„Kunst ist mehr als schöner Schein“

 

Die Ausstellung „Kunst trotz(t) Armut“ in der Stadtbücherei zeigt, wie sich Jugendliche mit dem Thema Armut befassen

 

Von Leoni Lewang

 

Neustadt. Was ist eigentlich Armut? Mit dieser Frage beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler der Kunstschulen von Vlada Hauser und Emil Walker in den letzten Wochen in Neustadt. Das Ergebnis wird jetzt in einer Ausstellung in der Neustadter Stadtbücherei präsentiert.

 

„Wolfgang H. wurde dort aufgefunden, wo ihn die Polizei mit 3,5 Promille ausgesetzt hatte. Er war erfroren.“ Mit einer wahren Geschichte eröffnete Dekan Armin Jung am Montag die Vernissage der Jugendausstellung „Kunst trotz(t) Armut“. Diese Geschichte gab vor 20 Jahren den Impuls für die Gründung des „Lichtblick“ in Neustadt, einer Einrichtung für Obdachlose und sonst sozial benachteiligte Menschen. Zum 20-jährigen Bestehen hatte Leiter Hans Eber-Huber jetzt die Idee, junge Leute mehr auf das Thema „Armut in Deutschland“ aufmerksam zu machen – und stieß damit in den beiden Kunstschulen auf reges Interesse. „Ich habe es als gute Möglichkeit gesehen, so ein schwieriges Thema mit den Kindern zu besprechen“ , erklärt Vlada Hauser, die Leiterin der Kunstschule Kunterbunt. „Armut und Obdachlosigkeit sind Dinge, die man nicht aus dem Leben wegstreichen darf“ , betont sie. „Die Herangehensweisen waren unterschiedlich. Manche Kinder hatten sofort eine Idee. Andere mussten sich erst einfinden“, ergänzt der Leiter der Kunstschule Neustadt, Emil Walker. Insgesamt beteiligten sich 20 Jugendliche im Alter zwischen neun und 17 Jahren an dem Projekt. Jeder auf seine ganz eigene Art und Weise.

 

So entstanden viele außergewöhnliche Werke. Der 15-jährige Niklas Henschen verwendete eine besondere Unterlage. Er wählte einen Pappkarton. „Ich habe mir als Motiv Markenschuhe von Nike ausgesucht. Die Schuhe sollen für alle Dinge stehen, die sich Obdachlose wünschen“, erzählt er. Noah Akyayla, ebenfalls 15 Jahre alt, zeichnete das Pokemon Pikachu, das mit Sammelbüchse am Straßenrand sitzt. „Ich möchte damit zeigen, dass Obdachlosigkeit jeden treffen kann. Außerdem gab es schon so viele traurige Bilder“, erklärt er. Christian Rech, 15 Jahre alt, entschied sich dazu, einen obdachlosen Hamster zu malen. Er hatte zwar die Absicht, das Thema „Armut“ zu verarbeiten, wollte es aber „insgesamt einfach lockerer“ darstellen.

 

Die Ausstellung knüpft an die Wanderausstellung „Kunst trotz(t) Armut“ an, die im Oktober/November ebenfalls als Teil des „Lichtblick“-Jubiläums im Mußbacher Herrenhof zu sehen war. „Die für uns aber noch viel bedeutendere Ausstellung ist jetzt hier, in der Stadtbücherei“, betont Dekan Armin Jung. „Sie zeigt, dass auch Jugendliche sich schon mit dem Thema, Armut in Deutschland’ auseinandersetzen können“. Vlada Hauser betont abschließend: „Kunst ist mehr als nur schöner Schein. Sie zeigt das echte Leben, kann aber auch gleichzeitig Licht ins Dunkel des Alltags bringen.“

 

Die Ausstellung

Die Jugendkunstausstellung ist bis zum 7. Januar zu den normalen Öffnungszeiten der Stadtbücherei zugänglich. Bei der Finissage am Samstag, 7. Januar, um 10 Uhr werden die insgesamt 20 Werke zugunsten des „Lichtblick“ versteigert.

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Aktualisiert am 12.12.2018

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