Gedankengänge von Hans Eber-Huber

Unter 25-jährige vom Staat benachteiligt. Immer mehr junge Menschen sind ohne Wohnungen. Andreas Zimmermann im Gespräch mit Lichtblick-Leiter Hans Eber-Huber für Bistrumszeitung "Der Pilger"
 
Die Tagesbegnungsstätte "Lichtblick" in der Amalienstraße ist eine Neustadter Einrichtung, getragen vom Protestantischen Dekanat in Zusammenarbeit mit der Stadt Neustadt und einem ökumenisch ausgerichteten Förderbeirat. Aus dem Jahresbericht der Tagesbegegnungsstätte für obdachlose und bedürftige Menschen geht hervor, dass sich die Schwerpunkte der Arbeit in den letzten Jahren gewandelt haben. Während man sich früher hauptsächlich als Begegnungsstätte verstand, stehen nun immer mehr soziale Themen, Dienstleistungen in wirtschaftlichen Belangen, des alltäglichen Lebens sowie insbesondere die Wohnungslosigkeit und deren Vermeidung im Vordergrund. Zentrale Aussage ist: "Mit großer Sorge beobachten wir, dass immer mehr junge Menschen vorübergehend wohnungslos sind, und es in der Region immer schwieriger wird, Wohnraum zu finden". Die Bistumszeitung "Der Pilger" befragte Hans Eber-Huber, Leiter des "Lichtblick", zu den aktuellen Tendenzen.

 

Warum sind heute viel mehr junge Leute als früher obdachlos?

Es ist aufgrund der heutigen gesetzlichen Vorgaben nur eingeschränkt möglich, dass unter 25-jährige eine eigene Wohnung beziehen können. Es müssen gewichtige Gründe vorliegen, die sie nachweisen müssen, zum Beispiel untragbare Zustände im Elternhaus durch Gewalt, Missbrauch, Zerwürfnisse oder anderes mehr. Bei unter 25-Jährigen geht man davon aus, dass sie in der Regel noch bei den Eltern leben, wenn sie kein eigenes Einkommen haben. 2005 legte die Hartz IV-Verordnung fest, dass 382 Euro Regelsatz für den persönlichen Bedarf gewährt wird, die Kosten für Unterkunft und Heizung vom Jobcenter übernommen werden, wenn die Unterkunft angemessen ist. Nachdem die Ausgaben bald explodiert waren, hat man schon ein Jahr später die Einschränkung erlassen, dass dies nicht für unter 25-Jährige gelte. Ein eigener Hausstand sollte nur bezahlt werden, wenn die Umstände nicht zumutbar seien. Diese Einschränkung hatte zur Folge, dass immer mehr jüngere Menschen obdachlos geworden sind, wenn sie das Elternhaus aufgrund von Konflikten verließen; Schwierigkeiten in der Ausbildungsphase oder im Job waren zusätzliche negative Faktoren. Trotz Anerkennung als Wohnungs- berechtigter ist auch die Zuweisung problematisch, weil die meisten Single-Wohnungen zu teuer sind. Wie hoch ist der Anteil der jungen Wohnungslosen? Unter den wohnungslosen Arbeitslosen, die bei uns vorsprechen, beträgt der Anteil rund 30 Prozent, es sind etwa 35 junge Frauen und Männer. Dazu muss man wissen, dass sich die jungen Leute bei uns melden, um eine Adresse zu erhalten. Diese postalische Anschrift, ausgestellt auf den "Lichtblick", ist Voraussetzung, um überhaupt Anspruch auf Sozialleistungen zu erhalten. Wir haben mit dem Neustadter Jobcenter die Vereinbarung getroffen, dass Personen, die wohnungslos sind, sich bei uns melden können, damit sie eine Postadresse haben. Auch die Neustadter Ämter wissen von der Möglichkeit und empfehlen allen Ratsuchenden, sich an uns zu wenden.

  Leiter der Tagesbegegnungsstätte Lichtblick

Hans Eber-Huber (Mitte) und Besucher

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LB-Winterflohmarkt

Samstag 13. Oktober

10 Uhr - 17 Uhr

HausRat-Laden

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TAGESBEGEGNUNGSSTÄTTE

LICHTBLICK

NEUSTADT - WEINSTRASSE

Prot. Dekanat Neustadt u. Förderbeirat Lichtblick

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Aktualisiert am 09.09.2018

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Warum fehlen in Deutschland so viele Sozialwohnungen