Die LICHTBLICK - ZEITUNG - Nr. 68/2016 Seite 4 von 8 Seiten

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und damit war unser erster Auftrag geboren.

Kalle und Gerd im Einsatz

Gerd war über das Sozialamt im Rahmen gemeinnütziger Arbeit eingestellt worden und begann, zusammen mit Kalle und später noch einigen anderen, Arbeitsaufträge anzunehmen, die folgende Kriterien erfüllen mussten:

a.) keine Fahrzeuge benötigten,

b.) keine großen Maschinen und Werkzeuge und

c.) die Aufträge mussten in Neustadt sein und zu Fuß oder per Rad erreichbar sein.

Kalle und Gerd waren beide chronisch alkoholabhängig und durften nur antreten, wenn sie einigermaßen nüchtern waren. Die Arbeitszeiten richteten sich am Alkoholpegel der Beiden. Nächster Auftrag war die Renovierung des ersten „Tafel“-Ladens in der Hindenburgstraße.

Und dann kam ein Spezialauftrag: Die Wohnungsentrümpelung einer Messie-Wohnung bei Anwesenheit der Bewohner!

 Definition

Das Messie-Syndrom ist eine psychische Wertbeimessungs-störung, das heißt, Betroffene schätzen Wert und Nutzen verschiedener Dinge anders ein als der Durchschnitt der Bevölkerung. Das kann sich auf unterschiedlichste Dinge beziehen: Zeitungen und Bücher, Lebensmittel, Werkzeuge, Verpackungsmaterial, Spielsachen, Ersatzteile, Kleidung usw. Die betreffenden Gegenstände werden entweder beschafft, sofern sich eine Gelegenheit ergibt, oder einfach behalten, statt sie zu entsorgen. Einige Messies sammeln nur eine bestimmte Art von Dingen, andere sammeln alles und werfen überhaupt nichts weg, da sie sich nicht davon trennen können.

Teilweise führt dieses Verhalten zu Verwahrlosung und Vermüllung, Schwierigkeiten im sozialen Umgang oder anderen Problemen. Allerdings ist keines dieser Symptome charakteristisch für das Messie-Syndrom. Viele Messies führen nach außen ein völlig normales bürgerliches Leben.

Die Bewohner waren eine ältere Frau und noch älterer Mann, die, um schlafen zu können, jeden Abend einen Teil ihres Hab und Gutes auf den Flur stellen mussten.

Dieser Sondereinsatz bedurfte besonderes Feingefühl und auch Cleverness!

Da ohne Fahrzeug, stelle der Vermieter Container zur Verfügung.

Und dieser wurde tagsüber gefüllt und sollte am kommenden Morgen gewechselt werden. Und tatsächlich stand morgens ein leerer Container vor dem Haus, denn in der Nacht war das Pärchen sehr rege und schleppte alles wieder nach Oben.

Die Lösung des Problems: Ein abschließbarer Container!

Kalle und Karten bei Einräumen des Containers

Anfang Januar 2003 kommt Schwester Pat zu Besuch nach Neustadt.

Im Casimirianum feiern wir ein großes Fest mit vielen alten Bekannten. Als besonderes Highlight bestellen wir bei einem Geinsheimer Metzger ein Spanferkel, das gegen 18 Uhr geliefert werden soll. Daneben gibt es viele Salate, Brot und ein Kuchenbuffet.

So war die Vorstellung. Tatsächlich wurde es 18.30 Uhr, 19 Uhr und kein Spanferkel in Sicht. Die Telefon-versuche verliefen im Sande.

Sowohl Salat als auch Kuchenbuffet waren mittlerweile fast leer gefuttert, als gegen 19.30 Uhr der Metzger mitsamt dem Ferkel kam.

Er sei seit 17.30 Uhr unterwegs gewesen und habe das Casimirianum in und um Neustadt herum gesucht und nicht gefunden.

Zu seiner Verteidigung: Damals gab es noch kein Navi. Gegen ihn sprach allerdings, dass er Ur-Geinsheimer Bürger war und auch der deutschen Sprache mächtig war.

Sei´s drum, ich nahm das Ferkel in Empfang, war jedoch sehr verärgert, als der Metzger 1/3 mehr des ausgemachten Preises verlangen wollte. „Wir sind sowieso alle satt, nehmen sie die Wutz einfach wieder mit!“. Erst nach dieser Bemerkung war er auch mit dem eigentlich vereinbarten Preis einverstanden.

Lach mal wieder…mit Ernst Ohmer (aus der Lichtblick-Zeitung vom Juni 2003):

Kommt ein Mann ins Autohaus und entdeckt einen Porsche, den er sich schon lange wünscht. Der Verkäufer meinte: „Der kostet 100.000,00 Euro“. „Ich habe aber nur 99.999,00 Euro“, entgegnet der Mann. „Kann man da nichts machen?“. „Nein, tut mir leid. Der Preis ist bereits knapp kalkuliert“ antwortet der Verkäufer. Der Mann geht vor die Tür und entdeckt einen Tippelbruder, der gerade am Betteln ist. „Sag mal, kannst du mir vielleicht einen Euro geben?“ Der Clochard schaut ihn verdutzt an und fragt: „Wozu brauchst du den einen Euro?“. „Ich möchte mir einen Porsche kaufen.“ Der Tippelbruder denkt lange nach, gibt dem Mann zwei Euro und sagt: „Dann bring mir bitte auch einen mit“.

Aus meinem Vortrag im Rahmen der Jahresversammlung des Förder-beirates:

„Was bringt nun so eine Einrichtung der Kommune?

 

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