Die LICHTBLICK - ZEITUNG - Nr. 68/2016 Seite 5 von 8 Seiten

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Ich bin überzeugt, das Ganze rechnet sich auch - die Stadt hat zwar Ausgaben, die Finanzierung meiner Stelle, aber ansonsten finanziert sich die Einrichtung selbst.

Immerhin müssen wir für Miete, Personal und sonstige laufende Kosten aufkommen. So mussten wir zum Beispiel auch die Eigenmittel meiner ABM-Stelle und der SAM-Stelle meiner Kollegin selbst aufbringen und seit März dieses Jahres die komplette Finanzierung der Stelle meiner Kollegin übernehmen.

Der Briefkasten vom Lichtblick mit den vielen Namen

Ich kann Ihnen natürlich jetzt keine konkreten Zahlen vorbringen, wie viel Geld die Kommune sparen kann. Dies ist aber auch bei den meisten sonstigen sozialen Investitionen kaum möglich.

Aber schauen wir uns einmal die Kosten-Nutzungsrechnung an:

Die Kosten haben ich Ihnen ja bereits genannt, kommen wir zur Habenseite.

Die Angebote einer Tagesstätte verringern z.B. die Krankenhilfe-kosten. Durch Angebote in den Bereichen Hygiene und Ernährung, und zwar eine gesunde Ernährung, werden die Menschen seltener krank, das behaupte ich einfach. Sie fühlen sich in der Einrichtung angenommen und ihre „Macken“ werden akzeptiert, dies verringert Einweisungen in psychiatrische Einrichtungen. Durch Beschäfti-gungs- und Arbeitseinsätzen unter pädagogischer Begleitung lernen auch Langzeitarbeitslose wieder den Spaß am Arbeiten. Einige unserer Leute, die über einen Jahresvertrag eingestellt wurden, arbeiten heute wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt, dies spart  Sozialhilfe. Etliche unserer Besucher arbeiten heute wieder auf 400 Euro Basis, dies verringert die Leistungen des Arbeitsamtes, daneben werden Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung entrichtet. Mit unseren Angeboten leisten wir Kriminalitätsprävention, denn die Menschen haben eine Tagesstruktur und sind versorgt. Das Aggressions-potential nimmt ab, unsere Leute lernen, mit Frust und Hass anders umzugehen. Dies wiederum erleichtert die Arbeit der Sach-bearbeiter im Sozial- und Arbeitsamt. Wir sind häufig Puffer und Vermittler, häufig haben wir auch Feuerwehrfunktion. Unsere ehren-amtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen ein Stück Mutter- und Vaterrolle in den Alltag, Sozialisationsdefizite können damit angegangen werden.“

Postadresse für das Arbeitsamt

Seit 01.01.2003 besteht die Möglichkeit für obdachlose Menschen, weiterhin Bezüge über das Arbeitsamt zu erhalten, wenn sie sich werktäglich im Lichtblick melden. Es muss nun eine Vereinbarung unterschrieben werden wobei sich der Lichtblick verpflichtet, das Arbeitsamt sofort zu unterrichten, falls  der Arbeits-suchende nicht persönlich erschienen ist. Im Berichtszeitraum wurde von vier Personen diese neue Regelung genutzt (… und 2015 waren es 230!!!). Ein großer Vorteil dabei ist, dass die Betroffenen wieder krankenversichert sind, und natürlich auch ihre Leistungen erhalten. Für die Kommune entfallen darüber hinaus die Zahlungen von Sozialleistungen.

Der Berberslang

Obdachlose, Landstreicher, Nicht-sesshafte, Penner und Durch-wanderer werden sie genannt. Am Liebsten bezeichnen sie sich als Berber - in Anlehnung an die Nomaden Afrikas. Was viele nicht wissen: Unter den Berbern gibt es eine eigene Sprache. Wir verraten im Folgenden einige Begriffe:

Indianer: 1 Cent

Zwickel: 1 Euro

Heiermann: 2,5, Euro

Pfund: 10 Euro

Kilo: 50 Euro

Gerödel: Rucksack mit Inhalt

Zündkerze: Boonekamp

Bombe: 2l Flasche Wein

Rente, Sterbehilfe: Tagessatz vom Sozialamt

Berberkreis: Geld untereinander sammeln

Berbertelefon: Infoaustausch

Penntüte: Schlafsack

Bunkern: Die Habe in Sicherheit bringen

Sitzung, Stich, Schmale machen: Betteln

Boonekamp (Eine Bitterspirituose) 

2002 und 2003 waren sehr kreative Jahre, nachdem die personelle Zukunft des Lichtblicks gesichert war. Ich war im Sozialamt der Stadt untergekommen und auch meiner Kollegin, Sigrid Wehr, konnte der Träger, also das Protestantische Dekanat, eine berufliche Perspektive anbieten. Klar war - alles war abhängig von den Spendenflüssen,

denn - ohne Moos war und ist auch

 

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