Die LICHTBLICK - ZEITUNG - Nr. 68/2016 Seite 2 von 8 Seiten

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Und - es bildete sich eine Initiative rund um die Pfarrei St. Josef, Pfarrei Martin Luther, Dekanin Müller, CeBeef, Gesundheitsamt, Sozialamt, CJD und interessierter Bürger für Menschen, die von Obdachlosigkeit bedroht oder betroffen sind. Und es erging der Auftrag, ein erstes Konzept zu entwickeln. Daran konnte ich damals maßgeblich mitwirken. Die Idee, ein nieder-schwelliges Angebot zu schaffen, einen Ort, wo Menschen Zuflucht finden können, ohne irgendwelche Auflagen oder Hürden, ist damals entstanden.

Der Lichtblick wurde geboren. Sr. (≈Ordensschwester) Pat, die sich als Glücksfall in der Gründungsphase von 1996 bis 1998 erwies, hat ihm später den Namen gegeben.

Schwester Pat eröffnet das renovierte Obergeschoss (1997)

In der Gründungsphase gab es seitens der Stadtverwaltung erheb-lichen Gegenwind was die Etablierung einer derartigen Ein-richtung anging. Das Thema Wohnungslosigkeit wurde herunter-gespielt und für die Anwendung des damaligen §72BSHG (Gefährdeten-hilfe) keine Notwendigkeit gesehen. Die Ausarbeitung des Konzeptes sorgte hier für Klarheit und war eine gute Grundlage, um den Aufbau des Lichtblickes als auch fachlich aner-kannte Einrichtung zu befördern. Dass ich dabei maßgeblich mit-machen durfte, darauf bin ich stolz.

Es gab eine Phase heftigster destruktiver Auseinandersetzungen im Lichtblick-Team intern, die beinah zum Scheitern des Ganzen geführt hätte. Dass diese Turbulenzen überwunden wurden, dabei konnte ich etwas mithelfen; Hauptverdienst gebührt hier allerdings der Dekanin Müller.

Die spartanische Einrichtung am Anfang des Lichtblick 

Meine Aufgabe habe ich darin gesehen, Lobby-Arbeit für den Lichtblick auf den verschiedensten Ebenen zu leisten um den Lichtblick zu helfen einen festen Platz in der Soziallandschaft in Neustadt zu bekommen. Hierzu gehörte Kontakte zum Land, Kreis und Stadt zu knüpfen und Unterstützung für das Projekt zu bekommen (MASG Mainz, Kreisverwaltung Bad Dürkheim, Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft NW/DÜW).

Ganz anders als heute, nach der Sozialreform und dem SGB II, das Hilfe zur Selbsthilfe verlangt ohne Rücksicht darauf, ob es Menschen gibt, die außerstande sind, dieser Anforderung zu genügen, gab es damals noch das Sozialhilfegesetz. Das gab den Rahmen vor und verpflichtete Kommunen zur Hilfe für Menschen; die man in Neustadt aber für Einzelfälle hielt und allein in Randgruppen vermutete, die es einfach hier nicht geben sollte. So bestand keine organisierte Hilfe.

Ein erster Schritt war die Suppenküche im Gemeindesaal der Martin Luther Kirche. Ehrenamtliche gaben täglich etwa 12 Menschen eine Suppe aus. Das war im Dezember 1995. Und diese Menschen waren zugleich der Beweis: Es gibt sie doch. Auch wenn man das nicht für möglich hielt, in Neustadt.

1996 wurden die Räume in der Amalienstraße 3 gefunden, und Manfred Nuber entdeckte Sr. Pat, die zur Waldbreitbacher Schwestern-schaft gehörte und im Herz Jesu Kloster arbeitete. Mit viel Herzblut und großem Engagement wurden die Räume renoviert.

Jetzt war der Lichtblick auch räumlich etabliert. Die Stelle von Sr. Pat wurde über deren Orden und die Caritas finanziert, Gäste gab es genug und Helfer ebenso, und über die Öffentlichkeit konnten auch Spenden gewonnen werden. Dennoch waren diese Gründungs-jahre eine Zeit der Suche, in der auch Konflikte nicht ausblieben. Vielleicht waren die Regeln nicht streng genug, jedenfalls kam es auch zu Ausschreitungen nach Alkoholmissbrauch, und als sich schließlich Sr. Pat aus Neustadt verabschiedete, wurde ein Vakuum zwischen den Interessen von Caritas, dem Orden und Pfarrer Herwig offenbar.

Die heutige Einrichtung des LB 

Die eigentliche Wende brachte 1999. Das Dekanat übernahm die Trägerschaft, Dekanin Müller konnte mit Hans Eber-Huber einen Nachfolger gewinnen, und OB Weiler erklärte sich für die Stadt bereit, die Stelle fortan zu finanzieren. Damit war ein äußerer Rahmen geschaffen, der für eine nachhaltige Entwicklung stehen konnte. Hans Eber-Huber gelang es mit strengen Regeln, einer klaren Hausordnung und hoher Professionalität, eine Verstetigung des begonnen Guten zu erreichen und für Stabilität zu sorgen. Auch das Zusammenwirken von Haupt- und Nebenamtlichen gelang, und das Ergebnis war eine freiwillige Verantwortlichkeit Aller.

 

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Aktualisiert am 11.07..2018

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