte Bevölkerung am Samstag, den 15. September von 10 Uhr bis 14 Uhr zu einem Frühstücks-Brunch ein. 

Unterstützt werden die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Einrichtung an diesem Tag von freiwilligen Helfern, die sich für die Veranstaltung gemeldet haben.

 

Für Lichtblick sind diese Art von Veranstaltungen eine ganz wichtige Sache“, so Hans Eber-Huber, Leiter der Einrichtung und weiter: „das Zusammensitzen und die Gespräche dienen dazu, gegenseitige Vorbehalte und Vorurteile abzubauen, und bestehende Hemmschwellen zu überwinden und auch Verständnis zu entwickeln.“

Für Menschen, die Sozialleistungen erhalten, ist das Frühstück kostenlos, alle anderen zahlen eine kleine Spende.


Am selben Tag sind auch alle Läden geöffnet, so der zweiradladen in der Ludwigstraße 31, der hausratladen in der Talstraße 5 und Kleiderkammer und Möbellager in der Amalienstraße 3

 

Begleitet wird der Tag vom Ehepaar Hund an der Drehorgel. 

 

Infos unter: 06321-355340 oder www.lichtblick-nw.de

 

 

Ganz neu:

Einkaufen- und dem Lichtblick etwas gutes tun:

 

https://www.gooding.de/tagesbegegnung-lichtblick-75485

 

Wir sammeln für einen neuen- gebrauchten Transporter für unser Arbeits- und Beschäftigungsprojekt SoilPakt

 

Lichtblick macht Urlaub....

 

In der Zeit von Montag, 23. Juli bis einschl. Sonntag, 5. August macht der Lichtblick Sommerpause.

 

Auch alle unsere Läden befinden sich dann in der wohlverdienten Sommerpause - der Hausratladen sogar bis einschl. 12. August !

 

Es gibt eine Notbesetzung für Alle, die eine Postadresse bei uns haben: Von 9 bis 11 Uhr ist die Post- und Telefonstelle besetzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir trauern um unseren großartigen Förderer und Sponsor

 

Arno Metz

 

der leider viel zu früh verstorben ist.

Hornbach engagiert sich…

 

im „Lichtblick“.

 

Wir haben eine Gutschrift erhalten und konnten damit Schwerlastregale für unsere Kleiderkammer und unseren Hausratladen kaufen. Ganz herzlichen Dank !

 

Kultur Regional

Zart, heiter, hoch emotional

Maria Stange zeigt in der Alten Winzinger Kirche die Möglichkeiten der Harfe

Von Andrea Dölle

 

Neustadt. In der Alten Winzinger Kirche hat Maria Stange am Samstag ein Harfen-Solokonzert gegeben als Benefizveranstaltung für die Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick“ für wohnungslose und sozial benachteiligte Menschen in Neustadt.

Maria Stange, die neben ihrer ausgedehnten Konzerttätigkeit Professorin für Harfe an den Musikhochschulen von Stuttgart und Karlsruhe ist, stammt aus Neustadt und pflegt offensichtlich immer noch ihre Verbindung zur Heimat, den herzlichen Begrüßungen mit Besuchern nach zu schließen. Heute lebt sie in Bayern.Viele der Komponistennamen auf dem Programm sind Berühmtheiten in der „Harfenistenszene“, außerhalb jedoch fast unbekannt. Maria Stange hatte zu jedem Stück und seinem Komponisten genug zu sagen, um das Verständnis zu erleichtern. Die moderne Konzertharfe, so wie sie vor Maria Stange stand, gibt es erst seit etwa 1810, obwohl Harfen zu den ältesten Instrumenten der Menschen zählen. Entsprechend gibt es auch Kompositionen für die Konzertharfe erst seit dem 19. Jahrhundert. 

Zum Beginn spielte Maria Stange ein Stück von Nino Rota, das auf sehr melodiöse Art die Balance zwischen alter und neuerer Musik hielt. Nino Rota, der 1979 starb, ist besonders für seine Filmmusiken bekannt, die er für über 150 Filme komponierte, darunter „Der Pate“. Er verstand sich jedoch in erster Linie als klassischer Komponist. Seine „Sarabande und Toccata“ entstand 1945 ganz ohne Film. Versehen mit den barocken Satzbezeichnungen, hielt Rota sich an das Prinzip der barocken Musik, macht aber ein dramatisches Stück Musik daraus, zu dem sich die Zuhörer den dazu gehörenden Film selbst ausdenken konnten – Rota hatte keinen im Sinn gehabt.

Germaine Tailleferre, mit über 90 Jahren 1983 gestorben, wurde Komponistin gegen den Willen ihrer Familie, weshalb sie ihren Namen änderte – sie hieß ursprünglich Taillefesse. Ihr Lento, langsamer Satz einer Harfensonate von 1957, war ein verträumt-spielerisches Stück und ließ mit seiner Rhythmik an ein selbstvergessenes kleines Mädchen denken, das die Straße entlanghüpft.

Paul Hindemiths langsamer Satz einer Harfensonate war dagegen viel strenger, dramatischer im Ausdruck. Maria Stange wusste zu erzählen, dass Hindemith sie im Exil in der Schweiz komponierte, wobei eine Harfenistin, die er kannte, ihn unterstützte, indem sie mit ihm ausprobierte, was mit dem Instrument technisch machbar war. Noch ein langsames Stück war die „Berceuse“, ein Wiegenlied, des Amerikaners Nicolas Flagello von 1964, ein melodisches kleines Werk, das wie Filmmusik klang. Mit zwei Divertimentos von André Caplet, einem engen Mitarbeiter und Freund Claude Debussys, einem französischen heiteren, und einem spanischen sehr dramatischen, klang die erste Halbzeit aus. 

Louis Spohr, der in der Übergangszeit von Klassik zur Romantik komponierte und zu seiner Zeit der wohl größte Musikstar als Geiger war, war der älteste Komponist auf dem Programm. Er war mit einer Harfenistin verheiratet, die als Solistin durch Europa reiste, und er schrieb viel für sie. Etwa 1807 eine Fantasie in c-moll, die klang, als ob ein ganzes Orchester vielstimmig spielte. Ein Gedicht von Paul Verlaine, „Une chatelaine a sa tour“ war die Inspiration für des Stück von Gabriel Fauré mit dem gleichen Titel. Es geht um eine Dame wie aus der Zeit der Minnelieder, geheimnisvoll, unerreichbar und fast überirdisch schön. Fauré machte daraus ein zartes, sehr romantisches Harfensolo.

Den offiziellen Abschluss bildete „Scintillation“, ein Stück, 1934 von Carlos Salzedo komponiert, um möglichst viel von den Techniken zu zeigen, die mit der Harfe möglich sind. Salzedo, Franzose mit spanischen Wurzeln, war Harfenist und 1909 in die USA ausgewandert, wo er nicht nur eine glänzende Karriere machte. Sondern auch mit vier seiner Schülerinnen verheiratet war, „nacheinander“, versicherte Maria Stange. Nicht nur im letzten Stück zeigte sie, was alles in der Harfe steckt. Wer noch kein Fan war, war es hinterher. 

Quelle

Ausgabe

Die Rheinpfalz Mittelhaardter Rundschau - Nr. 138

Datum

Montag, den 18. Juni 2018

Seite

27

 

Die "Rheinpfalz" berichtete am 26.5.2018:

1000 Euro für den Lichtblick

 

Eine Spende in Höhe von 1035 Euro hat die Tagesbegegnungsstätte Lichtblick von Gimmeldingens Ortsvorsteherin Claudia Albrecht und Peter Ackermann von „Peters Germanenspieß“ erhalten. Der Betrag wurde von den Ausschankstellen des Mandelblütenfests eingesammelt, unterstützt wurde die Aktion von der Sparkasse Rhein-Haardt. Das Motto „Feiern und an Menschen denken, die nicht mitfeiern können“ soll auch im nächsten Jahr auf dem Mandelblütenfest wieder umgesetzt werden, kündigte Albrecht an. Der Lichtblick ist eine Tagesbegegnungsstätte für Obdachlose und sozial benachteiligte Menschen in Trägerschaft des Protestantischen Dekanats.

Die „Rheinpfalz“ vom 25. Mai 2018

Leben auf der Straße

Ein Zuhause für jeden (2): Mehr bezahlbarer Wohnraum – ein Thema, das seit Monaten bundesweit für Gesprächsstoff sorgt. In unserer Serie soll schlaglichtartig die Situation in Neustadt beleuchtet werden. Heute: Menschen in der Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick“. 

Von Annegret Ries
 

„Ich hätte mir nie vorgestellt, dass mir so was passiert“, sagt die 56-jährige Caroline mit leiser Stimme. „So was“ heißt, dass die Frau drei Nächte in der Grünanlage in der Amalienstraße verbracht hat, weil sie keine andere Möglichkeit zum Übernachten hatte. Fast drei Jahre hatte die Neustadterin keine Wohnung. Vor kurzem hat sie ein Zimmer gefunden. „Das wäre ein Traum“, sagt der 39-jährige Neustadter Christian, der seit 2014 ohne Wohnung ist. Auch der 25-jährige Muhamed und der 68-jährige Dieter sind obdachlos.„Jeder normale Mensch hat eine Wohnung“, sagt Muhamed. Er und Christian verschweigen nach Möglichkeit, dass sie obdachlos sind, denn „das ist unangenehm und peinlich“, so Christian. Die beiden wissen, dass sie „Mist gebaut haben“ und auch deshalb auf der Straße gelandet sind, doch ihre jetzige Situation sei „deprimierend“.

Auch im Leben von Caroline ist nicht immer alles glatt gelaufen, „ich habe aber immer eine Wohnung gehabt“. Sie hat mehrere Kinder groß gezogen, „Putzplätze“ gehabt. Aber: „Vor drei Jahren bin ich dann vor dem Nichts gestanden.“ Wegen der Folgen eines Schlaganfalls konnte die damals 53-Jährige nicht mehr putzen gehen, und die Beziehung mit ihrem Freund, in dessen Wohnung sie lebte, ging in die Brüche. Über eine Zeitungsannonce hatte sie zwar eine Wohnung gefunden, doch deren Größe entsprach nicht den Vorgaben des Jobcenters, sodass dieses nicht die Miete übernahm. Was zur Folge hatte, dass die Hartz-IV-Empfängerin auf der Straße stand. „Ich konnte außer ein paar Kleidern nichts behalten, alle meine Sachen, Erinnerungen an meine Eltern und an meine verstorbene Schwester, alles ging den Bach runter, das tut weh“, erzählt Caroline. 

Weh tut auch, dass ihre Kinder nichts mehr von ihr wissen wollten, „seitdem sie mitgekriegt haben, dass ich nichts mehr habe“. Caroline schlief „mal da, mal da“, wohnte einige Zeit bei einer Freundin, manchmal hätten ihr Fremde für einige Tage eine Möglichkeit zum Übernachten geboten oder Leute, die sie im „Lichtblick“ kennenlernte. 2017 ist dann das eingetreten, von dem Caroline nie gedacht hätte, „dass mir so was passiert“: Sie konnte nirgends unterkommen und musste die Nacht in der Grünanlage in der Amalienstraße verbringen. „Es war grauenvoll, ganz schlimm, ich hatte viel Angst“, sagt Caroline. Sie habe nicht richtig geschlafen, „wegen der Angst und weil es kalt war“. Drei Nächte ging das so, bis die 56-Jährige wieder eine Möglichkeit zum Übernachten fand.

„Schlafen kann man nicht, vor allem nicht, wenn es kalt ist“, sagt Christian, der schon die eine oder andere Nacht im Freien verbracht hat. Er hatte eine Wohnung, lebte aber überwiegend bei seiner damaligen Freundin in Frankfurt. Er konnte die Miete für die Neustadter Wohnung nicht mehr zahlen, geriet so weit in Rückstand, dass er durch eine Räumungsklage die Wohnung verlor. Danach lebte er noch einige Zeit bei der Freundin in Frankfurt, bis die Beziehung in die Brüche ging und er wieder nach Neustadt kam. Seitdem übernachtet er bei Bekannten und Freunden, manchmal in der Notwohnung des „Lichtblicks“ und immer mal wieder im Freien.

Wegen einer Verletzung am Rücken könne er nicht mehr in seinem Beruf als Gerüstbauer arbeiten, er lebe von Hartz IV. Er suche ständig nach einer Wohnung, schaue im „Lichtblick“ ins Internet und lese die Wohnungsanzeigen in der Zeitung. „Doch es gibt in Neustadt nichts, das den Vorgaben des Jobcenters entspricht“. Wenn doch einmal eine entsprechende Wohnung angeboten wird, „stehen da schon zehn, fünfzehn Leute, wenn du hinkommst“. „Es ist deprimierend“, sagt Christian. „Ich weiß manchmal nicht mehr, wie es weitergeht“. Er sei nur froh, dass „der Hans da ist“ und ihm immer wieder helfe. Hans, das ist Hans Eber-Huber, der Leiter der Tagesbegegnungsstätte.

Der 68-jährige Dieter hat nicht mehr die Kraft, um nach einer Wohnung zu suchen. Über 40 Jahre habe er in der Westpfalz in der gleichen Mietwohnung gelebt. Als das Haus verkauft und ihm gekündigt wurde, ging er nach Neustadt, weil hier sein Sohn lebt. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich da so untergehe“, sagt Dieter, die Verbitterung ist nicht zu überhören. Es habe Probleme mit der Schwiegertochter gegeben, die mit seinem Vermieter gut bekannt sei. „Im Juni war dann mein ganzes Zeug draußen gestanden“, erzählt Dieter. Warum es so weit kam, will er nicht sagen.

Das war im Sommer 2016. „Ich bin dann zum Ordnungsamt geschickt worden und die haben gesagt, dass ich in die Notwohnung in der Kurt-Schumacher-Straße soll“, berichtet er. Er sei dort aber nicht hin, „denn man weiß ja nicht, da kriegt man noch eins über“. Seither übernachtet der 68-Jährige, „mal hier, mal da“, immer mal wieder im Freien und öfter im Selbstbedienungsfoyer einer Bank. 

Schlafen könne er nur selten, „ich habe Angst, man ist es nicht gewohnt“. Wenn jemand ihn frage, was er in dem Foyer mache, „sage ich, ich warte auf den Zug“. 

Dem 68-Jährigen ist es peinlich, dass er keine Wohnung hat, ebenso wie es ihm peinlich war, „als mir jemand Geld geben wollte“. „Man ist das nicht gewohnt“, sagt er noch einmal unter heftigem Husten. Der 68-Jährige hat eine Lungenkrankheit. Mehrere Monate konnte er nicht zum Arzt und hatte keine Medikamente, denn seine geringe Rente – „ich habe viel nebenbei gearbeitet“ – war gestrichen worden und damit hatte er keine Krankenversicherung mehr. „Wer keine Meldeadresse hat, bekommt keine Rente“, erklärt Eber-Huber. Inzwischen hat der 68-Jährige eine Adresse beim „Lichtblick“, erhält wieder Rente, ist krankenversichert. „In meinem Alter ist das alles nicht so optimal“, meint Dieter und hustet wieder.

Im Vergleich dazu geht es Muhamed noch gut. Er hat seit etwa fünf Monaten keine Wohnung mehr. Der 25-Jährige weiß, dass er einigen Mist gebaut hat und nach wie vor sein Leben nicht richtig auf die Reihe kriegt. Weil der Hartz-IV-Empfänger mehrfach Ärger mit dem Jobcenter hatte, wurde die Miete für seine Wohnung nicht mehr gezahlt, und dem 25-Jährigen wurde gekündigt. Jetzt schläft er abwechselnd bei drei Freunden. „Die schmeißen mich nicht ’raus, wir haben zusammen schon einiges durchgemacht“, sagt Muhamed. Bei einem der Freunde hat er seine Sachen untergestellt. Gelegentlich darf er bei seiner Ex-Freundin übernachten, und zur Not kann er zu seiner Schwester, die in der Nähe von Frankfurt wohnt. „Man fühlt sich nicht als richtiger Mann, wenn man auf andere angewiesen ist. Ich schäme mich“, sagt Muhamed. 

 

Zur Sache: Förderbeirat sieht Kommunen in der Pflicht

238 Menschen hatten 2017 ihre Postadresse beim „Lichtblick“. Wer keine Postadresse hat, bekommt kein Arbeitslosengeld II und keine Rente und ist deshalb nicht krankenversichert. Insgesamt kamen 2017 noch mehr obdachlose Männer und Frauen, nämlich 304, in die Tagesbegegnungsstätte. 85 dieser Obdachlosen stammten aus dem Landkreis Bad Dürkheim.

Die Stadt Neustadt und der Landkreis Bad Dürkheim müssten etwas tun, damit Menschen nicht mehr obdachlos sind, fordert der Förderbeirat des „Lichtblicks“. Dazu gehöre auch die „Wohnungssicherung“. Die Stadt solle beim Sozialamt eine Fachstelle Wohnungssicherung einrichten, an die sich Menschen wenden können, denen eine Räumung droht oder die auf der Straße stehen. Mit Hilfe dieser Fachstelle wäre es zumindest in manchen Fällen möglich, Obdachlosigkeit zu verhindern.

Damit auch die Menschen, bei denen das nicht klappt, nicht auf der Straße leben müssen, solle die Stadt aus Sicht des Förderbeirats Wohnungen für einen längeren Zeitraum anmieten und diese Obdachlosen zur Verfügung stellen. Denn: Das Beispiel der Bereitstellung von Wohnraum für Flüchtlinge habe gezeigt, dass Vermieter bereit sind, zu vermieten, wenn über die Stadt die Miete der Wohnung gesichert ist.

Außerdem fordert der Förderbeirat eine Wohnassistenz – eine befristete psychosoziale Betreuung für Menschen, die obdachlos waren. Aus Erfahrung sei bekannt, dass diese es oft nicht allein schaffen, wieder ein geregeltes Leben zu führen.

Die Zuständigkeit für Wohnungslosigkeit solle vom Ordnungsamt auf das Sozialamt übertragen werden, so eine weitere Forderung. Denn Wohnungslosigkeit sei kein ordnungsrechtliches, sondern ein soziales Problem. ann

Der „Lichtblick“

Der „Lichtblick“ wurde 1996 gegründet. Träger ist das protestantische Dekanat. Gedacht als Angebot für Durchwanderer und Obdachlose, entwickelte er sich schnell zu einer Anlaufstelle für Menschen in sozial schwierigen Verhältnissen. Die Stadt Neustadt bezahlt den Leiter der Einrichtung, ansonsten finanziert sich der „Lichtblick“ überwiegend durch Spenden. Zu seinen weiteren Angeboten gehören beispielsweise ein Arbeits- und Beschäftigungsprojekt, Beratung, Kleiderkammer, Finanzverwaltung, Möbellager und der soziale Fahrradladen. ann

Mit freundlicher Genehmigung von Annegret Ries

 
 

Pressemeldung

Armut auf neuem Höchststand: Paritätischer kritisiert verteilungspolitisches Versagen und fordert konsequente Maßnahmen zur Armutsbekämpfung

 

Pressemeldung vom 24.05.2018

von: Gwendolyn Stilling

Als Ausdruck verteilungspolitischen Versagens bewertet der Paritätische Wohlfahrtsverband die aktuellen Armutsquoten des DIW, nach denen die Armut in Deutschland auf 16,8 Prozent und damit einen neuen traurigen Rekordstand gestiegen ist. Der Verband kritisiert, dass das Thema Armutsbekämpfung im Koalitionsvertrag von Union und SPD so gut wie keine Berücksichtigung findet. Notwendig seien konsequente armutspolitische Maßnahmen und eine offensive Sozial- und Integrationspolitik für alle.

„Es ist ein Armutszeugnis sondergleichen, dass die Armut trotz boomender Wirtschaft in diesem reichen Land Jahr für Jahr steigt. Diese Gesellschaft befindet sich vor einer sozialen Zerreißprobe. Immer mehr Menschen geraten in existenzielle Not, sind im Alltag ausgegrenzt und abgehängt“, kritisiert Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands. „Wir brauchen endlich konsequente armutspolitische Maßnahmen und können uns nicht länger mit großkoalitionären Halbheiten zufriedengeben.“

Der Koalitionsvertrag der Großen Koalition enthalte keine überzeugenden Antworten auf die zunehmende Spaltung dieser Gesellschaft, kritisiert der Paritätische. „Die Lösung der wirklich großen sozialen Probleme, vor denen wir stehen, ist die Große Koalition noch schuldig geblieben. Altersarmut, Wohnungsnot oder Kinderarmut werden zwar behandelt, aber nicht konsequent genug angegangen. Mit dem Verzicht auf einen steuerpolitischen Kurswechsel hat sich die Koalition schlicht selber armutspolitisch lahmgelegt“, so Schneider. „Wenn nicht auch diese Legislaturperiode armutspolitisch vergeudet werden soll, muss jetzt umgesteuert werden.“

Notwendig sei eine offensive Sozial- und Integrationspolitik, die alle mitnehme und keinen zurücklasse. „Wir brauchen eine intensive Integrationspolitik. Voraussetzung dafür sind bezahlbare Wohnungen, bessere Mindestlöhne, mehr Qualifikation und bedarfsgerechte Grundsicherungsleistungen für alle, genauso wie mehr Bildungsanstrengungen für alle benachteiligten Kinder und Jugendliche“, so Schneider.

 „Dritter Arbeitsmarkt notwendig“

„Lichtblick“-Leiter Hans Eber-Hubert sieht dringenden Bedarf an Stellen und bezahlbarem Wohnraum

Von Annegret Ries

 

Arbeitsangebote für Menschen, die den Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt nicht gewachsen sind und Wohnungen mit günstigen Mieten fordert die Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick“ in ihrem Jahresbericht 2017. Wie daraus hervorgeht, nutzten im vergangenen Jahr 442 Männer und Frauen die Einrichtung. Nicht eingerechnet sind jene Menschen, die im Hausratladen, im Fahrradladen „Zweirad/t“, im Möbellager und in der Kleiderkammer des „Lichtblicks“ waren.

In Neustadt müsse ein „Wohnungs-Notstand“ ausgerufen und „mit unkonventionellen Mitteln kurzfristig für Entlastung“ auf dem Wohnungsmarkt gesorgt werden, fordert Hans Eber-Huber, Leiter der Tagesbegegnungsstätte. 238 Männer und Frauen hatten 2017 beim Lichtblick ihre Postadresse, weil sie keine Wohnung haben. 154 dieser Wohnungslosen sind aus Neustadt, 85 aus dem Landkreis Bad Dürkheim und 65 aus anderen Orten. Doch nicht alle, die keine Wohnung haben, sind beim „Lichtblick“ postalisch gemeldet. Wie Eber-Huber berichtet, waren im vergangenen Jahr 304 Menschen ohne Wohnung in der Tagesbegegnungsstätte, davon 235 Männer. Die Notwohnung in der Talstraße sei durchgehend belegt gewesen. Außerdem hat der „Lichtblick“ sechs Wohnungen angemietet, in denen Menschen für einen längeren Zeitraum wohnen können.Die 442 Gäste des „Lichtblicks“ kamen im vergangenen Jahr an 239 Öffnungstagen etwa 15.000-mal in die Einrichtung. 9600 Mittagessen wurden ausgegeben. Dazu ungezählte Liter Kaffee, andere Getränke und kleine Speisen. Ein Teil der Lebensmittel werde gespendet, erläutert Eber-Huber. Er nannte die Firma Food-Tex, die Metzgerei Neumaier, die Konditoreien Sixt und Michel sowie die Bäckerei Istanbul, die teils schon seit vielen Jahren Lebensmittel spendeten. Lebensmittel bekomme der „Lichtblick“ außerdem von der „Tafel“, doch müsse auch einiges eingekauft werden.

Insgesamt hatte die Tagesbegegnungsstätte im Vorjahr Sachkosten von rund 225.000 Euro, die durch Spenden, Zuwendungen, Aufwandsentschädigungen von Kunden des Arbeitsprojekts Solipakt sowie Einnahmen aus den Läden finanziert wurden. Die Stadt Neustadt bezahlt die Stelle des Einrichtungsleiters und zusätzlich 15.000 Euro im Jahr. Der Landkreis Bad Dürkheim beteiligt sich mit 4000 Euro.

Neben Eber-Huber, der eine volle Stelle hat, sind vier Teilzeitkräfte hauptamtlich im „Lichtblick“ beschäftigt. Aufgrund von Krankheit, Rente und Umstrukturierungen stehen einige personelle Veränderungen an. Insgesamt arbeiten 45 Menschen im „Lichtblick“ sowie in seinen Läden und Projekten: Die meisten sind Besucher der Einrichtung, die als Mini-Jobber-, Ein-Euro-Jobber oder mit einer Ehrenamtspauschale tätig sind. Hinzu kommen ehrenamtliche Helfer, die keine Besucher sind und ohne Bezahlung mitmachen.

Es zeige sich immer deutlicher, dass eine zunehmende Anzahl von Männern und Frauen zwar noch arbeiten könne, aber nicht mehr auf den regulären Arbeitsmarkt vermittelbar sei. Sie seien den dortigen Bedingungen nicht gewachsen, so Eber-Huber. Er fordert deshalb die Einrichtung eines sogenannten dritten Arbeitsmarkts – bestückt mit Stellen, vor allem in sozialen Einrichtungen, die sozialversicherungspflichtig sind und bei denen die Beschäftigten so viel verdienen, dass sie ohne staatliche Unterstützung leben können.

 

Beratung, die Führung von 30 Treuhand-Konten, Unterstützung beim Schreiben von Bewerbungen und beim Ausfüllen von Unterlagen für Behörden, Hilfe bei der Haushaltsführung, Öffentlichkeitsarbeit waren einige der weiteren Aktivitäten der Tagesbegegnungsstätte im vergangenen Jahr. 

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz Mittelhaardter Rundschau - Nr. 74

Datum Mittwoch, den 28. März 2018

 

Seite 16

 

„Team Früchteteppich“  spendet dem Lichtblick 1000 Euro

Das „Team Früchteteppich“ aus St. Martin hat dem „Lichtblick“  1000 Euro gespendet. In rund 200 Arbeitsstunden hatten Rita und Hans Dick sowie Pia, Anke und Mareike Ruzika den Teppich aus Früchten und 40 Körnersorten geschaffen und über die Ausstellung des Teppichs in der Pfarrkirche St. Martin viele Spenden bekommen.

Wir danken ganz herzlich für die jahrelange Unterstützung !

Pressemitteilung

 

Neustadt, 17.Februar 2018

 

Fitnessfrühstück und Spende für den Lichtblick

 

VeniceBeach spendete großzügiges Frühstücksbuffet

 

So richtig schlemmen konnten die Besucher der Tagesbegegnungsstätte Lichtblick in der Amalienstraße 3 am Samstag. Eingeladen hatten die Betreiber der Fitnessanlage VeniceBeach aus der Roßlaufstrasse 9 in Böbig, einem Unternehmen der Pfitzenmeier Gruppe. Ab 9:00 Uhr zeigten Caroline, Suzan, Tanja, Lena und Paul, dass sie neben dem Umgang mit Fitness Geräten auch ein zünftiges Frühstücksbuffet anrichten können. Verschiedene  Sorten Wurst und Käse, leckere Brötchen, Gurken, Weintrauben und vieles mehr. 50 Eier aufschlagen und damit 2 große Schüsseln mit Rührei auf den Tisch und fertig war ein Buffet, das durchaus auch einem 3 Sterne Hotel Ehre gemacht hätte. Um 10 Uhr waren die Räume im Lichtblick proppenvoll. Die Besuchen ließen es sich schmecken und nebenbei wurde auch die aktuelle politische Lage diskutiert. Und dann kam der Knaller: Caroline, Tanja, Lena und Suzan überreichten dem Leiter des Lichtblick, Hans Eber-Huber, einen symbolischen Scheck über eine Spende von 1.800 €. Diese großzügige Spende wurde von MitarbeiterInnen und Mitgliedern vom VeniceBeach Club aufgebracht. Mit dieser Spende haben Unternehmen und  Spender auch auf ihre soziale Verantwortung am Standort Neustadt aufmerksam gemacht, denn: Der Lichtblick kann nur über Spenden weiter seine großartige und vom Ehrenamt getragene Arbeit Tag für Tag weiterführen.

Neue Öffnungszeiten im HausRat-Laden

(1. März bis 31. Oktober)

 

Der HausRat-Laden hat neue Öffnungszeiten.

 

Montag von 11 Uhr bis 17 Uhr

Dienstag von 11 Uhr bis 17 Uhr

Mittwoch Geschlossen

Donnerstag von 11 Uhr bis 17 Uhr

Freitag von 11 Uhr bis 17 Uhr

Samstag Geschlossen

 

Infos

Floh- und Krempelmarkt

 

 

Am Samstag 21.07.18 von 8 Uhr bis 17 Uhr

in den Nischen der Stiftskirche.

 

Am Samstag 04.08.18 von 8 Uhr bis 17 Uhr

in den Nischen der Stiftskirche.

 

Am Samstag 01.09.18 von 8 Uhr bis 17 Uhr

in den Nischen der Stiftskirche.

 

Wir freuen uns über Ihren Besuch.

Bei schlechtem Wetter findet der Flohmarkt im HausRatladen statt, Talstraße 5

22. Benefiz- Gala

 

Comedy- A Capella und Boogie-Woogie Piano

 

 

 

Mittwoch, den 7. November, 20 Uhr

 

Herrenhof, Neustadt-Mußbach

 

 

 

Mit:

 

 

 

 

 

 

 

Kabarett: Die 5 Pfälzer

 

alias Bernd Wittmann

 

A-Capella Kult aus Esthal: Die „Tonsucher“

und

 

am Piano: Dan Popek

 

Boogie-Woogie Rcok´n´Roll

Moderation: Hedda Brockmeyer

 

Vorverkauf: Buchhandlung Quodlibet oder

 

Tel. Reservierung : 06321-355340

 

Wir danken ganz herzlich dem Förderverein Herrenhof

 

 

Donnerstag, 15. November

 

19 Uhr

 

Casimirianum, Ludwigstraße 1:

 

 

 

 

 

Inge Hannemann- Vortrag

Die Hartz IV- Diktatur- eine Arbeitsvermittlerin klagt an…

 

 

 

Warum werden Hartz-IV-Empfänger in vielen Jobcentern zu Bittstellern degradiert? Warum schickt man hochqualifizierte Fachkräfte in sinnlose Fortbildungen? Und warum zählt nur noch die Statistik - und nicht der Mensch?

Die Hartz-IV-Rebellin deckt auf, was in den Jobcentern Deutschlands Tag für Tag geschieht, welche menschlichen Tragödien die Hartz IV-Sanktionen auslösen - und wie teuer das unseren Staat zu stehen kommt.

 

 

 

Eintritt frei- Spende erwünscht

 

und Diskussion

 

 

Mittwoch, 21. November

 

19 Uhr

 

Casimirianum, Ludwigstraße 1

 

 

 

Richard Brox- Lesung

 

 

 

 

 

Kein Dach über dem Leben- Biographie eines Obdachlosen  Die Straße ist ein gefährlicher Ort geworden für Berber, aber für Richard Brox war sie drei Jahrzehnte lang auch das Reich der Freiheit, der Selbstbestimmung und der Würde. Seine Website mit Tipps und Bewertungen sozialer Anlaufstellen in vielen Städten der Republik machte ihn zum wohl bekanntesten Obdachlosen Deutschlands. Hier erzählt er seine Geschichte, die erschütternden Erlebnisse eines begabten Jungen, der es schafft, aus den Gewalterfahrungen seiner Kindheit und der Drogenkarriere seiner Jugend auszubrechen und sich freizukämpfen. Ein Lehrstück über die Schattenseiten unserer Gesellschaft und ihre soziale Verwahrlosung.

 


"Wieviel Kraft hat dieser Mann aufwenden müssen, wie viele Abgründe erneut durchleben müssen, um diese ergreifende Biografie zustande zu bringen!" Günter Wallraff

 

Eintritt frei-  Spende erwünscht

 

 

Mittwoch, 28. November

 

19 Uhr

 

Casimirianum, Luidwigstraße 1

 

„Armut und Gesundheit“

 

Vortrag Dr. Wolfgang Hien

 

Armut macht krank - Krankheit macht arm: In diesen Teufelskreis geraten immer mehr Menschen im reichen Deutschland. Der Unterschied zwischen reich und arm wird größer, ebenso der Unterschied im Gesundheitszustand und in der Sterblichkeit. Skandalöse 10 Jahre Unterschied in der Lebenserwartung liegen - in Deutschland - zwischen arm und reich. Im Vortrag werden einige aktuelle Studien und Überlegungen zum Thema "Armut und Gesundheit" vorgetragen und zur Diskussion gestellt.

Dr. Wolfgang Hien ist Medizinsoziologe und Arbeitswissenschaftler und Lehrbeauftragter für Public Health an der Universität Bremen.
Übrigens: Wolfgang Hien ist im Erstberuf Chemielaborant. Er lernte 1975 bis 1968 in der BASF Ludwigshafen und wohnte in dieser Zeit im CJD Jugenddorf in Neustadt.

 

Eintritt frei- Spende erwünscht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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LB-Flohmarkt

Samstag 21. Juli

Stiftskirche

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Lichtblick

Jahresbericht 2017

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LICHTBLICK

NEUSTADT - WEINSTRASSE

Prot. Dekanat Neustadt u. Förderbeirat Lichtblick

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„Kein Problem wird gelöst, wenn wir träge darauf warten, dass Gott allein sich darum kümmert.“

Martin-Luther-King

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Aktualisiert am 11.07..2018

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