Ein ganz normaler Tag im Lichtblick 

Montag, 16. Januar 2017 

Die Tür vom Lichtblick öffnet sich bereits um 5.30 Uhr. Da kommt unsere Lis und bereitet das Frühstück vor: Tee - und Kaffee kochen, Brot aufschneiden, Wurst und Käse richten, Geschirrspüler ausräumen, Körbe mit Obst und Süßigkeiten richten und auf die Tische stellen. 

Um 6.30 Uhr kommt unsere Speedy angerauscht . Meist hat sie etwas aus dem Auto auszuladen: Lebensmittel von der Tafel oder Einkäufe vom Vorabend. Solange unsere Ute krank ist schaut Speedy im Auftragsbuch des „SoliPakt“ nach, macht alle Computer an. Wolfgang und Werner erscheinen kurz vor 7 Uhr. Werner räumt die gespendeten Kleider vom Vortag hoch in die Kleiderkammer, Wolfgang hilft Speedy beim Richten und Aufräumen. 

Gegen 7 Uhr kommt Hans und kümmert sich um die Fahrtenbücher der 4 Lichtblick- LKW´s. Moni kommt auch vorbei und bringt 2 bis 4 selbstgebackene Kuchen mit, und das jeden Tag !! 

So langsam trudeln die Arbeiterinnen und Arbeiter von SoliPakt ein, manche frühstücken, manche trinken nur eine Tasse Kaffee. Hans fragt nach den Arbeitszeiten vom Vortag und vervollständigt die Auftragszettel. 

Nun wird es spannend: Wer kommt alles, wer hat verschlafen oder zu viel getrunken übers Wochenende. 

Welche Freude jedoch: Fast alle sind gekommen: 16 ArbeiterInnen und „nur“ 5 fehlen. 

Heute haben wir folgende Aufträge: einer älteren Dame müssen wir beim Einpacken helfen. Ihre Wohnung werden wir ab 16. Januar umziehen, denn sie kann aus gesundheitlichen Gründen gar nichts mehr machen; für einen Verein bekleben wir Plakate und hängen sie auf; im Auftrag eines ehrenamtlichen Helfers in der Flüchtlingshilfe transportieren wir Möbel; für eine junge Dame entsorgen wir eine defekte Waschmaschine und anderes; unser Lager wird gründlich aufgeräumt - dort sind 4 Männer beschäftigt; unser neuer Laden wird eingerichtet, dort sind 2 Männer kräftig am Schrauben und Bohren; in die Kleiderkammer gehen 2 Frauen und helfen unserem Werner beim Sortieren und dann ab 9 Uhr bei der Ausgabe. 

Nachmittags muss noch ein LKW in Edenkoben Möbel abholen, weitere Möbel aus unserem Lager sollen nach Haßloch gefahren werden. 

Mittlerweile ist es 9 Uhr und der Lichtblick füllt sich. Bereits um 8 Uhr haben 2 Männer ihre Wäsche abgegeben und können sicher sein, dass sie bis 16 Uhr gewaschen und getrocknet wurde. Im Laufe des Vormittags kommen 3 Männern und eine Frau, die duschen wollen. Lis und Gisela sind nun ständig am Kaffeekochen und Kühlschrank auffüllen. Besucher mit großem Durst können auch im Kühlschrank verschiedene Fruchtsäfte auswählen, von der Firma Huhn gespendet. 

Nach 9 Uhr kommt auch Thilde, die heute kocht. Auf dem Speiseplan steht selbstgemachter Nudelsalat und Würstchen, dazu noch einen Salatteller. Die Nudeln sind von der Tafel, Erbsen und Karotten hat Speedy gekauft, die Soße besteht u.a. aus Eiern von der Tafel. Auch der Salat wurde von der Tafel zur Verfügung gestellt. Die Würstchen sind von der Metzgerei Neumaier gespendet 

Das Mittagessen heute kostet uns also fast nichts, das ist aber eher die Ausnahme. Wenn auf unserem Speisezettel Fleischgerichte stehen, müssen wir das Fleisch in aller Regel kaufen - meist im Schlachthof. 

Glück haben wir zur Zeit mit Molkereiprodukten: Sie werden größtenteils alle gespendet. Allerdings Milch – wir benötigen normalerweise am Tage 15 bis 20 Liter! - müssen wir kaufen. 

Gisela steht in der Küche und spült das Frühstücksgeschirr und hilft Thilde beim Salatvorbereiten. 

Gegen 10 Uhr kommt Thomas, der für die Postadressen zuständig ist. Die Post vom Wochenende wird sortiert und mit Datumstempel versehen, manche Briefe müssen zurückgeschickt werden, weil die Adressaten nicht mehr bei uns gemeldet sind, manche müssen an verschiedene Kliniken weitergeschickt werden. 

Für das Jobcenter gibt es ein Riesenkuvert, das sich im Laufe des Tages füllen wird, z.B. die Krankmeldungen müssen zum Jobcenter, auch einige Bewerbungen, die Thomas im Laufe des Tages mit Hilfesuchenden schreibt, landen als Nachweis in dem großen Kuvert. 

Thomas verschickt an diesem Tage 12 Bewerbungen für 4 Hilfesuchenden. 

 

Außerdem kümmert er sich um unsere Homepage und betreut auch Facebook. 

 

An der Telefonzentrale sitzt seit 8 Uhr unser Winfried. Montags ist immer die Hölle los. Im Laufe des Tages klingelt das Telefon ca. 90 Mal. Zum einen fragen Postadressler nach der Post, zum anderen werden Kleider, Möbel und Hausrat angeboten. Manche erkundigen sich auch nach anderen Dienstleistungen. Dies übernimmt zur Zeit Hans. Heute sind dies 8 Anrufe und weitere 6 Anrufe wegen Möbel werden notiert und Rolf auf den Schreibtisch gelegt. Rolf kommt gegen 14 Uhr. Er organisiert zur Zeit alles was mit Wohnungsauflösungen und Möbel zu tun hat. Ebenso kommen auch Leute zu ihm, die Möbel und Hausrat kaufen möchten. 

Karsten ist zur Zeit der Mann fürs Lager. Dort wird kräftig aufgeräumt und entrümpelt. Alles, was defekt oder nicht verkauft werden kann, wandert zum Wertstoffhof. Dort fahren wir im Laufe des Tages etwa zweimal hin. 

Um 8 Uhr kommt auch Lilja, die Praktikantin, sie unterstützt Hans bei den Verwaltungsarbeiten. Onlinebanking ist angesagt, alle Geldgeschäfte laufen online und werden in den jeweiligen Treuhandkonten verbucht. Zur Zeit haben wir 31 Konten zu verwalten. 

Nun steht schon V. im Büro und möchte seinen Scheck abholen. Damit er nicht bereits Anfang des Monates sein gesamtes Geld ausgibt, händigen wir ihm im Auftrag seines Betreuers wöchentlich einen Scheck mit einem geringen Betrag aus. Kurze Zeit später kommt G. vorbei, er erhält Augentropfen und seine Medikamente, sowie ein Taschengeld für die Woche. Im Laufe des Tages kommt es so zu 12 Kontakten und immer ist ein kurzes oder auch längeres Gespräch erforderlich. 

Bei Thomas steht bereits der erste neue Postadressler bereit. Im Laufe des Tages werden es 3 Frauen und Männer sein, die sich neu bei uns anmelden. 

Auch in der Kleiderkammer herrscht Hochbetrieb. Im Laufe des Tages werden 8 Frauen und Männer bedient, die Kleidung für sich und ihre Kinder mitnehmen. 

Herr A. aus Syrien kommt mit Familienangehörigen und bringt einen Kindergeldantrag mit, wir helfen ihm beim Ausfüllen. Im Laufe des Tages kommen weitere 4 Frauen und Männer mit unterschiedlichen Problemen vorbei. 

Jetzt ist es bereits 12 Uhr und die Essensausgabe beginnt. Es werden 48 Essen verteilt. 

Dann wird es endlich ruhiger. Gisela kümmert sich um Berge von Geschirr und kocht weiterhin fleißig Kaffee und Tee. An einem normalen Tag wird fast 1 kg. Kaffeepulver verkocht werden. 

Speedy ist nachmittags im neuen Laden und räumt die ersten Waren in die Regale. Dort soll es ab März einen Hausrat-Laden geben mit gebrauchtem Geschirr und Kleingeräten für Menschen mit geringem Einkommen. 

Elmar kommt immer montags vorbei und schreibt Rechnungen für unser Arbeitsprojekt. Da er zur Zeit länger in Urlaub ist, macht sich Hans an die Arbeit. Bis 16 Uhr hat er Rechnungen im Wert vom 1.950,00 € geschrieben. Die bange Frage: Wie viele Rechnungen werden tatsächlich bezahlt ? 

Erfreulich: Die Zahlungsmoral hat zugenommen, besonders seit unsere Margitta zeitnah Mahnungen schreibt, und den Kunden auch manchmal nachtelefoniert. 

Im Laufe des Tages kommen 56 Frauen und Männer in den Lichtblick. 

Gegen 16 Uhr kommt Alexandra und beginnt mit fleißiger Hilfe von Wolfgang den Lichtblick blitzeblank zu säubern. 

Alexandra, Lin und Mandy waren übrigens tagsüber bereits lichtblickmäßig unterwegs und haben einige Menschen in ihren Wohnungen besucht und mit dazu beigetragen, dass sie weiterhin selbstbestimmt leben und wohnen können. 

Gisela hat nun auch Feierabend und nimmt noch die Post mit. 

Und gegen 17.30 Uhr hat auch Alexandra Feierabend und der Lichtblick wird abgeschlossen. 

Vor über 21 Jahren, - als wir den Lichtblick eröffnet haben, - hätte niemand gedacht, dass es einmal solch einen umfangreichen Tagesablauf geben würde. 

Dies alles ist nur möglich, weil wir ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben, die sich in vielerlei Hinsicht engagieren. 

 

Und dass wir viele Besucherinnen und Besucher haben, die sich mit dem Lichtblick identifizieren und mitarbeiten. 

Trägerschaft 

Die Zusammenarbeit zwischen dem Prot. Dekanat und dem „Lichtblick“ war wie immer sehr vertrauensvoll. 

Das Evangelische Verwaltungsamt und seine Mitarbeiter/innen standen wie immer mit Rat und Tat zur Verfügung. Alle Drucksachen wie Zeitungen, Flyer, Plakate etc. wurden von der Druckerei im Verwaltungsamt übernommen. Ganz herzlichen Dank an Ralf und David ! 

Annette Münch, Mitarbeiterin im Ev. Verwaltungsamt, kümmerte sich um eine ordnungsgemäße Buchhaltung und prüfte u. A. auch die Barkasse, die von der ehrenamtlichen Mitarbeiterin Margitta gebucht wurde. 

Dekan Armin Jung war nicht nur immer zur Stelle, wenn es sich um eine Trauerfeier im Lichtblick handelte, sondern nahm sich auch immer Zeit, wenn es um organisatorische Fragen handelte. 

Förderbeirat und Ehrenamt 

Wir unterscheiden zwischen Frauen und Männer, die sich ehrenamtlich engagieren und auch zu den BesucherInnen des Lichtblicks gehören und Frauen und Männer, die sich ausschließlich ehrenamtlich engagieren. Für diesen Personenkreis werden regelmäßige Aktionen angeboten. Hier sind besonders beliebt im Sommer der Biergartenabend, oder der Jahresausflug sowie weitere Sondertermine, die alle sehr gut angenommen werden. 

Folgende freiwilligen Helfer/innen gibt es zur Zeit im Lichtblick: 

Margitta Neubauer ( Verwaltung, Buchhaltung, Festvorbereitung) 

Mathilde Appel (Küche), 

Helma Bielfeldt (Küche), 

Anita Rupp (Springerin, Sprecherin Förderbeirat), 

Christiane Kühl (Küche) 

Werner Harke (Lichtblick- Zeitung und Film) 

Annegret Reinig (Feste), 

Sabine Wienk-Borgert ( Feste und Hausfrisörin), 

Walter Nargang (Beratungsangebote) , 

Manfred Sommer (Beratungsangebote), 

Hans Risch (Schulden-Check), 

Iris Barkhausen (Schreibdienste) 

Thorsten Preuninger (Rechtsberatungen) 

Doris Pflüger (Sprecherin Förderbeirat), 

Ernst Ohmer (Sprecher Förderbeirat), 

Ruth Schmidt-Hieber (Einzelbetreuung), 

Martin Busche (Einzelbetreuung) 

Wessely Bozkurt (Einzelbetreuung) 

Werner Schaller (Elektrik) 

Elke Schmeisser (Kleiderkammer, Hausratladen), 

Anita (Kleiderkammer) 

Elmar Weik (Rechnungen schreiben), 

Peter Kaul (Fahrrad-Projekt) 

Willy Gauß (Computerbetreuung Obergeschoss) 

Manfred Leibrecht ( Radladen) 

Renate Wittstock, Steffi, Michi ( Hausratladen) 

Christa Mayer (Hausratladen und Aushilfe Telefondienst) 

Michaela Stadler ( Hausratladen) 

Rolf Raule ( Möbellager, Wohnungsauflösungen) 

Hans ( Computer Verwaltung) 

Ende 2017 waren somit 31 Frauen und Männer ehrenamtlich aktiv im Lichtblick. 

 

Der Förderbeirat besteht zur Zeit aus folgenden Organisationen: Caritas Zentrum, Haus der Diakonie, Christliches Jugenddorf, Club der Behinderten und ihrer Freunde, Kreisverwaltung Bad Dürkheim, Stadt Neustadt und 34 Einzelpersonen. Er hat sich 2017 zweimal getroffen. 

Im Juni hatten wir unseren Jahresausflug. Es ging zunächst einmal ins Heinrich- Egli-Haus in Mainz, eine diakonische Einrichtung der Wohnungslosenhilfe. Dort wurden wir über das Haus und die vielfältigen Angebote informiert. Nachmittags gab es dann eine Führung durch die Altstadt und insbesondere auch durch die St. Stephan-Kirche mit den wunderbaren Chagall- Fenstern. 

Und ein paar Wochen später gab es eine Kräuterführung durch die Wiesen und Felder von St. Martin mit anschließender Einkehr. Großer Dank an Sabine für die Planung ! 

Personalsituation 

Ebenso haben wir hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die hier ganztags arbeiten, obwohl sie nur für ein paar Stunden bezahlt werden. Dies bedrückt mich besonders. Hier muss die Politik aktiv werden, um Einrichtungen wie dem Lichtblick Finanzierungshilfen zu geben, um sozialversicherungspflichtige Stellen zu ermöglichen, von denen die Betroffenen ohne staatliche Unterstützung leben können.“ ( Vortrag Hans Eber-Huber im Rahmen einer Förderbeiratssitzung). 

Wir haben zur Zeit neben mir 5 hauptamtliche Beschäftigte. Ute Schön, die als Halbtagskraft beschäftigt ist und nun leider seit längerer Zeit erkrankt ist, Sigrid Hackbarth mit 26 Stunden, Alexandra Hackbarth mit 19,5 Stunden, Lyn Scheuer mit 10,75 Stunden, Michael Hollwig mit 12,75 Stunden und Andreas Pavlitzek mit 10,75 Stunden (neu seit September 2017).“ 

Sigrid Hackbarth beginnt zum 1.1.2018 ihren verdienten Ruhestand, bleibt uns jedoch – wie bisher- erhalten. 

2017 war Elisabeth Röttig im Rahmen eines Mini-Jobs angestellt. Sie war für Hygiene, Wäsche und Frühstück zuständig. Sie kümmerte sich mit großem Engagement um die Belange unserer Besucher. 

Sie ist leider im Mai verstorben. 

Aus der Trauerrede: 

Unsere liebe Lis haben wir bereits zu Grabe getragen. Heute wollen wir ihr Dank sagen. Eben noch haben wir mit ihr zusammengelebt und zusammengearbeitet. 

Mit ihr ist ein Mensch gestorben, der anderen Menschen zugewandt war. 

Sie fehlt als Ehefrau, als Mutter, als Oma, Freundin, als Kollegin 

und als Mitarbeiterin im Lichtblick. 

Lis fehlt uns. 

Sie fehlt uns allen in vielerlei Beziehungen, 

seit es den Lichtblick gibt, gab es unsere Lis, zunächst als Besucherin und später als sehr geschätzte Mitarbeiterin. 1998, das wissen die meisten von euch gar nicht, wurde im Lichtblick über 3 Wochen lang ein Film gedreht. Es war eine Fernsehdokumentation zum Thema Obdachlosigkeit und Tagestreff. Neben unserem Berber Klaus- der eigentlich eine Hauptrolle hatte und immer wieder zu sehen war,- sieht und hört man auch des Öfteren unsere Lis, damals noch chronisch alkoholabhängig und sehr verzweifelt. Kurz davor war ihr Lebenspartner verstorben, den sie gepflegt hatte und nun sehr vermisste. Im Interview sagte Lis: Lichtblick ist wie eine Familie, die zusammenhält in guten wie in schlechten Zeiten. Und: Schwester Pat hat zu mir gesagt: Du bist eine starke Frau- du wirst es schaffen!“ Du bist eine starke Frau gewesen liebe Lis und du hast es geschafft. - Du hast es geschafft, vom Alkohol loszukommen, Vorbild für viele zu werden und du hast es geschafft, neuen Lebensmut zu fassen trotz vieler Schicksalsschläge und gesundheitlichen Problemen. Ein anderer Satz von dir in dem besagten Film: Manchmal bin ich ein wenig Böse- wenn ich getrunken habe- und dann bin ich aber wieder lieb. Auch im nüchternen Zustand warst du nicht immer lieb, meistens zu recht- und wenn du einmal daneben lagst, warst du dir nicht zu schade, dich zu entschuldigen. Der Lichtblick war manchmal auch ein Liz-blick, du hast der Einrichtung deinen Stempel aufgedrückt. Ich habe viel von dir lernen können, habe oft deinen Rat befragt, deine Lebens- und Menschenkenntnis war mir sehr wichtig. Gerade in der Anfangszeit warst du in alkoholfreien Zeiten eine Autorität. Und wenn du mal wieder einen drauf gemacht hattest- meist um die Weinfestzeit- dann warst du sehr anstrengend und unberechenbar. Aber- und dafür habe ich dich bewundert- irgendwann einmal hast du ganz mit dem trinken aufgehört. In einer Zeit, wo du bereits von deiner Krebs Erkrankung wusstest und bereit warst, dagegen anzukämpfen. Viele Sorgen bereitete dir deine Familie, dein Claus und auch deine Kinder und Enkelkinder. Da erlebte ich dich oft innerlich zerrissen, einerseits wolltest du helfen, wo Hilfe gefordert wurde, andererseits wusstest du aus eigener Erfahrung, dass du nur aus der eigenen Kraft heraus die Sucht bezwingen kannst. Oft warst du sehr misstrauisch dem Menschen gegenüber;-„Ich komme vom fahrenden Volk- da musste man vorsichtig sein“. Diese innere Zerrissenheit begleitete dich dein Leben lang, gerne wärst du so frei wie ein Vogel gewesen. Like a bird on the wire, dieses wunderschöne Lied von Leonard Cohen, das wir gerade gehört haben heißt in der Übersetzung: 

Wie ein Vogel hoch auf dem Draht Wie betrunken tief in der Nacht, Hab´ ich versucht, frei zu sein. 

Manchmal konntest du aus deinem eigenen Gefängnis entweichen, oft und zuletzt auch ohne Alkohol. Liebe Liz, ich wünsche dir vom ganzen Herzen nun endlich frei wie ein Vogel zu sein 

2018 wird es personell einige Änderungen geben, vor allem soll das Arbeitsprojekt „SoliPakt“ personell verstärkt werden. Henning Bielfeldt wird die Stelle von Ute Schön als Gesamtverantwortlicher des SoliPaktes übernehmen, sie selbst wird im Rahmen eines Minijobs neue Bereiche übernehmen. Rolf Raule wird eingestellt um sich um Wohnungsauflösungen und Möbel zu kümmern. 

Ab Frühjahr 2018 soll Frau Yvonne Schreber die nun freie Stelle von Sigrid Hackbarth besetzen. 

 

Bernd Jacob, Ionel Cocioban und Mahmut Gungor Gursul wurden als Minijobber für das Arbeitsprojekt „SoliPakt“ beschäftigt. Michael Morgenstern ist leider im Spätsommer verstorben. 

Iris Barkhausen unterstützte die Beratungsarbeit im Rahmen eines Minijobs. 

Reinhold Bersch wurde für die Organisation der „Notübernachtung“ eingestellt. 

Neu im Herbst wurde Steffi Kühlthau als Minijobblerin eingestellt. 

Neben diesem Personenkreis erhielten über das Jahr verteilt 26 Frauen und Männer im Rahmen einer „Ehrenamtspauschale“ in Höhe von 60,00 € monatlich einen kleinen Obolus. 

Finanzierung 

Die laufenden Sachkosten wie Miete, Nahrungsmittel, Büro- und Verwaltungsbedarf, Anschaffungen und Erhaltungskosten, sowie die Personalkosten wurden zu einem wesentlichen Teil über Spendenmittel finanziert. Die Stadt Neustadt übernimmt die Personalkosten der Einrichtungsleitung und bezuschusst den Lichtblick zusätzlich mit jährlich 15.000,00 Euro. Vom Kreis- Bad Dürkheim erhielten wir eine Zuwendung in Höhe von 4.000,00 Euro. Dieser soll 2018 auf 5.000,00 erhöht werden. 

Leider haben wir 2017 kaum Bußgelder erhalten. 

Insgesamt hatten wir Ausgaben in Höhe von über 225.000 Euro, die wir durch Zuwendungen, Spenden, Aufwandsentschädigungen unseres Arbeitsprojektes und Einnahmen aus den Läden ausgleichen konnten. 

Besonderen Dank an dieser Stelle an Margitta Neubauer, die sich um die Zahlen und Buchungen kümmerte. 

Finanzverwaltung – Treuhandkonto 

Ende 2017 bestehen 30 Treuhandkonten, im Laufe des Jahres wurden 4 Konten gelöscht, weil deren Besitzer verstorben sind, 1 neues Konto wurde eingerichtet. 

Hier wurden im Laufe des Jahres über 750.000 Euro ein- und ausgezahlt. 

Diesen Verwaltungsakt zu bewerkstelligen ist nur möglich, weil das Evang. Verwaltungsamt einen wesentlichen Teil der Buchungen tätigt. 

Annette Münch war 2017 für die Zahlenberge zuständig. Ein ganz herzliches Dankeschön an dieser Stelle für ihre Geduld und Ausdauer. In den letzten Jahren gingen die Treuhandkonten kontinuierlich zurück. Dies hat einen einfachen Grund: Banken und Sparkassen sind mittlerweile gesetzlich verpflichtet, jedem ein Konto zu eröffnen. 

Dies war nicht immer so. Menschen, die z.B. eine negative SCHUFA- Auskunft hatten, erhielten kein eigenes Konto, das Gleiche galt auch für Menschen ohne Postadresse. 

Post- Adresse im Lichtblick: Erschreckend hohe Zahlen und viele junge Menschen 

Seit vielen Jahren beklagen viele soziale Einrichtungen und auch der „Lichtblick“ in seinen Jahresberichten die Wohnungssituation in Neustadt und der massive Anstieg wohnungsloser Menschen- und keine der im Stadtrat vertretenen Parteien nahm sich diesem sozialen Notstand in den vergangenen Jahren an. 

Bereits 2013 ist dort nachzulesen:„…es ist dringend erforderlich, dass sich Politik und soziale Einrichtungen an einen Tisch setzen, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen.“ Und 2014: „Zum wiederholten Male weist die Neustadter Einrichtung „Lichtblick“ in ihrem Jahresbericht auf die akute Wohnungssituation in Neustadt und Umgebung hin. Es gibt aktuell kaum Wohnraum für Menschen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, beziehungsweise gibt es kaum Wohnungen, die als angemessen anerkannt und somit auch vom Jobcenter oder Sozialamt bezahlt werden.“ Und weiter 2015: „Die Wohnungsnot in Neustadt und Umgebung wird immer größer…..“ 

Wohlgemerkt: Bereits vor der Flüchtlingswelle und Merkels „Wir schaffen das“- gab es in Deutschland und auch in Neustadt einen akuten Wohnungsnotstand für Menschen mit geringem Einkommen. 

Die Stadt hat die Problematik zwar nun endlich erkannt und beginnt, mit Hilfe der Wohnungsbaugesellschaft, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Hier ist auch mittelfristig mit einer kleinen Verbesserung der Wohnungssituation in Neustadt zu rechnen- der große Wurf wird es dennoch nicht sein, denn es wird, auch auf Grund der angekommenen Flüchtlingen, einen immer größer werdenden Bedarf an bezahlbaren Wohnungen geben. 

Und, das darf nicht vergessen werden: Durch Sanierungen - auch energetische - und Verkauf von Wohnungen an privaten Investoren- werden bisher „Hartz 4“ – fähige Wohnungen nicht mehr bezahlbar sein. Und schließlich gibt es große Wohnungsbaufirmen auch in Neustadt, die Mietwohnungen als Eigentumswohnungen verkauft haben oder weiterhin verkaufen werden. 

Hier muss meines Erachtens sofort gehandelt werden: Neustadt und auch andere Kommunen müssen den Wohnungs- Notstand ausrufen und mit unkonventionellen Mitteln kurzfristig für Entlastung sorgen. Viele karitative Einrichtungen und freiwillige Helferinnen und Helfer wollen nicht mehr länger das Wohnungselend nur „verwalten“. Insbesondere auch die vielen jungen wohnungslosen Menschen sollten eine Wohn- und Lebenschance erhalten. 

 

Andere Städte haben den Missstand bereits erkannt und sind auf dem Wohnungsmarkt selbst aktiv geworden. Sie vermieten die Wohnungen weiter an Flüchtlinge und sozial bedürftige Menschen, betreuen diese bei Bedarf und geben 

somit den Vermietern Sicherheiten, die sie ansonsten nicht haben. Auch der „Lichtblick“ hat in der Vergangenheit etliche Wohnungen angemietet und die Vermieter haben damit in der Regel gute Erfahrungen gemacht. 

Der Förderbeirat Lichtblick hat auf seiner Herbstversammlung beschlossen, alle Neustadter Fraktionen anzuschreiben. 

Beim Lichtblick wurden 2017: 238 Postadressen verwaltet, was wiederum eine große Belastung bedeutete. 

Die Zahlen im Einzelnen: 

 

 

 

 

Beim Lichtblick wurden 2017: 238 Postadressen verwaltet, was wiederum eine große Belastung bedeutete. 

Die Zahlen im Einzelnen: 

238 Frauen und Männer, häufig unter 25 Jahre alt, sind 238 zu viele. Wohnungslosigkeit ist das offensichtliche Zeichen der Verelendung inmitten unserer Gesellschaft. 

Die „Rheinpfalz“ berichtete am 3. November: 

„Es gibt keine günstigen Wohnungen“ 

Sozial Schwache finden in Neustadt kaum eine Bleibe – Viele leben in unzureichenden Verhältnissen – Lichtblick mahnt seit Jahren 

Von Annegret Ries 

Menschen, die von Sozialleistungen leben oder ein geringes Einkommen haben, finden in Neustadt meist keine Wohnung. Schätzungen gehen davon aus, dass 400 bis 500 Wohnungen mit Mietpreisbindung fehlen. An der Adresse der Tagesbegegnungsstätte Lichtblick waren im vorigen Jahr 282 Menschen postalisch gemeldet, die keine feste Wohnung hatten. Die Wohnungsbaugesellschaft (WBG) baut derzeit 30 Wohnungen mit Mietpreisbindung, weitere konkrete Pläne gibt es nicht. 

Wer Sozialleistungen bezieht, bekommt die Miete nur bis zu einem bestimmten Betrag pro Quadratmeter erstattet. „Zu diesen Preisen findet man in Neustadt nichts“, sagt Christine Jausel-Wild, die beim Betreuungsverein der Arbeiterwohlfahrt (Awo) für die ehrenamtlichen Betreuer und die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Nicht alle Menschen, die unter Betreuung stehen, sind sozial schwach. Doch bei denen, für die der Awo-Betreuungsverein zuständig ist, sei dieser Anteil sehr hoch, sagt Jausel-Wild. Und für diesen Personenkreis sei es „ein Riesenproblem“, in Neustadt eine Wohnung zu finden. „Es gibt keine Wohnungen auf dem freien Markt, und die WBG hat eine ellenlange Warteliste“, berichtet Jausel-Wild.Weil die Suche sehr zeitaufwendig sei, bleibe für die Betreuer keine oder zu wenig Zeit, sich um die anderen Probleme der Betroffenen zu kümmern, verweist Jausel-Wild auf eine Folge des Wohnungsmangels. Zudem würden die Betroffenen frustriert und unzufrieden, was bei Menschen, die psychisch krank seien, häufig zu einer Verschlechterung ihrer Gesundheit führe. „Wer keine Wohnung hat, findet auch keine Arbeit“, nennt Jausel-Wild einen weiteren Aspekt. 

 

Ein Teil der Betroffenen lebe in unzureichenden Wohnverhältnissen, etwa bei Familienmitgliedern oder Freunden. „Doch gibt es unter den Betreuten auch viele Obdachlose“, berichtet Jausel-Wild. Und obdachlos zu sein, sei „total anstrengend“, weiß die Awo-Mitarbeiterin. Obdachlose müssten immer Angst haben, dass sie verscheucht oder überfallen werden, hätten keinen Raum, in den sie sich mal zurückziehen könnten. Es stünden auch zu wenige Notunterkünfte zur Verfügung, sagt Jausel-Wild. Die vorhandenen hätten teils Mehrbettzimmer und kein Bad. Bei psychisch Kranken sei diese Art der Unterbringung meistens sehr problematisch. 

Weil Frauen, die vor Misshandlungen durch ihre Partner in ein Frauenhaus geflohen sind, keine Wohnung finden, bleiben sie länger, und es ist kein Platz für andere Frauen, die ebenfalls misshandelt werden, beschreibt Ingrid Homeier-Morell eine Situation, mit der viele Frauenhäuser zu kämpfen hätten, die aber in Neustadt „besonders prekär“ sei. „Viele Frauen wissen das und bleiben in ihren Gewaltbeziehungen, um nicht mit ihren Kindern auf der Straße zu stehen“, schildert sie eine Folge davon. Die Polizei stehe immer wieder vor dem Problem, „dass sie nicht weiß, wohin mit den Frauen“. 

„Es werden keine günstigen Wohnungen mehr angeboten“, so Homeier-Morell. Wenn doch einmal etwas zu finden sei, „dann vermieten die Wohnungsbesitzer nicht an eine Frau, die Hartz IV bezieht, alleinerziehend ist und vielleicht noch einen Migrationshintergrund hat“, weiß Homeier-Morell. Sie gesteht, dass sie vor kurzem „beinahe geheult“ habe, als es einmal anders war. Ein Vermieter habe gesagt, „der Frau will ich helfen“, und habe einer Frau aus dem Frauenhaus eine günstige Wohnung vermietet, obwohl es etwa 150 weitere Bewerber gegeben habe. „Über Makler bekommen unsere Frauen gar nichts“, sagt Homeier-Morell. Und bei den privaten Wohnungsbaugesellschaften sehe das nicht anders aus. Ein Immobilienunternehmen sage offen, dass grundsätzlich nicht an Alleinerziehende vermietet werde. Und bei der WBG sei nichts frei. 

In den Jahresberichten des Lichtblick werde schon seit Jahren darauf verwiesen, dass in Neustadt keine Wohnungen zu günstigen Mieten zu finden und immer mehr Menschen obdachlos seien, erinnert Hans Eber-Huber, Leiter der Tagesbegegnungsstätte. „Es gibt keine Zahlen“, bedauert er. Einziger Anhaltspunkt sei die Anzahl der Menschen, die ihre Postadresse beim Lichtblick haben, das waren im vergangenen Jahr 282. Eber-Huber und Vertreter anderer sozialer Einrichtungen schätzen, dass in Neustadt mindestens 400 bis 500 Wohnungen benötigt würden. Obwohl schon seit Jahren auf dieses Problem aufmerksam gemacht werde, tue sich nichts, kritisiert Eber-Huber. Die Anzahl der Wohnungen mit günstigen Mieten sei sogar kleiner geworden, denn Wohnungsbaugesellschaften hätten Wohnungen, bei denen die Sozialpreisbindung ausgelaufen war, in Eigentumswohnungen umgewandelt und verkauft. 

Wohnungsbaugesellschaften und Bauträger, die früher auch Wohnungen mit Sozialpreisbindung gebaut hätten, würden dies schon seit vielen Jahren nicht mehr tun, weil es finanziell nicht lukrativ sei, sagen Eber-Huber und Homeier-Morell. 

 

Jobmotor SoliPakt: 45 Frauen und Männer arbeiten im Lichtblick 

SoliPakt ist das Arbeits- und Beschäftigungsprojekt des Lichtblicks. 2017 mussten wir- aus Spendenmittel und Zuwendungen von Stiftungen insgesamt 41.000,00 Euro Defizite ausgleichen. Dennoch: Das Projekt ist Herzstück der Einrichtung und nicht umsonst war SoliPakt schon mehrmals Preisträger! 

Es zeigt sich immer öfters, dass Frauen und Männer, die das Jobcenter für eine AGH im Lichtblick vermitteln, so hohe Vermittlungshemmnisse haben, dass eine erfolgreiche Vermittlung nicht – mehr- möglich ist. 

Wir fordern weiterhin: Wir brauchen einen s.g. 3. Arbeitsmarkt, wo Menschen, die grundsätzlich noch arbeiten können, eine Arbeits- und Lebensperspektive entwickeln können- und das Ganze ohne permanenten Bewerbungsdruck, der immer wieder zu Enttäuschungen führt, und das ganze ohne ständige Vermittlung in Qualifizierungsmaßnahmen. 

Der „Lichtblick“ stellt sich auch 2017 dieser gesamtgesellschaftlichen Herausforderung, und bietet Menschen, die auf dem s.g. ersten Arbeitsmarkt nicht mehr vermittelbar sind, im Lichtblick eine wert- und sinnvolle Beschäftigung. 

Ende des Jahres hatten folgende Frauen und Männer eine Beschäftigung: 

Gisela in der Küche, Evi, die den Hof sauber hält, Stefan, „Ottes“ und Mohammed im Möbellager, Winfried, Patricia, Daniel am Telefon, Michel im 2 Radladen, Werner, Mandy, Lena, Markus und Lin in der Kleiderkammer, Moni, die nicht nur in der Küche mithilft, sondern auch Putzdienste übernimmt und jeden Abend Kuchen bäckt. 

Die Eurojobbler Ende 2017: Thomas ( Bewerbungen, Postadressen, Homepage, soziale Medien und Zeitungsprojekt), Sven, Franz, Pascal und Michael ( Umzüge),Alexandra ( Kleiderkammer), Mike (Radladen), Jürgen, Heino und Alexander ( Hausratladen), 

Dann kommen noch hinzu: Wolfgang, unser Mädchen für Alles, die ehrenamtlichen Mitarbeiter Karsten, Rudi, Benny, Alain im Umzugs- und Möbelprojekt, Michael und Tony im Hausratladen, Und ungenannt 2 Männer, die Ende 2017 Arbeitsstunden zu leisten hatten ( im gesamten Jahr waren es jedoch 12 ). 

Insgesamt waren es Ende 2017 34 Frauen und Männer, die ihren „Job“ im Lichtblick erledigten. Und zählt man noch die 6 Minijobbler und 5 Beschäftigte mit Arbeitsverträgen hinzu waren es Ende 2017 insgesamt 45 Frauen und Männer. 

Wir bieten Beschäftigung in folgenden Bereichen an: 

1. Umzugshilfe 

2. Möbeltransporte, Kleintransporte 

3. Dienstleistungen im Haushalt 

4. Hilfe bei Festvorbereitungen für gemeinnützige Organisationen 

5. Hilfe in anderen sozialen Einrichtungen, Kindergärten und Kirchengemeinden 

6. Wohnungsentrümpelungen und s.g. Messie- Wohnungen 

7. Kleinere Renovierungsarbeiten 

8. Sperrmüll wegfahren 

9. Mithilfe in den Lichtblickläden 

10. Mithilfe im Lichtblick selbst. 

 

 

Für unsere Dienstleistungen gilt jedoch: Nur für Menschen mit geringem Einkommen, denn wir möchten keine Konkurrenz zu bestehenden Betreiben sein. 

1. Umzüge, Transporte, Aktivitäten in Kirchengemeinden etc… 

2017 wurden insgesamt 574 Aufträge, manche über mehrere Tage, abgearbeitet. 

Über das Jahr verteilt hatten wir 20 Frauen und Männer im Rahmen einer AGH (Eurojob) beschäftigt bei durchschnittlich 10 zugewiesenen Plätzen. 

1 Mann wurde nach der AGH im Lichtblick angestellt, ein weiterer fand eine Stelle in einer Zeitarbeitsfirma 

2.Unser Beitrag zur Nachhaltigkeit: Die „Lichtblick- Läden“: Weitergeben statt wegwerfen ! 

Es ist immer besser, Gebrauchsgegenstände weiter zu verwenden, als wegzuwerfen. Lichtblick stellt sich der Notwendigkeit, nachhaltig mit unseren Ressourcen umzugehen: 

2.a.) Möbel-Lager 

2017 hatten wir ein großes Problem: Die Zufahrtstraße zum Lichtblick war über Monate hinweg gesperrt, so dass über längere Zeiträume unser Möbellager nicht angefahren werden konnte. Trotz Allem konnten wir im Laufe des Jahres 230 Kundenwünsche befriedigen. Einmal war es eine Kindermatratze, einmal ein Kleiderschrank, das nächste Mal ein Esszimmertisch und 4 Stühle, manchmal eine komplette Küche oder auch in einigen Fällen eine komplette Wohnungseinrichtung. 

Bei Bedarf wurden die Möbel angefahren und auch aufgebaut. 

Beschäftigt im Möbellager sind Ende des Jahres: Stefan, Ottes, Karsten und Mohammed. 

2.b.) Unsere Kleiderkammer 

Die rückgängigen Zahlen der Flüchtlinge spürten wir auch in der Kleiderkammer. Es sind allerdings immer noch fast 2/3 Migrantinnen und Migranten, die die große Auswahl an Kleidung schätzen. 

Insgesamt 922 Frauen und Männer nutzten das Angebot, um kostenlose oder zu günstigen Preisen Kleidungsstücke zu erwerben, teilweise auch für mehrere Familienmitglieder. 

Nachweis ist in der Regel der Tafelausweis, aber auch eine Bescheinigung der Ausländerbehörde oder ein aktueller Bescheid nach SGB2 oder 12. 

Menschen ohne jegliches Einkommen erhalten einen Grundstock an Kleidungsstücken kostenlos, alle anderen zahlen einen kleinen Obolus. Durchschnittlich erhalten wir jeden Monat 3 Tonnen Kleidungsstücke. Nur ein Teil davon sind zeitgemäße und verwertbare Stücke, der Rest wird gesammelt und wöchentlich von der Fa. Däsa abgeholt und vergütet. Damit können wir unseren entstehenden Aufwand abdecken. 

2.c.) Flohmarkt 

Ab März haben wir wieder in Neustadt´s Fußgängerzone monatlich einen Flohmarkt angeboten. 

Die Einnahmen aus dem Flohmarkt sind ein wichtiger Posten auf der Haben-Seite der Finanzierung 

unserer Einrichtung und wir danken ganz herzlich dem Flohmarktteam: „Speedy“, Margitta, Tony, Sven,“Balu“ 

Werner und Wolfgang. 

2.d.) Unser Fahrradladen Zweirad(t) 

Im 4. Jahr seines Bestehens hat es leider eine große Veränderung gegeben. Heiko Litzel, der den Laden mit aufgebaut hatte, verstarb ganz plötzlich im April. 

Als wäre es gestern 

(…) Heiko sitzt bei mir im Büro. Immer öfters rebelliert sein Körper, Folgen seines vergangenen Lebens. Dem heutigen Leben stellt er sich nun, er muss da sein für seine Familie und auch für den Radladen, der nun auch zu einem wichtigen Teil seines Lebens geworden ist. 

Mach doch einfach den Laden zu, viel wichtiger ist deine Gesundheit, geh zum Arzt und lass dich untersuchen. 

Diese Woche kann ich den Laden nicht zumachen, ich habe noch einige Reparaturen angenommen, aber nächste Woche vielleicht. 

Auch hier zeigte Heiko ein großes Verantwortungsgefühl gegenüber den Dingen, die ihm wichtig waren. 

Vielleicht hätte er besser auf sich Acht gegeben und auf seinen Körper gehört. Ich weiß es nicht. 

 

Was ich jedoch weiß ist, dass ich Heiko schon jetzt sehr vermisse, mir fehlt das Gespräch am frühen Morgen in meinem Büro, mir fehlt das „Chef“, so wie es Heiko aussprach, ein wenig ironisch, jedoch sehr liebevoll. 

Was sonst auch gewesen sein mag in seinem Leben, das mit Sicherheit einige Baustellen hatte, die nicht behoben wurden, ich selbst und auch viele hier haben in Heiko einen Menschen kennengelernt, den wir sehr gemocht und geschätzt haben. 

Wir werden ihm einen Ehrenplatz im Radladen geben und auch in unserem Herzen. 

Sein Mitarbeiter Michael hat sich zugetraut, den Laden weiter zu führen und hat mit Mike einen Mitarbeiter gefunden, so dass der Lader weiter bestehen kann. 

Dank an dieser Stelle an Peter Kaul, der regelmäßig vorbeikommt, und Tricks und Tipps bei der Reparatur mitbringt. 

2.e.) HausRatladen 

Seit April gibt es den Hausratladen in der Talstraße 5. Die „Rheinpfalz“ berichtete zur Eröffnung: 

Geschirr, Hausrat und mehr Im neuen „HausRat-Laden“, Geschirr und anderer Hausrat, Elektrogeräte sowie alltägliche Gebrauchsgegenstände aus zweiter Hand gibt es ab Montag, 3. April, im „HausRat-Laden“ in der Talstraße 5. Es ist ein neues Projekt der Tagesbegegnungsstätte Lichtblick. Die Nachfrage sei groß, und man habe ein umfangreiches Lager mit solchen Utensilien, die gespendet wurden oder aus Haushaltsauflösungen stammen, sagt Lichtblick-Leiter Hans Eber-Huber. Doch sei es immer schwierig gewesen, in den zahlreichen Kartons das zu finden, was gerade benötigt wurde. Seit einiger Zeit habe er überlegt, dieses Angebot neu zu organisieren. Nun sei ihm die Besitzerin eines leerstehenden Ladens bei der Miete sehr entgegengekommen. Als Starthilfe zur Einrichtung hat die BASF 1750 Euro gespendet. Im Laden werden Besucher des Lichtblicks in Mini- oder Ein-Euro-Jobs und Ehrenamtliche arbeiten. Die Waren werden zu geringen Preisen verkauft. Eber-Huber verweist darauf, dass derzeit keine gespendeten Gegenstände angenommen werden, da erst über 30 große Kartons sortiert und ausgepackt werden müssen. Geöffnet hat der Laden montags von 10 bis 14 Uhr und donnerstags von 15 bis 19 Uhr. Mit frdl. Genehmigung von Annegret Ries 

Der Laden ist sehr gut angekommen. Besonderen Dank gilt hier wie so oft Sigrid Hackbarth, die Planung und Organisation übernommen hatte. 

Das Team aus Ehrenamtlichen und BesucherInnen besteht zur Zeit aus: Steffi und Rolf (Leitung), Speedy Hackbarth, Michi, Christa, Elke, Michael, Tony und Alex. 

2.f.) Weitergabe von Lebensmittelspenden: 

Im Eingangsbereich des Lichtblicks stehen jeden Tag etliche Kisten mit Brot, sonstige Backwaren, Obst, Gemüse, Dosen und im Besucherkühlschrank stehen Molkereiprodukte, Käse und Wurstwaren. 

Diese Produkte geben wir täglich unseren BesucherInnen weiter. Sie wurden gespendet oder sind Überschüsse der Tafel. 

Wohn- und Mietprojekt 

Ende 2017 haben wir weiterhin vier Single- Wohnungen, eine Paarwohnung und eine große Wohnung als 

WG angemietet. 

Haus- Frisörin 

Zur Institution geworden ist bereits der monatliche Frisörtermin: 

Einmal im Monat kommt Hausfrisörin Sabine in den Lichtblick und schneidet kostenlos die Haare. Dieses Angebot erfreut sich großer Nachfrage. Auch einige Bärte wurden bereits gekürzt und wieder in Form gebracht. 

Seit Sommer 2016 bietet auch das Frisörgeschäft Schneider ein Angebot für unsere Besucher/Innen, das sehr gerne genutzt wird. 

Vernetzung 

Sehr eng war wiederum die Zusammenarbeit mit anderen Fachdiensten aus Neustadt. Daneben nutzen die Einrichtung verstärkt Berufsbetreuer. 

Zu folgenden Fachdiensten bestand ein enger Kontakt: 

1. Sozialberatungen der Diakonie und Caritas 

2. Sozialamt Neustadt und Jobcenter Deutsche Weinstraße 

3. Jugend- und Drogenberatung und Beratungsstelle für Abhängige 

4. Betreuungsverein der Johanniter, AWO und Berufsbetreuer 

5. Sozialpsychiatrischer Dienst der Kreisverwaltung Abtl. Gesundheitsamt 

6. Bewährungshilfe Neustadt 

7. Krankenhaussozialdienst Hetzelstift 

8. Ökumenische Sozialstation und andere ambulante Dienste 

9. Familienhilfe CJD, Haus der Diakonie 

10. Gerichtshilfe bei der Staatsanwaltschaft Frankenthal „Schwitzen statt Sitzen“ 

11. Sozialdienst der Wohnungsbaugesellschaft Neustadt 

 

Die Leitung des „Lichtblicks“ nahm an folgenden Arbeitsgruppen teil: 

1. AK Soziale Dienste/soziale Beratung in Neustadt 

 

2. Fachgruppe Wohnungslose der Diakonie in Mainz 

 

 

Bewerbungen schreiben mit Thomas 

Im Berichtszeitraum war Herr Lückert täglich präsent und konnte dadurch auch ganz spontan Bewerbungen schreiben. 

Nach Gesprächen mit dem Jobcenter gilt nun folgende Vereinbarung: 

Kosten für Briefmarken etc. können wir über einen Bewerbungsgutschein wieder erstattet bekommen. Oder falls keiner vorhanden: dann können wir die Bewerbungspost mit Anschreiben einfach im Jobcenter abgeben. Im Berichtszeitraum wurden 351 Bewerbungsanschreiben für 35 Frauen und Männer verfasst. Zum Teil wurden konkrete Stellenagebote bearbeitet, zum Teil auch s.g. „Blindbewerbungen“. 

Notübernachtung Talstraße 

Die uns überlassene Notwohnung in der Talstraße 5 wurde das gesamte Jahr hinweg belegt. Vereinbart mit der Stadt wurde eine Aufwandsentschädigung für die Wintermonate vom 1.11. bis 31.3. des Folgejahres. Für die restlichen Monate gibt es keine Vergütung, die Wohnung kann jedoch ganzjährig genutzt werden. 

Die Wohnung ist nur ca. 50 m vom Lichtblick entfernt in einem Gebäude, das von der Stadt als Lager genutzt wird. 

Die Lage ist sehr günstig, da ansonsten keine Menschen dort wohnen. 

Wir haben einen Mini-Jobbler eingesetzt, der sich um die Wohnung kümmert. 

2017 wurden 204 Übernachtungen gezählt. In der kalten Jahreszeit gab es kein Übernachtungslimit. 

Haushaltsnahe Dienstleistungen und Wohnassistenz 

Das Angebot, bedürftigen Menschen in ihrer Wohnung behilflich zu sein, wird mittlerweile im immer größeren Rahmen angenommen. Neben Alexandra Hackbarth war auch Marlyn Scheuer mehrmals die Woche in den Haushalten beschäftigt. 

Zudem haben sich einige ehrenamtliche Mitarbeiter bereit erklärt Einzelbetreuungen durchzuführen. So konnten einige Menschen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und damit zunächst einmal eine drohende Heimunterbringung verhindern. 

Ende 2017 waren dies 17 Haushalte, im Laufe des Jahres verstarben 2 Männer, hinzu kamen 3 neue zu Betreuende hinzu. 

Einzelfallhilfe und Statistik 

In unserer Statistik sind die Menschen aufgeführt, die uns persönlich bekannt sind und Angebote in der Einrichtung wahrnehmen, z.B. Postadresse, Frühstück, Duschen, Mittagessen, Wäsche waschen, Einzelgespräche, Finanzverwaltung, Teilhabe am Solipakt- Projekt. 

 

NutzerInnen des Möbellagers, der Kleiderkammer, dem Zweiradladen werden nicht namentlich erfasst und gehören somit nicht in die Statistik. Gesamtzahlen BesucherInnen im Lichtblick 2017 

Gesamt 

442 

weibl 

120 

männl 

322 

neu 

109 

aus 2016 

333 

bis 20 

38 

bis 25 

64 

bis 30 

74 

bis 40 

82 

bis 50 

89 

bis 60 

78 

ü 60 

17 

aus NW 

224 

DÜW 

120 

sonst. 

98 

 

Davon Menschen ohne Wohnung 304

 

Jahresstatistik            
2017            
Monat essen Gäste gesamt Tage Durchschnitt   Samstag
Januar 863 1205 22 55   89
Februar 753 1117 20 56   84
März 953 1355 23 59   45
April 761 1111 18 62    
Mai 915 1289 21 61    
Juni 788 1198 19 63    
Juli 602 919 15 61    
August 766 1115 19 59    
September 803 1229 21 59    
Oktober 786 1111 20 56    
November 883 1270 21 60   49
Dezember 726 1121 20 56   190
  9599 14040 239     457
Gesamt plus Sa   14497 18      
Samstag     257 56    
             

Mit dem niedrigschwelligen Angebot der Einrichtung konnten Menschen in recht unterschiedlichen sozialen und/oder persönlichen Notsituationen erreicht werden. 

Die Themenbreite umfasste folgende Inhalte: 

1. Unterstützung bei Wohnungslosigkeit /Hilfe zur Erhaltung einer Wohnung 

2. Hilfe bei Wiedereingliederung/ bzw. Eingliederung in Arbeits- und Berufswelt 

3. allgemeine Lebensberatung/ Unterstützung bei der Alltagsbewältigung 

4. Hilfe in akuter Notsituation/ Krisenberatung 

5. Kontakte zu Fachstellen herstellen. 

6. Finanzverwaltung 

7. Hilfe beim Ausfüllen von Formularen 

 

Beratungsangebote im Lichtblick 

Wie schon seit vielen Jahren gibt es an drei Tagen die Woche verschiedene Beratungsangebote, die von den Beratern eigenverantwortlich angeboten werden. Der Lichtblick koordiniert lediglich die Termine: 

Folgende Schwerpunkte werden u.a. angeboten: 

Herr Nargang: SGB 2 und SGB 12 ( s.g. Hartz 4 Gesetze), Fragen zu Renten- und Krankenversicherung, Asylgesetze 

Mittagessen im Lichtblick 

2017 wurden insgesamt 9.600 Essen ausgegeben! Die Organisation des Mittagessens wurde von Sigrid Hackbarth übernommen, die zusammen mit Margitta Neubauer den Wochenspeiseplan erstellt und die freiwilligen Helferinnen einplant. Die engen Kontakte zur Neustadter Tafel helfen, die Lebensmittelkosten fast konstant halten zu können. 

Zur Küchencrew gehören neben den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen: Thilde Appel, Christiane Kühl und Helma Bielfeldt auch unsere Gisela, die sich täglich um den Abwasch und vieles mehr kümmert. 

Dank auch an folgende Firmen: 

Getränke erhielten wir von der Fa. Food-Tex, die uns regelmäßig mit Fruchtsäften versorgt hat. 

Die Metzgerei Neumaier in Neustadt, und die Metzgerei Vogt aus Haßloch spendeten wöchentlich Wurstwaren. Die Konditoreien Sixt und Michel verwöhnten die Besucher mit Kuchen und Gebäck. Brotwaren erhalten wir nun überwiegend von der Tafel , aber auch von der Bäckerei Istanbul in der Talstraße. Da unsere Sigrid- Speedy- auch ehrenamtlich bei der Neustadter Tafel arbeitet, erhalten wir immer zu Wochenbeginn Waren, die an den Samstagausgaben nicht gebraucht wurden. 

Öffentlichkeitsarbeit 

2017 wurden 4 Lichtblick - Zeitungen herausgebracht, an fast 500 Adressen verschickt und in vielen Neustadter Geschäften und Einrichtungen ausgelegt. Die Auflage je Zeitung lag bei 1.200 Stück. Neuer Redakteur ist Werner Harke. 

Über das Jahr verteilt gab es 2 Benefizkonzerte, die Beide ausverkauft waren. Viele Menschen sind treue Besucher unserer Veranstaltungen. 

Unsere Homepage 

Unsere Homepage ist ein „Hingucker“ und immer auf dem aktuellsten Stand. 

Thomas Lückert hat nun auch diesen Part übernommen hat. 

Adressen: www.lichtblick-nw.de 

Übrigens: Lichtblick gibt es auch bei Facebook ! 

 

Zusammenfassung: 

Lichtblick bewegt- auch 2017 

 

Die Tagesbegegnung Lichtblick in Neustadt, eine Einrichtung für wohnungslose Menschen sowie Menschen in anderen sozialen Notlagen, 

Lichtblick zählte insgesamt 304 wohnungslose Frauen und Männer, die im Lichtblick Rat und Hilfe suchten, darunter 239 Frauen und Männer, die sich postalisch im Lichtblick angemeldet hatten. Dies ist Voraussetzung dafür, überhaupt Sozialleistungen beantragen zu können und z.B. auch wieder krankenversichert zu sein. In der gesamten Region ist der Lichtblick die einzige Einrichtung, die dies anbietet. 

„Mit großer Sorge beobachten wir“, so Hans Eber-Huber, Leiter des Lichtblicks, „dass wohnungslose Menschen immer länger ohne Wohnung bleiben. Folge ist, dass diese Menschen ihr Leben nicht gestalten können, denn ein Dach über den Kopf ist Voraussetzung dafür. Und wenn dann noch die Hälfte unter 30 Jahre alt sind, ist dies besonders tragisch.“ 

Die Wohnungssituation in Neustadt hat nun auch die Politik erreicht und wurde kürzlich im Stadtrat der Stadt Neustadt behandelt. 

Der Lichtblick und der Förderbeirat werden hier am Ball bleiben und haben ihre Forderungen formuliert und an alle Fraktionen geschickt: 

Zusammenfassend ist festzustellen, dass kurzfristige Maßnahmen erforderlich sind, um der akuten Wohnungsnot entgegen treten zu können. Der Förderbeirat fordert aus diesem Grunde die Schaffung einer Wohnassistenzstelle, die dazu beitragen soll, Wohnungsverlust zu verhindern, und auch selbst auf dem Wohnungsmarkt aktiv zu werden. 

Des Weiteren ist unbedingt erforderlich, dass sich zukünftig das Sozialamt - und nicht wie bisher das Ordnungsamt - um wohnungslose Menschen kümmern sollte. 

Auch der Kreis Bad- Dürkheim ist hier gefordert, denn von dort kamen immerhin 85 wohnungslose Menschen. 

Insgesamt wurden 442 Menschen gezählt, die die vielfältigen Angebote in Anspruch genommen haben. 

Hinzu kommen noch die Menschen, die vom ehrenamtlich tätigen Beratungsteam informiert und unterstützt wurden. 

An 239 Öffnungstagen wurden 14500 Besucher gezählt und 9600 Essen ausgegeben. 

Dass der Lichtblick auch 2017 einiges bewegt hat, zeigt die Eröffnung des Hausrat- Ladens in der Talstraße 5. Dort gibt es seit April letzten Jahres alles rund um Haushalt und Wohnen. 

Auch die anderen Läden, so der Zweiradladen, das Möbellager und die Kleiderkammer wurden häufig aufgesucht. 

Zusammen sind im Arbeits-und Beschäftigungsprojekt „Solipakt“ Ende 2017 insgesamt 45 Menschen beschäftigt. 

Es zeigt sich immer öfters, dass Frauen und Männer, die das Jobcenter für eine AGH ( bekannt unter “Eurojob“) vermitteln, so hohe Vermittlungshemmnisse haben, dass eine erfolgreiche Vermittlung in den 1. Arbeitsmarkt nicht mehr möglich ist. 

Der Lichtblick fordert aus diesem Grunde: Wir brauchen einen s.g. 3. Arbeitsmarkt, wo Menschen, die grundsätzlich noch arbeiten können, eine Arbeits- und Lebensperspektive entwickeln können- und das Ganze ohne permanenten Bewerbungsdruck, der immer wieder zu Enttäuschungen führt, und das ganze ohne ständige Vermittlung in Qualifizierungsmaßnahmen. 

Der „Lichtblick“ stellt sich auch 2017 dieser gesamtgesellschaftlichen Herausforderung, und bietet Menschen, die auf dem s.g. ersten Arbeitsmarkt nicht mehr vermittelbar sind, im Lichtblick eine wert- und sinnvolle Beschäftigung. 

Neustadt, den 12.3..2018 

 

Hans Eber-Huber und Dekan Armin Jung 

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LB-Flohmarkt

Samstag 28. April

Stiftskirche

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Lichtblick

Jahresbericht 2017

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Aktualisiert am 10.04.2018

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