Die LICHTBLICK - ZEITUNG - Nr. 69/2016 Seite 8 von 8 Seiten

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mehr ein Miteinander als ein Gegeneinander. Aber vielleicht ist das der Gang der Welt, ein Zeichen der Zeit – Wettbewerb ist, worum es geht; und wer sich durchsetzt, ist halt der Gewinner.

Dabei meine ich schon sagen zu können, dass es in den Anfangszeiten des Lichtblick denen, die hierher kamen, an allem fehlte. Heute haben die meisten eine Wohnung, haben das Nötigste, manchmal gar noch ein wenig mehr, finde ich. Alles bekommen sie hier, müssen nichts dafür tun, wenn sie nicht wollen. Vielleicht haben sich die Bedürftigkeiten aber auch einfach auf eine andere Ebene verschoben. Schließlich gibt es ja auch seit Jahren das Solipakt Projekt. Die dabei sind, bringen sich ein, arbeiten, bekommen dafür wieder eine Tagesstruktur; auf diese Weise bekommen sie auch bessere Möglichkeiten, ihr Leben zu gestalten, vielleicht wieder Arbeit zu finden. Insofern hat sich auch das Lichtblick-Konzept weiter entwickelt.

Was wohl niemals anders werden wird: Ohne Fleiß kein Preis. Das gilt halt auch für den Lichtblick. Damals wie heute. Und wer das anders sieht, der … bleibt im Zweifel halt auf der Strecke. Das ist dann so. Und das tut mir dann nicht mal mehr im Herzen weh. Da muss man klar sein, sich abgrenzen. Das ist dann auch ein Stück Selbstschutz.

Und der ist notwendig. Für alle, die sich hier engagieren. Das sage ich aus Erfahrung. Gerade weil ich mit ganzem Herzen dabei und bei den Menschen bin.

LB: Danke liebe Siggi – und Deine Erfahrung ist ja schließlich nicht von gestern, sondern währt seit über zwanzig Jahren. Danke an dieser Stelle für Dein unermüdliches Da Sein.

 

 

Sozialleistungen für EU-Bürger

 

Erinnern wir uns: als Polen, Rumänien, Bulgarien, Kroatien - dies ist eine willkürliche Auswahl -  noch nicht Mitglieder in der Europäischen Union waren, befürchteten viele, wenn sie endgültig Mitglieder wären, den massenhaften Umzug von Arbeitslosen nach Deutschland, die uns die Arbeitsplätze wegnehmen würden. Vor allem bei Polen war die Angst riesengroß.

Passiert ist aber fast nichts. Der Zuzug war in den ersten Monaten statistisch fast nicht messbar. Erntehelfer gingen lieber nach Großbritannien, weil dort ein Mindestlohn von 9,23€ (Stand 01.01.2016) gezahlt werden muss, während in Deutschland der Mindestlohn von 8,50€ (Stand 01.01.2016) für Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft nicht gezahlt werden muss.

Aber damit nicht genug: jetzt musste eine andere „Sau“ durchs Dorf gejagt werden: wenn schon keine Arbeitsplätze an EU-Bürger oder an EU-Ausländer verloren gingen, werden die sich jetzt in der „sozialen Hängematte“ gemütlich machen. Und es tönte: „Wir sind nicht das Sozialamt der Welt“, „wer betrügt, der fliegt“, man „werde sich bis zur letzten Patrone“ dagegen wehren, dass „wir eine Zuwanderung in die deutschen Sozialsysteme be-kommen.“

Und wie sieht die Realität aus?

Die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg kann berichten, dass im Januar 2016 (neuere Zahlen gibt es nicht, da diese immer über eine Sonderauswertung ermittelt werden müssen) rund 440.000 EU-Bürger Hartz IV - Leistungen erhalten haben, wobei rund 40% Aufstocker sind, nämlich 176.000.

Schauen wir uns jetzt die verschiedenen Bevölkerungsgruppen an, Zahlen ohne Klammer sind die Hartz IV - Bezieher, in Klammern sind die Aufstocker beziffert:

Polen               91.657  (36.660)

Italien               70.688  (28.270)

Bulgarien          69.073  (27.630)

Rumänien         56.679  (22.680)

Griechenland    46.296  (18.500)

Spanien            16.392  (6.550)

Kroatien           15.548  (6.220)

Portugal           11.514  (4.600)

Ungarn             9.368    (3.750)

Niederlande      7.166    (2.870)

Litauen             6.633    (2.650)

Österreich         5.439    (2.175)

Tschechien       5.415    (2.160)

Frankreich        5.354    (2.140)

Bei diesen geringen Zahlen ist es auch kein Wunder, dass in letzter Zeit keine Rede mehr ist von der „Zuwanderung in unsere Sozial-systeme“, dafür „schrecken“ uns jetzt Sinti und Roma aus den Balkanstaaten, aber das ist wieder eine andere Geschichte und zwar in der nächsten Ausgabe.

 

 

Spende für Lichtblick

 

Die „Weekly Winebeat Runners“ konnten bei ihrer Bio-Schorlestation mit Live Musik der Band „Haardt of Gold“ beim Schubkarrenrennen auf dem Haardter Weinfest einen Reinerlös von 500 Euro erwirtschaften.

Dieser Betrag konnte nun von 2 Vertretern der Gruppe an die Tagesbegegnungsstätte Lichtblick als Spende übergeben werden.

Rainer Dolle(links) und Ede Eber-Huber (rechts) bei der Spendenübergabe

Die Winebeat Runners sind eine lose Gruppe unermüdlicher Wanderer, die sich jeden Samstag zum Wochenausklang auf dem Weinbiet treffen.

 

 

Impressum

 

Tagesbegegnung Lichtblick

Amalienstraße 3

67434 Neustadt/Weinstraße

Telefon: (06321) 355340

Internet: www.lichtblick-nw.de

Träger: Prot. Dekanat Neustadt und Förderbeirat „Lichtblick“

Redaktion: Thomas Lückert, Harald Beeck, Hans Eber-Huber, Walter Nargang, Philipp Klein

Druck: Evang. Verwaltungsamt

Auflage: 1400 Stück

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LB-Winterflohmarkt

Samstag 24. November

10 Uhr - 17 Uhr

HausRat-Laden

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Aktualisiert am 19.10.2018

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Warum fehlen in Deutschland so viele Sozialwohnungen