Die Rheinpfalz - Mittelhaardter Rundschau - Nr. 83

Samstag, den 9. April 2016

Ein Mann, ein Instrument

Der bekannte Cellist Thomas Beckmann spielt zugunsten des „Lichtblicks“ in der Neustadter Stiftskirche

Von Hildegard Janssen-Müller

Neustadt. Sehr gut besucht war am Donnerstagabend die Benefizveranstaltung „Beckmann spielt Cello“ in der Neustadter Stiftskirche. Der weltbekannte Musiker, Initiator und Mitbegründer des Vereins „Gemeinsam gegen Kälte“ Thomas Beckmann spielte zugunsten der Tagesbegegnung „Lichtblick“. Das Konzert war gleichzeitig der Auftakt zu den Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen der Neustadter Obdachloseneinrichtung.

 

Im Grunde war es ein doppeltes Jubiläum, denn auch der Verein „Gemeinsam gegen Kälte“ kann in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag feiern. Thomas Beckmann geht regelmäßig für ihn auf Benefiztourneen, um Obdachloseneinrichtungen unterstützen zu können (der Erlös des Konzerts in der Stiftskirche kommt dem Lichtblick-Arbeitsprojekt „Soli-Pakt“ zugute), aber auch, um mit seinem Cellospiel für Herzenswärme und Mitgefühl zu werben. Für sein soziales Engagement hat Beckmann 2013 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse erhalten. Und warm ums Herz wird den Konzertbesuchern schon bei den ersten Celloklängen, gleichsam der Begrüßung, bei der Beckmann sehr eindringlich die Szene „Der Schwan“ aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns wiedergibt. Das kurze Stimmungsbild umreißt bereits den ganz besonderen Reiz dieses außergewöhnlichen Konzerts: das Cello als Solo-Instrument, von dem nichts ablenkt, gespielt von einem begnadeten Musiker. Die Akustik der Stiftskirche trägt das ihre dazu bei, denn in ihr können die Töne sich entfalten, können den Raum mit Klang und Schwingungen füllen.

 

Den großen Auftakt macht der Cellist mit der Sonate Nr. V in e-Moll von Antonio Vivaldi, einer der wohl schönsten Barock-Sonaten für Cello, wie Beckmann anmerkt. In kurzen Worten erklärt er wesentliche Merkmale des Werks, so dass auch ungeübtere Konzertbesucher sich ein Bild von der Kompositionstechnik machen können. Voller Wehmut lässt er das erste Largo erklingen. Das Publikum scheint den Atem anzuhalten. Nicht einmal ein Hüsteln ist zu hören, allein das Cello. Lebhaft gestaltet sich der zweite Satz, ein Allegro mit Rondo-Charakter, lässt an einen anmutigen Tanz denken oder einen barocken Garten mit seinen Wasserspielen und Brunnen. Mit langen Bogenstrichen löst ein zweites Largo die heitere Stimmung auf, dunkle Töne setzen sich durch, bevor der vierte Satz mit Klängen, die nachhallen wie Rufe, die Stimmung wieder ins Unbeschwerte verkehrt. Das Publikum ist begeistert.

 

Auf die „Pièces en concert“ des französischen Komponisten François Couperin verzichtet Beckmann zugunsten des Stifts- und Bezirkskantors Simon Reicherts. Der nimmt an der neuen Edskes-Orgel noch einmal Vivaldi auf, das „Concerto d-Moll“, in der Bearbeitung von Johann Sebastian Bach, und zeigt mit Variationen von Tönen so leicht wie ein Hauch und wahrem „Orgelgebraus“ die Möglichkeiten, die in diesem Instrument stecken, aber auch noch einmal die Schönheit der Akustik.

 

Für den zweiten Teil des Konzerts hat Beckmann kleinere Stücke gewählt. Mit Peter Tschaikowskys „Valse sentimentale“ lässt er sein Cello von Einsamkeit und einer unendlichen Weite erzählen, lässt genüsslich den letzten tiefen Ton verhallen. Fritz Kreislers „Liebesleid“ und „Schön Rosmarin“ erfreuen mit Wiener Charme, viel Schmelz und gerade dem rechten Quäntchen Schmäh. Schlicht und voller Anmut erfüllt François Couperins „Pastorale“ die Kirche. Als einen weiteren Höhepunkt hat Beckmann die Bourrée von Bach gewählt, ein eindrucksvolles Beispiel für die Kompositionstechnik des Barock. Dass der Hörende den Tanz im mittleren Teil des Stück wie in einer Fantasiewelt, in einem Nebel wahrzunehmen scheint, hat Bach mit einem einfachen Kunstgriff bewirkt: Er hat das Thema in Moll gesetzt. Zurück in die reale Welt, zumindest in die Filmwirklichkeit führt Beckmann zum Abschluss des Konzerts mit einer Komposition aus „Ein König in New York“ von Charlie Chaplin, der selbst Cello gespielt hat: ein wenig sentimental, ein wenig heiter und mit hintergründigem musikalischen Humor.

Die (Rheinpfalz) berichtet über den Lichtblick Neustadt (Stand 04.02.2016)

Stadt Neustadt an der Weinstrasse - Suppe nicht alleine auslöffeln
Die Tagesbegegnungsstätte Lichtblick in der Amalienstraße gibt es seit 20 Jahren. Vor über 20 Jahren sind in Neustadt in einem kalten Winter zwei obdachlose Menschen in
Gartenhäuschen erfroren. Außerdem wurde die Bahnhofsmission geschlossen. Diese Ereignisse haben dazu geführt, dass im November 1996 die Tagesbegegnungsstätte Lichtblick eröffnete.

Gefeiert wird der 20. Geburtstag nicht. „Aber wir wollen uns mit Veranstaltungen bei
Menschen bedanken, die uns unterstützen“, sagt Hans Eber-Huber, der seit 1999 den
Lichtblick leitet.Es waren Männer und Frauen aus dem kirchlichen Umfeld, die sich damals für Obdachlose und Durchwanderer engagierten. Dazu gehörten Hermann Görl, Pfarrer der St.-Josephs-Kirchengemeinde, Herwig Rettig, Pfarrer in der Martin-Luther-Kirchengemeinde, und Ernst Ohmer, Sprecher des 1999 gegründeten Förderbeirats. 1995 startete eine Suppenküche, täglich wurde eine dicke Suppe im Altenheim St. Ulrich gekocht, der Club Behinderter und ihrer Freunde übernahm ehrenamtlich Fahrdienste. Doch mussten die Initiatoren die Suppe meistens allein auslöffeln. „Wir haben dann einen Raum gesucht“, berichtet Ernst Ohmer. Er und zwei Freunde
entschlossen sich, ein Haus in der Amalienstraße zu kaufen. Die ehemaligen Stallungen des Gebäudes wurden in Eigenleistung zur Tagesbegegnungsstätte umgebaut. Träger der Einrichtung war der Caritas. Caritas, Diakonisches Werk, das Land, die Stadt und später auch der Landkreis Bad Dürkheim beteiligten sich an der Finanzierung, doch ein großer Teil der Ausgaben wurde durch Spenden finanziert. „Das Sozialamt der Stadt hatte sich lange gegen die Einrichtung des Lichtblicks gesträubt, und die Stadt wollte sich auch nicht an den Kosten beteiligen, da man so eine Einrichtung als nicht notwendig ansah“, erinnert sich Ohmer. Schwester Pat Casey war es, die den Lichtblick in der Anfangszeit prägte. Die Nonne des Ordens der Franziskanerinnen St. Paul im amerikanischen Minnesota war durch ein Austauschprogramm ihres Ordens nach Europa gekommen und gehörte dem Herz-Jesu-Kloster an. Mit großem Engagement stürzte sie sich in den Aufbau des Lichtblicks, hatte vor allem für „Berber“, wie sich Durchwanderer nennen, aber auch für „Stadtratten“, die Obdachlosen, ein großes Herz. Mit der Zeit gab es jedoch Probleme. Die Caritas zog sich aus der Trägerschaft zurück,
Beschwerden von Nachbarn häuften sich, Schwester Pat beendete ihre Arbeit. Der damaligen Dekanin Heide Müller war der Lichtblick eine Herzensangelegenheit, und so übernahm das protestantische Dekanat ab Januar 1999 die Trägerschaft. Es war klar, dass die Arbeit professionalisiert werden sollte. Hans Manger leitete das Haus kommissarisch. Mit Hilfe von Fördermaßnahmen des Arbeitsamtes wurden ab März 1999 zwei Stellen eingerichtet. Sigrid Wehr, die inzwischen in Rente ist, und der Sozialarbeiter Hans Eber-Huber wurde als Leiter eingestellt. „Nach drei Wochen wollte ich wieder aufhören“, erinnert sich Eber-Huber. Er machte weiter, führte feste Angebote, wie Spielekreis oder Fußballclub ein, die den Tag strukturierten, es wurden Regeln und Sanktionen erlassen. So durfte in den Räumen nicht geraucht und kein

 

Die Idee ist bestechend: Weil vom „Lichtblick“ betreute Menschen ihre Finanzen nicht im Griff haben, regelt das Verwaltungsamt des protestantischen Kirchenbezirks Neustadt dies für sie. Die Arbeit wird aber immer mehr, der Aufwand ist hoch. Doch wer bezahlt das?

13.000 Euro – über Kosten in dieser Höhe hat die Bezirkssynode des protestantischen Kirchenbezirks (Dekanat) Neustadt bei der Beratung des Haushalts 2015/16 am Samstag im Gemeindezentrum Branchweilerhof diskutiert. Der Etatposten ist neu und umfasst jenen Aufwand, den das Verwaltungsamt des Dekanats jährlich hat, weil es die Konten von Menschen verwaltet, die die Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick“ betreut. Doch wie sollen die 13.000 Euro gedeckt werden? Vom Dekanat, durch zusätzliche Spenden oder aber direkt von den 19 Kirchengemeinden über eine höhere Umlage?

Die Sache ist knifflig. Zunächst einmal muss das Verwaltungsamt selbst mit weniger Geld zurechtkommen. Denn: Die 14 Verwaltungsämter innerhalb der Evangelischen Kirche der Pfalz müssen insgesamt 700.000 Euro einsparen. Um diesen Betrag streicht die Landeskirche die Zuweisungen. Für Neustadt bedeutet das: Statt 340.000 gibt es nur noch 325.000 Euro jährlich. Gleichzeitig nehmen immer mehr Menschen, die vom „Lichtblick“, der Tageseinrichtung für Wohnungslose und sozial benachteiligte Menschen in Trägerschaft des Dekanats, das Angebot an, dass ihr Konto mitverwaltet wird. Mittlerweile ist es fast eine halbe Million Euro, die das Verwaltungsamt dabei jährlich „umschlägt“, und das ist nicht mehr einfach so zu leisten, wie dessen Leiter Uwe Glaß deutlich machte.

Diese besondere Form der Hilfe sei wichtig, war sich die Synode einig. Und auch wenn dies eigentlich Aufgabe der Kommune wäre, sollte daran festgehalten werden, zumal der „Lichtblick“ mit seiner Arbeit die Kirchengemeinden entlaste. Allerdings stünden viele Kirchengemeinden finanziell nicht besser da als der Gesamtkirchenbezirk. Daher sollte, bevor die Gemeinden stärker zur Kasse gebeten werden, zunächst alles versucht werden, um auf andere Weise an Geld zu kommen. Spenden, Sonderkollekten, Gespräche mit Kommune, Diakonie und Caritas sowie den katholischen Gemeinden seien notwendig. Unter dem Vorbehalt, dass dies geschieht, stimmte die Synode dem Doppelhaushalt zu.

Ebenso intensiv beraten hatte sie zuvor über die Kosten der Jugendarbeit. Es ging vor allem um den Haushaltsansatz für Freizeiten, der oft für hohe Defizite gesorgt hatte – auch deshalb, weil keine kostendeckenden Elternbeiträge erhoben worden waren. Das hat sich seit 2013 gebessert, und Haushaltsdisziplin soll 2015/16 fortgesetzt werden.

Diskutiert wurde deshalb, weil ein Teil der Synode der Meinung war, dass gar nicht genug Geld in die Jugend als Zukunft der Kirche investiert werden kann. Zudem seien nicht alle Eltern in der Lage, für eine Freizeit zu zahlen. Dass der Kirchenbezirk nirgendwo mehr Geld als in die Jugendarbeit investiere, hielt Dekan Armin Jung dem entgegen. Es gehe auch nicht um Pro oder Kontra Jugendarbeit, sondern um ein gutes Wirtschaften. Auf Anregung ihres Vorsitzenden Gernot Kramer stimmte die Synode zu, bei einer künftigen Sitzung die Jugendarbeit als Schwerpunkt aufzugreifen. (ahb)

 

Quelle: Die Rheinpfalz-Neustadt

Einwurf - Noch mehr Spenden

Von Anke Herbert Rheinpfalz-Neustadt

Das protestantische Dekanat Neustadt ist Träger der Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick“. Finanziert wird sie fast allein aus Spenden, ergänzt durch den ehrenamtlichen Einsatz vieler Helfer. Da wird es schwerfallen, zusätzliches Geld einzuwerben, um das Verwaltungsamt des Dekanats zu entlasten – so sinnvoll es auch ist, benachteiligten Menschen dabei zu helfen, ihr Geld richtig zu verwalten. Mit der Debatte, wer das bezahlen soll, sind der Kirchenbezirk und seine 19 Gemeinden spätestens jetzt dort angekommen, wo schon viele andere Kirchenbezirke und die Kommunen stehen: beim Verteilungskampf ums immer knapper werdende Geld. Zwar gibt es noch Rücklagen; doch sind die nur noch ein Notgroschen statt unbegrenzte Deckungsreserve.

Die „Rheinpfalz“ berichtete am 7. MÄRZ 2014 (Stadt)

 

710 Menschen waren14.500 mal im Lichtblick. Mehr Besucher und mehr Mittagessen in der Neustadter Tagesbegegnungsstätte – Patenschaften sorgen für Planungssicherheit. 

Die Anzahl der Besucher der Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick“ ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. 710 Männer, Frauen und Kinder waren insgesamt 14.522 mal im „Lichtblick“ zu Gast, heißt es im Jahresbericht der Begegnungsstätte.

 

Somit wurden 2013 fast 900 Besuche mehr als 2012 (13.653 Besuche) registriert und fast 4.300 mehr als im Jahre 2007 (10.277), in dem erstmals die 10.000er Grenze überschritten worden war. Kontinuierlich gestiegen ist auch die Anzahl der Mittagessen, die im „Lichtblick“ ausgegeben wurden. 2008 waren es 4.493 Essen und im vergangenen Jahr mit 9306 Essen mehr als doppelt so viele. Das alles sei nur mit der Unterstützung Ehrenamtlicher und dank Sach- und Geldspenden zu bewältigen, betont Hans Eber-Huber, der Leiter der Tagesbegegnungsstätte. Neben ihm, der eine Vollzeitstelle hat, sind zwei Teilzeitkräfte, zwei Midi-Jobber und fünf Mini-Jobber im „Lichtblick“ und bei dem Projekt „Soli-Pakt“ beschäftigt.Die Stelle von Eber-Huber wird von der Stadt finanziert, ein Teil der weiteren Personalkosten zahlt das Jobcenter Deutsche Weinstraße. Der Rest der Personalkosten muss, ebenso wie die gesamten Sachkosten, über Spenden abgedeckt werden. Deshalb sei es besonders erfreulich, dass das Ziel, jährlich 25.000 Euro durch Patenschaften einzunehmen, inzwischen fast erreicht sei. „Wir haben derzeit Zusagen für 24.320 Euro, das gibt uns eine gewisse Planungssicherheit“, sagt Eber-Huber. Neben den Einnahmen durch Patenschaften würden aber weitere Spenden benötigt.

 

Wie Eber-Huber berichtet, engagieren sich derzeit 48 Männer und Frauen regelmäßig ehrenamtlich im „Lichtblick“. So haben Ehrenamtliche im vergangenen Jahr etwa 1.500 Beratungsgespräche geführt, unter anderem zu Leistungen von Arbeitsagentur, Jobcenter, Krankenkassen, Wohngeldstelle, Anträgen auf Erwerbsminderungsrente, Insolvenzen und Ähnlichem. Einige der Ehrenamtlichen sind aufgrund ihrer früheren beruflichen Tätigkeit Experten in diesen Bereichen. Mitarbeit in der Küche, Haare schneiden, Fußpflege, die Betreuung der Kleiderkammer, Handwerkerarbeiten und die Ausrichtung des Tanzcafés sind einige der weiteren Tätigkeiten von Ehrenamtlichen. 

 

Wie Eber-Huber berichtet, werden Ehrenamtliche gesucht, die bereit sind, Menschen zu unterstützen, die in Wohnungen leben, die vom „Lichtblick“ angemietet werden. Derzeit sind es vier Wohnungen. „In Neustadt und Umgebung gibt es nur wenige bezahlbare Single-Wohnungen“, weiß Eber-Huber. Deshalb möchte man weitere größere Wohnungen mieten, in denen mehrere Menschen als Wohngemeinschaft leben können. Wie „groß die Wohnungsnot ist“, zeige sich auch daran, dass im vergangenen Jahr 190 Männer und Frauen den „Lichtblick“ als Postadresse nutzten, weil sie keine Wohnung hatten. Eine feste Adresse ist Voraussetzung, um Leistungen wie Arbeitslosengeld oder Rente ausgezahlt zu bekommen. Von diesen 190 Personen waren nach Angab-

en von Eber-Huber 105 unter 35 Jahre alt; 126 der 190 hatten ihren Lebensmittelpunkt in Neustadt an der Weinstraße. 

 

Beim Arbeits- und Beschäftigungsprojekt „Soli-Pakt“, bei dem Menschen tätig sind, die auf dem regulären Arbeitsmarkt keine Chance haben, wurden die Zuschüsse vom Jobcenter von ursprünglich ca. 20.000 Euro auf 1.800,00 Euro im Jahr 2013 gekürzt. Trotz des daraus entstehenden Defizits wolle man das Projekt weiterführen, da eine sinnvolle Beschäftigung wichtig für das Selbstwertgefühl der Betroffenen sei. 

 

Etwa 1.150 Frauen und Männer haben nach Angaben von Eber-Huber 2013 die Kleiderkammer des „Lichtblick“ genutzt. 37 Treuhandkonten wurden geführt. Groß sei auch die Nachfrage beim Möbellager. (ann) 

Mit frdl. Genehmigung von Annegret Ries

Die Rheinpfalz berichtete am 3.2.2014 

„Lichtblick“ in Neustdt sucht gebrauchte Fahrräder 

Neues Arbeits- und Beschäftigungsprojekt ab März - Radreparatur für sozial Schwache zum Selbstkostenpreis. Die Tagesbegegnungsstätte Lichtblick sucht für das neue Arbeits- und Beschäftigungsprojekt „Zwei-Rat“ gebrauche Fahrräder, die nicht mehr benötigt werden. Das Projekt soll Anfang März starten. ... mehr

 

Die Rheinpfalz vom 7.2.2014 - Kultur Regional - Kultur-Magazin 

Bekannter Cellist spielt für "Lichtblick" 

Der international gefeierte Cellist Thomas Beckmann aus Düsseldorf gibt im Rahmen seines Engagements für Obdachlose am Dienstag, 18. März, 20 Uhr, erstmals ein Benefizkonzert zugunsten der Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick“ in der Neustadter Stiftskirche.  ... mehr

"Lichtblick": Tolle Resonanz nach Rheinpfalz-Artikel

Wie berichtet, wird die Tagesbegegnung Lichtblick demnächst einen
Gebrauchtladen für Fahrräder eröffnen und sucht nun gebrauchte Räder.
In den vergangenen Tagen hielt das Telefon im Lichtblick nicht still. ... mehr

Die Rheinpfalz vom 7.2.2014 - Kultur Regional - Kultur-Magazin

Bekannter Cellist spielt für "Lichtblick"

Der international gefeierte Cellist Thomas Beckmann aus Düsseldorf gibt im Rahmen seines Engagements für Obdachlose am Dienstag, 18. März, 20 Uhr, erstmals ein Benefizkonzert zugunsten der Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick“ in der Neustadter Stiftskirche. Nachdem 1993 in seiner Heimatstadt in der Vorweihnachtszeit zwei obdachlose Frauen erfroren waren, gründete der heute 56-Jährige den Verein „Gemeinsam gegen Kälte“. Daraus entwickelte sich eine bundesweite Hilfsaktion für arme und obdachlose Menschen, die Beckmann regelmäßig durch die Erlöse aus Benefizkonzerten unterstützt. Auch in Neustadt spielt Beckmann ohne Gage. Der gesamte Erlös kommt hier aber dem „Lichtblick“ zugute, der dieses Geld gut gebrauchen könne, wie Hans Eber-Huber, der Leiter der Einrichtung, sagt. Es solle für das Projekt „Solipakt“, das Besuchern des „Lichtblicks“ eine Arbeitsmöglichkeit bietet, verwendet werden. Beckmann wird die Sonate in e-Moll für Violoncello von Vivaldi, Solo-Suiten von Bach sowie das Stück „Oh! That Cello“ von Charlie Chaplin spielen, der nicht nur ein großartiger Komiker war, sondern auch die Musik zu vielen seiner Filme selbst komponierte. Bei dem Konzert wird außerdem eine Chorgemeinschaft des katholischen Kirchenchors Diedesfeld und der Lindenberger „Cantica Nova“ mitwirken. Karten in der Buchhandlung Quodlibet oder unter 06321/355340. (ann) Mit frdl. Genehmigung von Annegret Ries

 

Die „Rheinpfalz“ berichtete am 19.12.2013:

Die Familie feiert mit der Gemeinde

Im Gemeindezentrum Branchweilerhof und im Lichtblick wird Weihnachten gefeiert – Gäste willkommen 

Heiligabend und Weihnachten alleine verbringen, das muss in Neustadt nicht sein. Neben zahlreichen Gottesdiensten gibt es in der Tagesbegegnungsstätte Lichtblick und in der evangelischen Martin-Luther-Kirchengemeinde Gelegenheit, die Weihnachtsbotschaft zu hören.Für den Leiter der Tagesbegegnungsstätte Lichtblick, Hans Eber-Huber, ist klar: „Die Weihnachtsfeier ist bei unseren Besuchern ein zentrales Ereignis. Wir haben einen traditionellen Ablauf mit festen Programmpunkten.“ Der Lichtblick ist auch an Heiligabend geöffnet. Ab 10 Uhr gibt es Frühstück, gegen 12 Uhr Mittagessen. Das Weihnachtsprogramm beginnt um 13 Uhr mit dem Posaunenchor Hambach-Winzingen. „Die Musiker spielen im Freien, denn im Gebäude reicht der Platz nicht für alle“, so Eber-Huber. 40 bis 50 Besucher kommen im Schnitt zur Weihnachtsfeier.Dekan Armin Jung gestaltet eine Andacht drinnen im Warmen. Doch meist bekommen nicht alle einen Sitzplatz. „Es ist eng, aber gemütlich“, betont Eber-Huber. Teilnehmer sind Menschen, die ohnehin fast täglich den „Lichtblick“ besuchen. Menschen, die keine Wohnung haben, arm sind oder in einer sozialen Notlage. Manchmal ausgegrenzt, weil sie nicht in das gängige Schema der Gesellschaft passen. Oft sind es Alleinstehende, aber auch Familien mit Kindern sind darunter.

Nach der Andacht werden Weihnachtslieder gesungen, und Eber-Huber reflektiert auf Pfälzisch das Geschehen des Jahres 2013. Der Nikolaus mit dem passenden Namen Klaus verteilt Päckchen an die Kinder. Die Präsente wurden von der Kindergottesdienstgruppe der Paulusgemeinde Hambach gesammelt. Die Erwachsenen erhalten Pakete mit nützlichem Inhalt wie Hygieneartikeln, Kleidung, Büchern. Tabak sei häufig ein willkommenes Geschenk, sagt Eber-Huber. Um 16 Uhr schließt der „Lichtblick“, doch auf der Straße landet niemand, auch wenn das Übernachtungsheim geschlossen ist (wir berichteten gestern). Die Solidarität unter den Lichtblickbesuchern sei groß, so komme jeder bei Freunden oder Bekannten unter, betont Eber-Huber.

Aus einer Weihnachtsfeier für Obdachlose hat sich die „Offene Heilige Nacht“ im Gemeindezentrum Branchweilerhof der evangelischen Martin-Luther-Gemeinde entwickelt. Pfarrer Herwig Rettig, der seit acht Jahren im Ruhestand ist, war zunächst für die Organisation verantwortlich, jetzt kümmert sich Pfarrer Jürgen Leonhard mit seiner Frau Sabine Leonhard-Seybold um die Gestaltung des Abends. Zunächst gibt es um 19 Uhr eine besinnliche Andacht, bei der ein Team von Ehrenamtlichen mit Vikar Tobias Dötzkirchner und Familie Leonhard die Federführung hat. Dötzkirchner ist seit August in der praktischen Ausbildung zum Pfarrer für ein Jahr an der Martin-Luther-Gemeinde tätig. Hier lernt er, wie die Seelsorger auf die Menschen und ihre Anliegen zugehen – ein Aspekt, der beim Studium eher im Hintergrund steht. Zusammen mit seinem Mentor Pfarrer Leonhard wird er sich in dem Gottesdienst auf die Geschichte des Verkündigungsengels konzentrieren.

 
„In dieser dunklen Jahreszeit geht es um das Licht, das durch die Weihnachtsbotschaft in die Welt kommt“, sagt Dötzkirchner. Er sieht die offene heilige Nacht als eine Besonderheit, in der das Fest in der Gemeinschaft zu erleben sei, nicht vergleichbar mit einem Gang über den Weihnachtsmarkt oder einem weihnachtlichen Fernsehabend. Während er sich zusammen mit Jürgen Leonhard um die Inhalte des Gottesdienstes kümmert, befassen sich seine Söhne mit der musikalischen Gestaltung. Der 16-jährige Lukas spielt im Gottesdienst Klavier, der 13-jährige Tobias Trompete. Mutter Sabine Seybold-Leonhard plant das anschließende Festmahl. Weil sich die gesamte Familie einbringt, verbringt Familie Leonhard seit acht Jahren Heiligabend im Dienste der Gemeinde und ist dabei doch als Familie zusammen. „Wir achten dann darauf, dass der erste Weihnachtsfeiertag ganz der Familie vorbehalten ist“, sagt Seybold-Leonhard. Sie weiß, dass die Besucher aus ganz unterschiedlichen Gründen an der Feier teilnehmen. Einsame Menschen, aber auch Familien, die aus Solidarität teilnehmen. Und manchmal auch Lkw-Fahrer, die spontan kommen, wenn sie hier ihre Ruhepause über die Feiertage einlegen.
 

Wie jedes Jahr ist das mehrgängige Festmahl mit Suppe, Gulasch, Beilagen, Salaten und Dessert kostenlos. Wer möchte, darf mit einer Geldspende zur Finanzierung beitragen. Bislang sind rund 40 Personen angemeldet. (kle)

InfoTagesbegegnungsstätte Lichtblick, Amalienstraße 3, Telefon 06321/355340;Gemeindezentrum Branchweilerhof (8a), Anmeldungen zur Offenen Heiligen Nacht unter 06321/12484. (kle)

Mit frdl. Genehmigung von Heike Klein

Die „Rheinpfalz“ berichtete am 18.12.2013 

Durchwanderer in die Amalienstraße

Stadt will bei extremer Kälte Übernachtungsmöglichkeit bieten – Obdachlosen fehlt das Bodelschwinghhaus 

Ab Januar soll das derzeitige Asylbewerberheim in der Amalienstraße bei „extremer Kälte“ als Unterkunft für Durchwanderer genutzt werden. Das hat Sozialdezernent Ingo Röthlingshöfer (CDU) auf Anfrage mitgeteilt.Seit der Schließung des Bodelschwinghhauses im August kämen kaum noch Durchwanderer nach Neustadt, weiß Hans Eber-Huber, Leiter der Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick“. Für Obdachlose aus Neustadt habe sich die Situation verschärft. Weder das Diakonische Werk noch die Stadt hatten sich nach dem Ausscheiden eines ehrenamtlichen Mitarbeiters bereiterklärt, die zusätzlich anfallenden Personalkosten für das Bodelschwinghhaus zu tragen. Wie berichtet, ziehen die Asylbewerber im Januar in das Gebäude der ehemaligen Orthopädischen Fachklinik in Haardt um. Es habe bislang keinen Bedarf für Übernachtungsmöglichkeiten für Durchwanderer gegeben, teilte Bürgermeister Röthlingshöfer jetzt mit.

 
Wenn gelegentlich doch noch ein Durchwanderer in den „Lichtblick“  kommt, versucht ihn Eber-Huber in Einrichtungen umliegender Städte unterzubringen. Das werde aber zunehmend schwieriger. Denn seit es kälter geworden sei, seien diese Häuser in der Regel voll. Das sei zum Teil auch darauf zurückzuführen, dass die Plätze fehlen, die es im Bodelschwinghhaus gab. „Im Christophorus-Haus in Kaiserslautern übernachten die Leute derzeit sogar im Flur“, berichtet Eber-Huber.

 
Teilweise geradezu dramatisch sei die Situation für Obdachlose aus der Region. Die konnten bis zur Schließung des Bodelschwinghhauses dort immer mal wieder für einige Nächte unterkommen. Nach seinen Informationen haben derzeit 66 Männer und Frauen aus Neustadt und dem Landkreis Bad Dürkheim keine Meldeadresse. „Die Leute haben keine Wohnung und übernachten mal hier und mal dort“, berichtet Eber-Huber. Ein Teil dieser Männer und Frauen sei in Haft oder einer psychiatrischen Klinik gewesen und habe nach der Entlassung keine Wohnung gefunden. Andere fänden nach einer Trennung von ihrem Partner oder ihrer Partnerin keine Wohnung mehr.
 

„Es gibt in Neustadt keine kleinen Wohnungen für Leute, die von Sozialleistungen oder Hartz IV leben“, verweist Eber-Huber auf ein Problem, für das er schon seit Jahren immer wieder eine Lösung anmahnt. „Bisher haben wir für jeden, der keine Übernachtungsmöglichkeit hat, irgendwie eine Notlösung gefunden, aber es wird immer schwieriger“, berichtet Eber-Huber. Oft bestehe die Notlösung darin, dass Besucher des „Lichtblicks“ Obdachlose einige Nächte bei sich schlafen lassen, obwohl sie selbst kaum Platz haben. „Für viele ist die Frage der Übernachtung zu einem Überlebenskampf geworden, und sie haben deshalb gar keine Möglichkeit mehr, sich um andere Dinge zu kümmern und so zu versuchen, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen“, berichtet Eber-Huber. Das Bodelschwinghhaus habe diesen Menschen zumindest für eine begrenzte Zeit Sicherheit geboten. (ann) 

Mit frdl. Genehmigung von Annegret Ries

Die „Rheinpfalz“ vom 24.6.2013: Preiswerter Wohnraum ist knapp

In Neustadt und Umgebung herrscht Wohnungsnot, wenn auch nicht für alle. Wer es sich leisten kann, findet seine vier Wände. Es trifft vor allem die Unterprivilegierten. Darüber klagen Beratungsstellen, Kliniken und soziale Organisationen. Sie sprechen von einem der dringlichsten Probleme, um die sich die Politik kümmern müsse. 

Von Stephen Wolf

 
Die 66 Jahre alte Antonia fürchtet, dass sie bald ihre Mietwohnung verlassen muss. Das Haus, in dem sie wohnt, soll bald verkauft werden. Aus Sicht der gelernten Friseurin kommt das einer existenziellen Bedrohung gleich. „Ich höre immer wieder, dass es für Rentner schwierig ist, eine neue Wohnung zu finden“, sagt die verwitwete Frau.Das können der gelernte Starkstromelektriker Karl-Heinz und der frühere Promoter Rainer nur bestätigen. Beide Männer sind obdachlos. Sie beziehen zwar Grundsicherung, aber eine Wohnung finden sie einfach nicht. Wie Antonia, so sitzen auch die beiden Männer in der Tagesbegegnungsstätte Lichtblick. „Ist es denn zu viel verlangt, eine kleine Wohnung zu bekommen?“, fragt der 71 Jahre alte Rainer.

 
Das sind keine Einzelbeispiele. Der Leiter des Lichtblick, Hans Eber-Huber, geht davon aus, dass mehrere hundert Frauen und Männer in Neustadt und im Kreis Bad Dürkheim von Wohnungsnot betroffen sind: „Allein bei uns haben über 130 Personen eine Postadresse“, sagt er. Alkoholiker, Junkies, aber auch verarmte Rentner, alleinstehende Mütter oder junge Arbeitslose – sie alle können sich trotz Grundsicherung keine Wohnung leisten.

 
Für die Wohnungsnot gibt es verschiedene Gründe. Der soziale Wohnungsbau ist in den vergangenen Jahrzehnten zurückgegangen. Auf der anderen Seite steigen bundesweit die Mietpreise. Neustadt ist keine Ausnahme. Jene 250 Euro plus den Satz für die Nebenkosten, die das Jobcenter einer Einzelperson für die Miete einer Wohnung von maximal 50 Quadratmeter bereitstellt, reiche oftmals nicht aus, berichtet Eber-Huber. Dann gibt es noch die Ressentiments vieler Vermieter oder hohe Maklerkosten.

 
„In Neustadt haben wir akute Wohnungsnot, die angegangen werden muss“, fordert der Sozialarbeiter. Dabei ist er nicht allein. Zahlreiche Mitarbeiter anderer Institutionen schlagen Alarm.

 
„Auch wir machen die Beobachtung, dass vor allem Menschen betroffen sind, die über ein geringes Einkommen verfügen“, sagt etwa Ulrich Hochlechner, Regionalbeauftragter beim Haus der Diakonie in Neustadt. Doch gehörten mittlerweile nicht nur Sozialfälle zu den Problemfällen; „auch Senioren, Mütter und junge Erwachsene haben Schwierigkeiten, eine bezahlbare Wohnung zu finden“, sagt er. Seine Kollegin Karin Schnorr berät bei der Diakonie schwangere Frauen, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden. Aus ihrer Sicht engagiert sich die Stadt zu wenig: So lägen Mieten und Nebenkosten oftmals über dem Regelsatz. So müssten betroffene Frauen den fehlenden Betrag von dem Geld nehmen, dass sie eigentlich für ihren Lebensunterhalt benötigen. Sie sparen sich die Miete buchstäblich vom Mund ab.

 
Aber die schwierige Suche nach einer bezahlbaren Wohnung trifft auch junge Menschen und Senioren. Altersarmut, etwa wenn der Ehepartner gestorben ist, treffe heute immer mehr Menschen, berichtet Karin Rudolph von der Patientenberatung des Hetzelstifts. Auf der Suche nach einer kleineren Wohnung landeten manche Alte dann irgendwo im Pfälzerwald, ohne Bezug zur Umgebung, ohne soziale Bindungen und im schlimmsten Fall ohne echte Verkehrsanbindung.

 
Ähnlich deprimierend wirke sich die erfolglose Wohnraumsuche auch auf junge Menschen aus. Gerade junge Erwachsene hätten ohne gut bezahlte Arbeit kaum Chancen auf dem Wohnungsmarkt, sagt Doris Pflüger vom sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamts. Das gelte umso mehr für arbeitslose Jugendliche: „Das macht für viele die Lebensplanung unmöglich“, sagt die Sozialarbeiterin.

 
Dass es ohne Wohnung nicht geht, liege auf der Hand. Dass ein selbstbestimmtes Leben ohne Wohnsitz für die meisten Jugendlichen nicht denkbar ist, zeigt sich auch in der psychiatrischen Klinik Sonnenwende in Bad Dürkheim. Wie Sozialarbeiter Gregor Otten sagt, „feilschen“ manche wohnsitzlose Patienten mittlerweile darum, in dem Fachkrankenhaus bleiben zu dürfen, selbst dann, wenn Ärzte sie entlassen wollen. „Das zeigt, wie sehr sich die Patienten unter Stress gesetzt fühlen“, sagt der Sozialarbeiter.

 
Auch im Frauenhaus in Neustadt kennt man das Problem. „Frauen, die bei uns leben, finden keine neue Wohnung, und andere Frauen, die zu uns kommen wollen, finden daher bei uns keinen Platz“, sagt Jutta Waizenegger vom Frauenhaus. Nicht selten seien seelische Krankheiten die Folge, deren Behandlungskosten von der Allgemeinheit getragen werden. Dass die Wohnungsnot bei bestimmten gesellschaftlichen Gruppen die möglichen Kosten für das Gesundheitssystem erhöht, daran zweifelt kaum jemand aus dem Kreis der sozialen Einrichtungen.

 
Daher sind sich die meisten Mitarbeiter sozialer Einrichtungen einig, dass es so nicht mehr weitergehen kann. „Es geht den Verantwortlichen offenbar nicht darum, wer etwas benötigt. Es geht darum, mögliche Kosten an andere Stellen weiterzureichen, sagte eine der Sozialarbeiterinnen, die allerdings nicht genannt werden will. Manche Kollegen sprechen von einem Drehtür-Effekt, was bedeutet, dass viele der Klienten wieder in den Institutionen landen und die tatsächlichen Leiden auch aufgrund der Wohnungsnot verstärkt werden. „Es ist daher dringend nötig, das sich endlich die Politik nicht nur in Neustadt, sondern im gesamten Kreis Bad-Dürkheim mit dem Thema auseinandersetzt“, fordert Sozialarbeiter Gregor Otten.

 
Die Frage ist wie. Die Einführung einer Mietpreisbremse – CDU und SPD schlagen das vor – wird zumindest von Vermieterseite kritisiert. Als „Wahlkampf auf dem Rücken der privaten Vermieter“, kritisiert Verbandsdirektor der Organisation Haus & Grund Rheinland-Pfalz den Vorschlag. Und Sozialdezernent Ingo Röthlingshöfer (CDU) geht davon aus, dass dadurch nicht etwa die nötigen Wohnungen gebaut werden. Auch der Bau neuer Sozialwohnungen scheide aufgrund der EU-Vorgaben aus. Bleibe nur die weitere Förderung der betroffenen Menschen. Diese müsse man intensiv betreuen. Für Antonia, Karl-Heinz und Rainer ist das wenig hilfreich. Meinung am Montag

 
auf Lokal
 seite 2 „Mietpreisbremse nutzt nichts“

Meinung am Montag: Sozialdezernent Ingo Röthlingshöfer zum fehlenden Sozialwohnungsbau und Hilfen für Wohnungslose

 
Herr Röthlingshöfer, soziale Organisationen in Neustadt warnen, die steigende Wohnungsnot zementiere die soziale Ungleichheit und benachteilige zunehmend Frauen und Senioren. Muss die Stadt nicht handeln?Zunächst einmal stellt sich aus meiner Sicht die Frage, inwieweit solche Problemlagen repräsentativ sind. Zum anderen stellt sich die Frage, wie überhaupt eine Kommune entgegensteuern könnte.

 
Sie bestreiten, dass es zu wenig erschwingliche Wohnungen gibt?Nein. Ich weiß, dass es Menschen gibt, die große Schwierigkeiten haben, eine bezahlbare Wohnung zu bekommen. Aber ich sehe nicht die Dramatik wie die Verantwortlichen in den sozialen Einrichtungen. Ich kenne auch viele Gegenbeispiele. Es gibt durchaus viele Mieter, die eben keine Probleme haben, eine bezahlbare Wohnung in der Stadt zu finden.

 
Dennoch gibt es sie. Hans Eber-Huber, Leiter der Tagesbegegnungsstätte Lichtblick, spricht von einigen hundert Menschen. Kann man sie im Stich lassen?Nein. Und das tut hier auch niemand. So haben beispielsweise die Empfänger von Grundsicherung einen Anspruch auf eine angemessene Übernahme der Miet- und Nebenkosten, die unabhängig vom Lebensunterhalt vom Job-Center bis zu einer bestimten Höhe übernommen wird.

 
Das reicht nicht, heißt es von den Organisationen. Immerhin seien die Mietpreise in den vergangenen Jahren rasant gestiegen.Es gibt klare Vorgaben an das Jobcenter. Sie richten sich nach dem Bedarf, aber auch die Preissteigerungen werden dabei berücksichtigt.Wir gehen davon aus, dass wir mit dem schlüssigen Konzept den Ansprüchen des Bundessozialgerichts genügen.

 
Auch auf dem Wohnungsmarkt bestimmt die Nachfrage die Preise. Sie sind auch Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Neustadt (WBG). Wie wäre es mit einer Reanimation des sozialen Wohnungsbaus?Leicht gesagt. Das ging früher zwar, aber heute sind solche Subventionen aufgrund der Gesetzgebung in der Europäischen Union (EU) nicht mehr möglich. Die Gemeinnützigkeit, die der deutsche Staat sich auf die Fahnen geschrieben hat, ist in der EU kein Thema. Dort sieht man die Wohnungen ganz nüchtern als Vermögenswerte. Davon abgesehen hält die WBG in der Stadt immerhin noch 2200 Wohnungen, die für untere und niedrige mittlere Einkommen preislich attraktiv sind. Das Problem ist aber, dass es die Bewohner aus eben genau diesem Grund dort lange aushalten und daher wenig Wohnungen bereitstehen für die anderen, die es nötig hätten.

 
Das beweist ja, dass es Bedarf gibt. Und wenn sie schon aufgrund von EU-Bestimmungen den sozialen Wohnungsbau nicht mehr ausweiten können, wieso kann man nicht private Investoren zu Wohnungsbau motivieren?Das kann man. Aber leider nur in dem Bereich, der sich aus Sicht von Geldgebern bezahlt macht. Daher nutzt ja auch eine Mietpreisbremse nichts. Das würde nämlich die Gewinne der Investoren schmälern. Daher würden dadurch nicht etwa die Wohnungen gebaut, die wir benötigen. Wir haben schlicht kein Förderinstrumentarium mehr. Die Zeiten der knallharten Zuschüsse sind vorbei. Es ist ja kein Zufall, dass es seit den 1980er-Jahren keinen nennenswerten sozialen Wohnungsneubau mehr gibt.

 
Welche Lösung gibt es dann aus Ihrer Sicht?Sehen wir die Dinge, wie sie sind. Es gibt viele Menschen, die keine Arbeit haben, unter psychischen Problemen leiden oder ein Sucht-Problem haben. Ihnen müssen wir dringend helfen, denn sie gehören aus Vermietersicht nicht unbedingt zu den begehrtesten Partnern. Daher wird es weiterhin wichtig sein, dass wir diesen Menschen helfen. Es gibt in Rheinland-Pfalz Kommunen, die haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht, Langzeitarbeitslose noch intensiver zu betreuen, beispielsweise in Germersheim. Denn bei aller berechtigten Frustration – es gibt auch eine gute Botschaft in Zeiten des demographischen Wandels: Der Arbeitskräftemangel eröffnet neue Chancen und kann gerade für die betroffenen Menschen positive Effekte bereithalten.

 
Das klingt plausibel. Was aber sagen Sie einem Rentner, der sein Arbeitsleben hinter sich hat und mithin keine Chance sieht, seine Einkommenssituation zu verbessern?Erstens gibt es noch Rentner, die arbeiten, weil sie es müssen oder auch wollen. Zweitens gibt es ja Grundsicherungsleistungen für den Fall, dass es finanziell schwierig wird. Und dann gibt es viele Vermieter, die gerne an Senioren vermieten. Jugendliche haben da meist größere Probleme.
 

Fragen: Stephen Wolf 

Mit frdl. Genehmigung von Stephen Wolf

Die „Rheinpfalz“ berichtete am 16.4.2013:

Wohnungsmarkt: Schwierig für Arbeitslose

 
Für sozial schwache Menschen gibt es in Neustadt kaum Wohnungen. Das geht aus dem Bericht der Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick“  für das Jahr 2012 hervor.„Die Wohnungssituation in Neustadt ist katastrophal“, sagt Hans Eber-Huber, Leiter der Tagesbegegnungsstätte. Das gelte besonders für das Angebot an Wohnungen für Einzelpersonen. In Immobilienanzeigen seien nur 52 für Einzelpersonen vorgesehene Wohnungen offeriert worden, von diesen hätten nur 14 den Vorschriften entsprochen, die Arbeitslosengeld-II-Bezieher hinsichtlich Größe und Miethöhe beachten müssten. Nach Angaben von Eber-Huber ist zudem ein Teil der Wohnungen in einem miserablen Zustand. Das gelte auch für Wohnungen in der Verbandsgemeinde Lambrecht, in die immer mehr Hartz-IV-Empfänger ziehen würden, da in den Talgemeinden die Mieten günstiger seien.Nach Angaben von Eber-Huber hatten im vergangenen Jahr 26 Besucher des „Lichtblick“ länger als sechs Monate keine Wohnung, davon 22 aus Neustadt. Weitere 83 Besucher, davon 66 aus Neustadt, waren bis zu sechs Monate auf Wohnungssuche. Außerdem lebten 37 Besucher, davon 29 aus Neustadt, in Einfachstwohnungen.

 
„Viele der Betroffenen werden vom Jobcenter Deutsche Weinstraße zu uns geschickt“, berichtet Eber-Huber. Deshalb könne er nicht verstehen, dass die Leiterin des Jobcenters kürzlich geäußert habe, es gebe in Neustadt keine Wohnungsprobleme. Der „Lichtblick“ hat vier Wohnungen angemietet, in denen Wohnungslose vorübergehend leben können. (ann)

 

Mit frdl. Genehmigung von Annegret Ries

 

Die „Rheinpfalz“ vom 10.4.2013 schreibt. 

Lichtblick: Bei Finanzen auf gutem Weg

 
Bei der Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick“ in Neustadt hat sich die finanzielle Lage etwas entspannt. Das selbst gesteckte Ziel, durch Patenschaften gesicherte Einnahmen von jährlich 25.000 Euro verbuchen zu können, ist fast erreicht, sagte Hans Eber-Huber. Der Leiter der Einrichtung in der Amalienstraße berichtet, dass die Ausgaben, die ausschließlich durch Spenden abgedeckt werden müssen, bei über 170.000 Euro pro Jahr liegen. Im vergangenen Jahr seien so viele Spenden eingegangen wie noch nie. Ein Wermutstropfen sei jedoch, dass das Job-Center Deutsche Weinstraße seine Zuschüsse fast komplett gestrichen habe. Trotzdem soll das bisher teilweise vom Jobcenter finanzierte Projekt „Solipakt“, das Besuchern des Lichtblick eine Arbeitsgelegenheit bietet, fortgesetzt werden, wenn auch nur noch mit von zwölf auf sechs reduzierter Stellenzahl und höheren Preisen. Insgesamt 25.335 Stunden haben die Mitarbeiter von Solipakt 2012 für soziale Einrichtungen, Kirchengemeinden und Kindertagesstätten gearbeitet. Zu diesen Mitarbeitern gehören auch Menschen, die gerichtlich angeordnete Arbeitsstunden erbringen müssen. (ann) 
Mit frdl. Genehmigung von Annegret Ries.

Die „Rheinpfalz“ berichtete am 28.12.2012 

Weihnachtssterne für den „Lichtblick“

 

Spendenaktion zugunsten der Neustadter Tageseinrichtung – Noch bis Sonntag schmückende Blumeninseln in Remigiuskirche das Ambiente. 
Über 620,00€ die eine Aktion für Menschen auf der „Schattenseite des Lebens“ der Pfarrgemeinderat St. Remigius Diedesfeld einbrachte, freut sich die Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick“. Die Spende kam durch den Verkauf von rotblühenden Weihnachtssternen, die während der Festtage einen üppigen Blumenschmuck in der Pfarrkirche bildeten, zusammen.Der Pfarrgemeinderat Diedesfeld warb seit Beginn der Adventszeit für den Kauf eines Weihnachtssterns zum Preis von zehn Euro. Sechs Euro vom Verkaufspreis sollten dem „Lichtblick“ als Spende zugehen. Insgesamt 93 blühende Weihnachtssterne wurden vorbestellt. Seit dem vierten Adventssonntag schmücken diese nun die Remigius-Kirche in Diedesfeld. Durch weitere eingehende Spenden konnte der Gesamtbetrag sogar auf 620 Euro aufgestockt werden. Über diese Aktion konnte sich nicht nur der „Lichtblick“ freuen, denn auch den Besuchern der St. Remigius-Kirche bietet sich noch bis Sonntag eine besondere Augenweide. Die hochgewachsenen roten Weihnachtssterne sind als schmückende Blumeninseln rund um den Altar sowie direkt vor der großen Krippe angeordnet. Die fachliche Koordination der Aktion übernahm Floristin Birgit Reis, die auch sonst die Dekoration der Kirche ehrenamtlich arrangiert. An diesem Sonntag können die Stifter ihre Blumen im Anschluss an den 10-Uhr-Gottesdienst mitnehmen – oder sie der Kirche als Dekoration überlassen. „Wir haben die Aktion vor sieben Jahren schon einmal durchgeführt – mit großer Resonanz“, erläutert . Pfarrgemeinderatsvorsitzender Wolfgang Jochim. Damals seien 85 Weihnachtssterne gestiftet worden. Nachdem man in den Folgejahren eine Wiederholung immer wieder angestrebt habe, andere Projekte aber dazwischen gekommen seien, konnte die Aktion heuer rechtzeitig vor der Adventszeit organisiert werden.

 
„Wir wollten dieses Mal den Erlös nicht für eigene Zwecke der Pfarrei oder für die ,Dritte Welt’ verwenden, sondern an bedürftige Menschen in unserer Stadt denken“, erläutert Jochim die Idee, die Einrichtung „Lichtblick“ in ihrer Arbeit „gegen Armut, soziale Kälte und Intoleranz“ zu unterstützen.

 
Zwischen der Neustadter Tagesbegegnungsstätte unter Leitung von Hans Eber-Huber und der Pfarrei Diedesfeld gab es schon mehrere Kontakte, beispielsweise bei Hilfsaktionen der Firmlinge und der hiesigen Katholischen Frauengemeinschaft (kfd). Beim „Lichtblick“ erhalten Menschen in Notsituationen nicht nur eine warme Mahlzeit und Gelegenheit zur hygienischen Versorgung, sondern auch Sozialberatung, die Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen und Angebote zur Begleitung bei ihrem Weg in eine gesicherte Existenz.

Info: Spenden unter dem Stichwort „Lichtblick“ nimmt die Kirchenstiftung St. Remigius Diedesfeld auch nach Abschluss der Aktion entgegen

Konto-Nummer 6850723-VR-Bank Südpfalz, BLZ 54862500. Gleichermaßen kann man eine Zuwendung über das Evangelische Verwaltungsamt (Verwendungszweck „Lichtblick“) überweisen:

Konto-Nummer 1000424901-Sparkasse Rhein-Haardt, BLZ 54651240. (anzi) Mit frdl. Genehmigung zum Veröffentlichen.

Die „Rheinpfalz“ berichtete am 28.12.2012 

Weihnachtssterne für den „Lichtblick“


Spendenaktion zugunsten der Neustadter Tageseinrichtung – Noch bis Sonntag schmückende Blumeninseln in Remigiuskirche das Ambiente. 
Über 620,00€ die eine Aktion für Menschen auf der „Schattenseite des Lebens“ der Pfarrgemeinderat St. Remigius Diedesfeld einbrachte, freut sich die Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick“. Die Spende kam durch den Verkauf von rotblühenden Weihnachtssternen, die während der Festtage einen üppigen Blumenschmuck in der Pfarrkirche bildeten, zusammen.Der Pfarrgemeinderat Diedesfeld warb seit Beginn der Adventszeit für den Kauf eines Weihnachtssterns zum Preis von zehn Euro. Sechs Euro vom Verkaufspreis sollten dem „Lichtblick“ als Spende zugehen. Insgesamt 93 blühende Weihnachtssterne wurden vorbestellt. Seit dem vierten Adventssonntag schmücken diese nun die Remigius-Kirche in Diedesfeld. Durch weitere eingehende Spenden konnte der Gesamtbetrag sogar auf 620 Euro aufgestockt werden. Über diese Aktion konnte sich nicht nur der „Lichtblick“ freuen, denn auch den Besuchern der St. Remigius-Kirche bietet sich noch bis Sonntag eine besondere Augenweide. Die hochgewachsenen roten Weihnachtssterne sind als schmückende Blumeninseln rund um den Altar sowie direkt vor der großen Krippe angeordnet. Die fachliche Koordination der Aktion übernahm Floristin Birgit Reis, die auch sonst die Dekoration der Kirche ehrenamtlich arrangiert. An diesem Sonntag können die Stifter ihre Blumen im Anschluss an den 10-Uhr-Gottesdienst mitnehmen – oder sie der Kirche als Dekoration überlassen. „Wir haben die Aktion vor sieben Jahren schon einmal durchgeführt – mit großer Resonanz“, erläutert . Pfarrgemeinderatsvorsitzender Wolfgang Jochim. Damals seien 85 Weihnachtssterne gestiftet worden. Nachdem man in den Folgejahren eine Wiederholung immer wieder angestrebt habe, andere Projekte aber dazwischen gekommen seien, konnte die Aktion heuer rechtzeitig vor der Adventszeit organisiert werden.

 
„Wir wollten dieses Mal den Erlös nicht für eigene Zwecke der Pfarrei oder für die ,Dritte Welt’ verwenden, sondern an bedürftige Menschen in unserer Stadt denken“, erläutert Jochim die Idee, die Einrichtung „Lichtblick“ in ihrer Arbeit „gegen Armut, soziale Kälte und Intoleranz“ zu unterstützen.

 
Zwischen der Neustadter Tagesbegegnungsstätte unter Leitung von Hans Eber-Huber und der Pfarrei Diedesfeld gab es schon mehrere Kontakte, beispielsweise bei Hilfsaktionen der Firmlinge und der hiesigen Katholischen Frauengemeinschaft (kfd). Beim „Lichtblick“ erhalten Menschen in Notsituationen nicht nur eine warme Mahlzeit und Gelegenheit zur hygienischen Versorgung, sondern auch Sozialberatung, die Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen und Angebote zur Begleitung bei ihrem Weg in eine gesicherte Existenz.

Info: Spenden unter dem Stichwort „Lichtblick“ nimmt die Kirchenstiftung St. Remigius Diedesfeld auch nach Abschluss der Aktion entgegen

Konto-Nummer 6850723-VR-Bank Südpfalz, BLZ 54862500.Gleichermaßen kann man eine Zuwendung über das Evangelische Verwaltungsamt (Verwendungszweck „Lichtblick“) überweisen:

Konto-Nummer 1000424901-Sparkasse Rhein-Haardt, BLZ 54651240. (anzi) Mit frdl. Genehmigung zum Veröffentlichen.

Die Rheinpfalz berichtete am 30. August 2012


Lichtblick Neustadt - Trommeln, tanzen, essen und helfen


Trommelkurs, Tanznachmittag, Beteiligung am Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar und Flohmarkt:

Das alles steht im September auf dem Programm der Tagesbegegnungsstätte Lichtblick. Mit dem Mehrgenerationenhaus bietet der Lichtblick zum vierten Mal einen „solidarischen Trommelkurs” an, denBarbara Krippendorf leitet. „Menschen mit wenig Geld können Kurse für Freizeitaktivitäten oft nicht bezahlen”,weiß Hans Eber-Huber, Leiter der Tagesbegegnungsstätte. Bei dem Trommelkurs zahlen die Teilnehmer, dieüber finanzielle Mittel verfügen, die Kursgebühr für sozial Schwache mit. „Die bisherigen drei Kurse stießen aufsehr positive Resonanz”, berichtet Eber-Huber. Die nicht zahlenden Teilnehmer seien in der Regel Besucher derTagesbegegnungsstätte oder der Neustadter Tafel. Die Kursgebühr beträgt mindestens 40 Euro - wer möchte,kann mehr zahlen. Los geht's am Donnerstag, 6. September, 16.30 Uhr, im Mehrgenerationenhaus in der Von-Hartmann-Straße 11. Der Kurs findet an vier Donnerstagen statt.
Ein weiteres gemeinsames Projekt starten Lichtblick und Mehrgenerationenhaus unter dem Motto „Immer wiedermontags...”. Dabei spielt ab Montag, 10. September, 14 bis 16 Uhr, der Alleinunterhalter Walter Paul gepflegteTanzmusik aus den 1960er Jahren bis heute. Wer sich gerne auf dem Parkett bewegt, ist dazu eingeladen.Wie es sich für ein Tanzkaffee gehört, gibt es natürlich auch Kaffee und Kuchen, der Erlös ist für den Lichtblickbestimmt.
Am Samstag, 15. September, beteiligt sich der Lichtblick am Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar.Von 10 bis 14 Uhr ist Tag der offenen Tür. „Auch sonst sind interessierte Gäste bei uns willkommen, aber an soeinem Tag ist die Hemmschwelle geringer, und Menschen, die nicht wissen, was der Lichtblick macht, könnenunsere Arbeit kennenlernen und vielleicht Vorurteile abbauen”, sagt Eber-Huber. Gegen eine Spende können sichGäste beim Frühstücksbrunch bedienen, für den ehrenamtliche Lichtblick-Mitarbeiter und freiwillige Helfer derFirma NWD, Gruppe Saar-Pfalz, sorgen. Zudem gibt es einen Flohmarkt mit Drehorgelmusik des Ehepaars Hund.
Noch Fragen?
Anmeldung für den Trommelkurs unter Telefon 06321/355 340 oder per E-Mail an lichtblick_nw@t-online.de.
Informationen zum Tanzkaffee unter Telefon 06321/855524 oder 355340.
Weitere Informationen unter Telefon 06321/355340 oder im Internet unter www.lichtblick-nw.jimdo.de . (ann)


Mit freundlicher Genehmigung von Annegret Rieß (Die Rheinpfalz)

Die „Rheinpfalz“ berichtet am 14.4.2012:

 

Tanz-Kaffee:

Alleinunterhalter gesucht. Zum Tanz-Kaffee wollen das Mehrgenerationenhaus und die Tagesbegegnungsstätte Lichtblick ab 10. September jeden Montag einladen. Jetzt werden Alleinunterhalter gesucht, die dort spielen möchten. Montags von 14 bis 16 Uhr soll ab September bei Kaffee und Kuchen getanzt werden. Nach Angaben von Hans Eber-Huber, Leiter der Tagesbegegnungsstätte Lichtblick, soll mit dem Tanz-Kaffee auch Menschen mit wenig Geld die Möglichkeit geboten werden, einen schönen Nachmittag zu verbringen. Die Organisatoren hoffen, dass an einigen Nachmittagen ein Alleinunterhalter zum Tanz aufspielt. Deshalb werden nun Musiker gesucht, die ein- oder mehrmals spielen möchten. Die Tanz-Idee hatte Philipp Klein, ehrenamtlicher Mitarbeiter im Lichtblick und begeisterter Tänzer. Den Erlös des Verkaufs von Kaffee und Kuchen soll der Lichtblick bekommen. Musiker, die bei dem Tanz-Kaffee spielen möchten, können sich im Mehrgenerationenhaus, Telefon 06321/855224, oder im Lichtblick, Telefon 06321/355340, melden. (ann) Mit frdl. Genehmigung von Annegret Ries.

Die Rheinpfalz berichtet in Ihrer Ausgabe vom 28.09.2011 nachfolgend aufgeführte Texte zur Veranstaltung: „Leute haben sich riesig gefreut”

 

Arbeitsprojekt „Solipakt” des „Lichtblicks” holt heute Preis in Speyer ab.

 

Das Arbeitsprojekt „Solipakt” der Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick” erhält den Preis der Stiftung „Zukunft gestalten” des Diakonischen Werks Pfalz (wir berichteten). Heute um 18 Uhr wird das Preisgeld in Höhe von 3.000 € im Historischen Ratssaal in Speyer überreicht - für den Lichtblick ist das eine Gelegenheit, auf eine Schwierigkeit der Konstruktion aufmerksam zu machen. 

Mit dem 2002 von Hans Eber-Huber, Leiter der Tagesbegegnungsstätte, gestarteten Projekt soll Langzeitarbeitslosen, die zum Beispiel wegen ihrer Lebensgeschichte oder psychischen, sozialen und anderen Problemen auf dem Arbeitsmarkt keine Chance haben, die Möglichkeit einer Beschäftigung und einer Qualifizierung geboten werden. „Solipakt” ist dabei keine Konkurrenz zu Handwerkern, da laut Lichtblick nur Aufträge angenommen werden, die entweder von keinem Betrieb erledigt werden oder vom Auftraggeber regulär nicht bezahlt werden können. Auftraggeber sind unter anderem Kirchengemeinden, Kindergärten, das Jobcenter, soziale Einrichtungen sowie Menschen, die selbst in einer Notlage sind. Finanziert wird „Solipakt” vom Jobcenter, zudem zahlen die Auftraggeber eine kleine Pauschale. Die Mitarbeiter werden etwa mit Kursen individuell gefördert. „Unsere Leute haben sich über den Preis riesig gefreut, das ist eine Bestätigung ihrer Arbeit”, sagt Ute Schön. Die gelernte Schreinerin und Krankenschwester ist seit Juni 2007 mit einer halben Stelle für „Solipakt” zuständig, kümmert sich um Planung und Organisation. Wie sie berichtet, gibt es bei dem Projekt derzeit zwölf Plätze für Langzeitarbeitslose, die als sogenannte Ein-Euro-Jobber beschäftigt werden. Außerdem leisteten in der Regel etwa zwei bis drei Leute Arbeitsstunden ab, die sie von einem Gericht auferlegt bekommen hätten. Aufträge habe man meist für etwa 14 Tage im Voraus, trotzdem gingen immer wieder auch kurzfristig Aufträge ein, etwa wenn es darum gehe, von einer Zwangsräumung Betroffenen zu helfen. In der Regel seien drei Arbeitsteams an verschiedenen „Baustellen” im Einsatz. 2010 wurden von den Mitarbeitern von Solipakt rund 20.000 Arbeitsstunden geleistet. Schön bedauert, dass die Beschäftigten aufgrund geänderter gesetzlicher Regelungen nur noch sechs Monate arbeiten dürften und dann mindestens drei Monate Pause machen müssten: „Wenn die Leute sich eingewöhnt haben, müssen sie schon bald wieder aufhören.” Das Interesse an den zwölf Arbeitsplätzen sei groß, weiß Schön. Die Auswahl treffe das Jobcenter, jedoch könne der „Lichtblick” Vorschläge machen.

 

„Dieses Engagement für Langzeitarbeitslose ist beispielhaft”, begründet Henri Franck, Vorsitzender der Diakoniestiftung, warum der zum vierten Mal verliehene Preis an das Arbeitsprojekt ging. Mit dem Diakoniepreis sollen laut Sabine Jung, Geschäftsführerin der Diakoniestiftung, „innovative Projekte gefördert werden, die soziales Lernen ermöglichen und zur Entwicklung von Gesellschaft und Kirche beitragen”. Bewerben können sich Initiativen, Vereine und Einzelpersonen aus der Pfalz und der Metropolregion Rhein-Neckar. Nach Angaben von Jung gab es 2010 sechs Bewerbungen, in den Vorjahren seien es jeweils doppelt so viele gewesen. Das Preisgeld stifte die kirchliche Versicherung Bruderhilfe.

 

(Kopie von Rheinpfalz-Zeitung vom 28.September 2011) 

Die Tagesbegegnungsstätte Lichtblick-Neustadt an der Weinstrasse

feiert in diesem Jahr ein kleines Jubiläum.

 

Seit 15 Jahren ist die Einrichtung in der Trägerschaft des Protestantischen Dekanats Anlaufstelle für Obdachlose, Durchwanderer und sozial schwache Menschen. Der Lichtblick finanziert sich überwiegend aus Spenden, die von Kirchengemeinden, Privatleuten, Geschäften und Firmen kommen. Einige Neustadter Geschäftsleute unterstützen den Lichtblick schon von Beginn an mit Lebensmitteln.

 

Wie Hans Eber-Huber, Leiter der Tagesbegegnungsstätte berichtet, werden die Lebensmittel vor allem für das Essen verwendet, dass von Montags bis Freitags und zeitweise auch Samstags im Lichtblick angeboten wird.

 

Wer in einer akuten Notlage ist, darf Lebensmittel mitnehmen. Und wenn etwas von den gespendeten Lebensmitteln im Lichtblick gerade nicht benötigt wird, ge-hen sie an die Tafel, die zweimal pro Woche Lebensmittel an Bedürftige ausgibt.„Ohne unsere regelmäßigen Spender würde es den Lichtblick schon lange nicht mehr geben“, sagt Eber-Huber. Er betont, dass alle Lebensmittel von bester Qualität sind, doch aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr verkauft werden können. „Wir bekommen nichts, dass verdorben ist“, versichert Eber-Huber.

 

Schon seit 15 Jahren sorgt die Bäckerei Hoffmann, die ihren Stammsitz in Hambach hat, dafür, dass es im Lichtblick immer Brot gibt. „Wir können dort re-gelmäßig große Mengen Brotabholen und Herr Hoffmann gibt uns immer noch etwas dazu, beispielsweise einen Sack ganz frische Brötchen“, freut sich Eber-Huber. „Wir müssen mehr backen, als wir verkaufen können, damit die Kunden im-mer Auswahl haben und ich bin froh, dass wir das Brot nicht wegwerfen müssen“, sagt Robert Hoffmann. Eine Hambacherin, die sich für den Lichtblick engagierte, hatte den Kontakt hergestellt.

 

„Viele Menschen geraten heute unverschuldet in Not und die Kluft zwischen arm und reich wird immer größer“,so Hoffmann, der nicht nur den Lichtblick, sondern auch zwei Tafelläden mit Brot versorgt. Hoffmann verrät, dass er vor Weihnachten meistens etwas speziell für den Lichtblick backt. „Die Leute sollen auch Weihnachten haben, besonders die Kinder, denn die trifft es am meisten, wenn die Eltern in Armut leben“, sagt der Hambacher. Kuchen, Gebäck, andere Süßteile und manchmal auch Brötchen oder Brot erhält der Lichtblick ebenfalls seit 15 Jahren regelmäßig von der Bäckerei Graf in der Hauptstraße.

 

„Man muss ja die armen Leutchen ein bisschen unterstützen“, meint Seniorchefin Ingeborg   Graf. „Wenn ich Kuchen habe, der noch vollkommen in Ordnung ist, den ich aber nicht mehr verkaufen kann, kann ich den doch nicht wegschmeißen“, sagt Graf. Deshalb habe sie dem Lichtblick angeboten, dass er diese Waren haben kann. „Uns geht es gut, da kann man doch auch was für andere tun“, betont Graf. „Wenn ich sehe, dass Kinder nicht genug zu essen haben, da treten mir die Tränen in die Augen“, erzählt Graf.

 

Große Freude herrsche immer, wenn der Lichtblick Kuchen und Torten von den Konditoreien Michel und Sixt bekommt, erzählt Eber-Huber. „Das schmeckt super, wird immer gern gegessen und ist schnell weg“, verrät Eber-Huber. 

 

Von der Konditorei Sixt, die in der oberen Hauptstraße nur wenige hundert Meter von der Tagesbegegnungsstätte entfernt ist, gebe es außerdem Brötchen. „Wir haben mitbekommen, dass so eine Einrichtung entsteht und haben gefragt, ob wir etwas bringen können“, erzählt Christoph Vogel, Chef der Konditorei. „Für uns ist das ganz natürlich, dass wir andere unterstützen, denen es nicht so gutgeht wie uns“, berichtet Vogel von der Lebenseinstellung, die er und seine Frau Christa Sixt-Vogel haben. Vogel betont, dass in den Lichtblick nichts gebracht werde, was schlecht ist, sondern nur Kuchen und Torten, „die wir aufgrund des hohen Qualitätsstandards unseres Hauses nicht mehr verkaufen können, die aber noch einwandfrei sind“. Und auch in der Konditorei Sixt wird vor Weihnachten extra etwas für den Lichtblick gebacken, „dass die Leute es ein bisschen schön haben“.Vogel erzählt, dass er und seine Frau schon einige sehr nette Dankesbriefe bekommen haben „und gelegentlich kommt jemand herein und sagt ,wir haben im Lichtblick von ihrem Kuchen gegessen, der war toll‘, so bekommt man auch etwas zurück". Wurst gibt es für die Tagesbegegnungsstätte regelmäßig von der Metzgerei Neumaier in derKellereistraße und der gesamte Getränkebedarf wird von der in der Nähe von Kusel ansässigen Firma Food-Tex abgedeckt. Auch einige Privatpersonen versorgen den Lichtblick regelmäßig mit Lebensmitteln, wie Eber-Huber berichtet.

 

„Die Familie Dietrich aus Neustadt bringt jeden Monat ein Auto voll Lebensmittel vorbei und auch die Familie Ledig aus Hambach versorgt uns regelmäßig“, freut sich Eber-Huber. Ein Ehepaar aus Speyer, das nicht genannt werden will, kommt jeden Monat eigens nach Neustadt, um der Tagesbegegnungs-stätte Lebensmittel zu spenden.

 

Auch mit Baumaterialien wird der Lichtblick kostenlos versorgt. „Immer wenn wir umbauen oder renovieren schenkt uns die Firma H + H Handrich Bauzentrum in der LandauerStraße das gesamte Material, da kommt einiges zusammen“,sagt Eber-Huber. Sie wolle den Menschen helfen, nennt Chefin Irene Handrich als Grund für ihre Spendenbereitschaft. „Das ist eine Supersache“, freut sich Eber-Huber über die Unterstützung der Geschäfte und Betriebe. Unverzichtbar für den Lichtblick seien auch die Spender, die regelmäßig oder auch nur gelegentlich Geldüberweisen.

 

Ebenso toll sei es, dass ehrenamtliche Helfer im Lichtblick aktiv sind. Zwar hätten sich die Helfer aus den ersten Jahren inzwischen aus Altersgründen etwas zurückgezogen, doch bei Bedarf seien sie nach wie vor im Einsatz. Eber-Huber nennt hier Edith Annweiler, Hilde Appel, Dr. Werner Klek, Rita Pagel, Margarete Henkel und Luzia Nickel. (ann)

 

Wenn im Lichtblick gebaut und renoviert wird, spendet ein Baustoffhandel das Material. Die Küche im Lichtblick wird von vielen Neustadter Unternehmen unterstützt: Sie spenden Lebensmittel, die nicht mehr verkauft werden, aber noch in gutem Zustand sind.

 

 

(Anmerkung Redaktion Lichtblick am 13. Oktober 2011)

 

Wir danken der "Rheinpfalz" Neustadt für die freundliche Überlassung der Texte im Original, Darstellung der zugehörigen Bilder, für diesen Beitrag, sind leider nicht möglich, da wir aus technischen Gründen auf eine Publikation im Format ... pdf verzichten mussten. 

„Die Rheinpfalz“ schreibt am 29.3.2011 

 

„Montage-Engel” fliegen zu Bedürftigen 

 

Unter dem Namen „Montage-Engel' firmiert nun der von der Tagesbegegnungsstätte Lichtblick und dem Seniorenbeirat initiierte Handwerker-Pool, wie Hans Eber-Huber, Leiter der Tagesbegegnungsstätte, mitteilt. ... mehr 

"Die Rheinpfalz" schreibt am 21.03.2011

 

„Ich werde nicht arbeitslos werden”


Meinung am Montag: Hans Eber-Huber, Leiter des „Lichtblicks”, über das Jubiläum und die Finanzprobleme der Begegnungsstätte ... mehr

„Die Rheinpfalz“ schreibt am 19.2.2011


Andrang im Lichtblick steigt
Tagestreff: 1200 Besuche mehr - Geld wird knapp - Hilfe im Gespräch
Die Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick" wird 15 Jahre alt und plant eine Benefiz-Gala am 13. April im Herrenhof. ... mehr

"Die Rheinpfalz" schreibt am 22.11.2010

 

  Sechs Handwerker wollen mithelfen

„Lichtblick" und Seniorenbeirat werben für Pool-Idee

Nur sechs Handwerker haben sich bisher bereit erklärt, Reparaturen für sozial Schwache kostenlos.  ... mehr

Die "Rheinpfalz" schreibt am 15.11.2010

 

Kalenderbilder aus der Natur für Menschen am Rande

Zwölf statt 13 Monate umfasst der erste gemeinsame Benefiz-Kalender der Tagesbegegnungsstätte Lichtblick und der Neustadter „Tafel" ... mehr

Die Rheinpfalz schreibt am 27.05.2010

 

Ziel: Reparaturen zum Nulltarif

Lichtblick und Seniorenbeirat wollen Handwerker-Pool für Bedürftige einrichten - Zusätzlich Kurse als „Hilfe zur Selbsthilfe" geplant.
Die Lampe im Schlafzimmer flimmert, die Waschmaschine macht komische Geräusche. Wer selbst handwerklich unbegabt ist, bestellt in solchen Fällen am besten einen Handwerker.  ... mehr

(Die Rheinpfalz schreibt am 14.03.2008)

 

Zwölf Millimeter

 

Gratis-Frisuren im „Lichtblick“: Was es bedeutet, etwas für Menschen zu tun, die nicht viel haben. Einmal im Monat schneidet Sabine Wienk-Borgert in der Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick“ für zwei Stunden Haare. Die diplomierte Winzerin aus Diedesfeld bietet ehrenamtlich das an, was sie schon als Studentin gerne gemacht hat.  ... mehr

Die "Rheinpfalz" schreibt am 05.11.2010

 

Mit Kabarett und Kalender

Ausverkaufte Benefiz-Gala für den „Lichtblick" im Herrenhof - Künstler aus der Region überzeugen


Bildergalerie Benefiz-Gala

Fotos dazu: En Pälzer Owend und noch andere Fotos

 

 „En Pälzer Owend"

lautete der Titel der Benefizgala am Mittwochabend für die Neustadter Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick". Der Festsaal des Mußbacher Herrenhofs war ausverkauft. Für die Lichtblick-Arbeit wird ein Erlös von 3.500 € erwartet. Am Ende der humorvollen Veranstaltung wurde ein Jahreskalender 2011 „Licht-Blicke" vorgestellt, den die sozialen Einrichtungen Lichtblick und Tafel erstmals herausgeben und deren Verkaufserlös geteilt wird. Die Kostproben, die die Künstler bei dem von Klaus Rothenbücher moderierten Abend ohne Gage „servierten", mundeten den Besuchern so gut, dass viele spontan nach Soloveranstaltungen fragten. „Ich habe zum ersten Mal Paul Tremmel live erlebt", berichtete ein Gast. Ein anderer will jetzt so schnell wie möglich „das ganze Programm von ,Spitz und Stumpf" hören".

Der Forster Tremmel sprach mit seinen Weisheiten und mit Mundart-Plaudereien zu aktuellen Themen dem Publikum aus dem Herzen. Das Pfälzer Kabarett-Duo Spitz und Stumpf, Bernhard Weller und Götz Valter als Winzer Eugen Stumpf und Ex-Aniliner Friedel Spitz, versuchten sich in einem witzigen Dialog an Computer und „Läptop". Mit der Gebrauchsanweisung hatte Spitz allerdings so seine Probleme: „Die muss vum Mongolische ins Deutsche iwwersetzt worre soi", meinte er.

Martina Gemmar setzte Alltagsgeschichten in Gitarren-Musik und Gesang um und animierte die Zuhörer zum Mitmachen. Ohne eine zweite Zugabe ließ das Publikum das in der Musikszene bekannte Trio Rüdiger Böhm, Peter Braun und Paul Reinig, das durch die Cellistin Isabel Eichenlaub zum Quartett ergänzt wurde, nicht von der Bühne. Sie interpretierten selbst vertonte pfälzische Mundartgedichte wie zum Beispiel von der Bad Dürkheimerin Gisela Gall. Hans Eber-Huber, der Leiter des Lichtblicks, der wie immer das stimmige, amüsante Programm komponiert hat, berichtete, dass der Erlös für den Erhalt der Einrichtung in der Amalienstraße verwendet werde. In dieser würden täglich bis zu 50 Bedürftige betreut, die kostenlos frühstücken und gegen einen kleinen Beitrag zu Mittag essen dürften.

(Home)

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LB-Winterflohmarkt

Samstag 13. Oktober

10 Uhr - 17 Uhr

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NEUSTADT - WEINSTRASSE

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Warum fehlen in Deutschland so viele Sozialwohnungen