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Die Rheinpfalz - Mittelhaardter Rundschau

Freitag, den 8. Januar 2021


Die Rheinpfalz - Mittelhaardter Rundschau

Freitag, den 4. Dezember 2020


Die Rheinpfalz - Mittelhaardter Rundschau - Nr. 271

Freitag, den 20. November 2020

Seite 16


Der "Kirchenbote" berichtete im September:

 

Mit der Hilfe von Phil Collins und dem heiligen Martin

 

Hans Eber-Huber hat die Begegnungsstätte Lichtblick nach schwerem Beginn zum Sozialunternehmen mit familiärer Atmosphäre gemacht.

 

„Die Polizei musste ich seit Jahren nicht mehr rufen.“ Hans Eber-Huber sagt das mit tiefer Zufriedenheit. Denn bei seinem Start als Leiter der Neustadter Tagesbegegnungsstätte Lichtblick vor 21 Jahren sah das anders aus. Doch jetzt ist aus der ehemaligen Suppenküche ein mittelständisches Sozialunternehmen geworden.

 

Eber-Huber begann im März 1999. Zuvor war der aus dem Neustadter Ortsteil Haardt stammende Sozialarbeiter in der Suchtkrankenhilfe und als externer Drogenberater in der Justizvollzugsanstalt Frankenthal tätig. Und Sucht spielte auch bei seiner neuen Aufgabe eine Rolle. Etwa 30 bis 40 Menschen seien damals täglich gekommen. Oft hätten sie Alkohol mitgebracht, seien aggressiv geworden. Immer wieder kam die Polizei. Nach drei Monaten wollte der Sozialarbeiter aufhören. Doch er hielt durch, erließ ein Alkoholverbot und feste Regeln im Umgang miteinander. Zum Jahresende geht er nun mit 63 Jahren in die passive Phase der Altersteilzeit.

 

Dass er durchgehalten hat und heute sagen kann, die Arbeit sei sehr befriedigend gewesen, hat viel mit den Initiatoren der Suppenküche zu tun. Nachdem Anfang der 1990er Jahre Obdachlose in Neustadt erfroren waren, haben sich sozial engagierte Menschen zusammengefunden, um Obdachlosen zu helfen. Bei Problemen stand dieser mittlerweile als Lichtblick-Förderverein firmierende Initiatorenkreis Eber-Huber immer zur Seite.

 

Sehr nahe dran sei dabei die damalige Neustadter Dekanin Heide Müller gewesen, sagt Eber-Huber. Sie überzeugte auch den Bezirkskirchenrat und die Bezirkssynode, dass das Dekanat Neustadt Träger der Einrichtung wurde. Damit waren feste Strukturen geschaffen. Heute gibt es ein großes Netz von Unterstützern: ein Rechtsanwalt berät die Besucher, ein Caterer bringt einmal wöchentlich das Essen, viele Organisationen und Vereine spenden, viele Ehrenamtliche helfen.

 

Das Startkapital zum Herrichten des Anwesens in der Amalienstraße zum heutigen Lichtblick lieferte jedoch der Popmusiker Phil Collins. Er spendete den Erlös eines Konzerts der Caritas Obdachlosenhilfe. Eber-Hubers Vorgängerin als Leiterin der Suppenküche, die katholische Ordensschwester Pat Casey, besorgte davon einen größeren Teil.

 

Doch Eber-Huber war es nicht genug, die Menschen mit täglich rund 60 Essen satt zu bekommen, ihnen ein Dach überm Kopf zu besorgen und sich um ihre Finanzen zu kümmern (Der Lichtblick führt etwa 40 Konten für seine Besucher und hat sieben Wohnungen angemietet). Der Lichtblick-Leiter wollte dem Leben dieser Menschen darüber hinaus Struktur geben.

 

Eine erneute Initialzündung kam von einem Kindergarten. Zu St. Martin hatten die Kinder ihre Lieblingsstofftiere verkauft, um das Geld den Armen zu schenken. Als der Lichtblick das Geld erhielt, fragte Eber-Huber die Leiterin, ob er und seine Leute nicht etwas für sie tun könnten. Wenig später brachten Lichtblick-Besucher die Außenanlage des Kindergartens in Ordnung und strichen die Spielgeräte.

 

Die Idee des „Solipakts“ war geboren. „Wer etwas für uns tut, für den wollen wir was tun“, sagt Eber-Huber. Daraus entstand ein soziales Wirtschaftsmärchen. Heute entrümpelt der Lichtblick Wohnungen, verkauft in einem Laden gebrauchte Möbel und Haushaltswaren, betreibt eine Kleiderkammer, repariert und verkauft Fahrräder. Dabei wird stets darauf geachtet, nur Bedürftigen zu helfen, um keine Konkurrenz für Wirtschaftsbetriebe zu sein. Etwa ein Drittel der benötigten Mittel werden so erwirtschaftet, sagt Eber-Huber.

 

Die Arbeiter erhalten neben den Staatsleistungen dafür ein zusätzliches Taschengeld. Auf diesem Weg kommt der Lichtblick auf 40 Mitarbeiter, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance haben, aber keinen Betreuer brauchen oder einen Platz in einer Behindertenwerkstatt. Sie organisieren große Teile ihrer Aufgaben weitgehend selbstständig.

 

Was mit der Solidarität und dem Engagement der Lichtblick-Leute möglich ist, zeigte sich während der Corona-Krise. „Wir hatten keinen Tag geschlossen“, sagt Eber-Huber. Als die Neustadter Tafel schließen musste, übernahm der Lichtblick auch diese Aufgabe. Mit Disziplin hielten sich dabei alle an die Corona-Regeln. Allerdings habe unter den Einschränkungen ein wesentliches Markenzeichen des Lichtblick gelitten: „die intime, familiäre Atmosphäre“, sagt Eber-Huber.  Klaus Koch

 

 

Die Politik vertraut zu oft den Falschen

 

von Klaus Koch

 

Die Tagesbegegnungsstätte Lichtblick ist ein starkes Stück. Ein starkes Stück Sozialarbeit und ein starkes Stück Kirche. Es war nicht selbstverständlich, dass der Kirchenbezirk Neustadt Ende der 1990er Jahre die Verantwortung für die Einrichtung übernommen hat. Eigentlich gehört eine solche Trägerschaft nicht zu den Aufgaben eines Kirchenbezirks. Aber es hat sich gelohnt. Im Lichtblick ist die Kirche da, wo sie hingehört: bei Armen und Schwachen.

 

Aber auch die Sozialarbeit, die Hans Eber-Huber über zwei Jahrzehnte geleistet hat, ist exemplarisch. Sie zeigt, was möglich ist bei der Integration benachteiligter Menschen. Sie zeigt aber auch beispielhaft die Schwächen der deutschen Sozialpolitik. Diese Politik nämlich ist geprägt von Misstrauen. Jede Leistung, die der Staat gewährt, wird argwöhnisch überwacht. Immer steht die Frage eines möglichen Missbrauchs im Raum. Der Lichtblick-Leiter schämt sich fast, dass er seinen Leuten nur ein kleines Taschengeld zahlen kann. Sie bekommen von einer Behörde ihre Sozialleistungen, verbunden mit regelmäßigen Bescheiden. Dabei wäre es sinnvoller, das Geld als Lohn zu zahlen. Die Menschen arbeiten ja regelmäßig, ein Grundeinkommen wäre also nicht bedingungslos.

 

Und kosten würde es nur unwesentlich mehr als Hartz IV, Wohngeld und der Zuschuss vom Lichtblick als Arbeitgeber. Die Vorteile wären enorm. Die Menschen würden sich nicht mehr von einer Behörde abhängig fühlen, sondern würden im Wortsinn von ihrer eigenen Hände Arbeit leben. Im Lichtblick ist beeindruckend zu sehen, wie gut es Menschen tut, wenn sie eine Aufgabe und Verantwortung haben. Fördern und fordern ist ein untaugliches Motto der Sozialpolitik. Es muss darum gehen, die Fähigkeiten und Möglichkeiten, die in einem Menschen in schwieriger Lebenslage stecken, zu wecken und wertzuschätzen. Das hilft in den meisten Fällen viel mehr als ein Forderungskatalog, der im Gegenzug für staatliche Leistungen erfüllt werden muss. Und zudem entspräche ein solcher sozialpolitischer Ansatz auch dem christlichen Menschenbild, wonach sich der Wert eines Menschen nicht danach bemisst, was er zu leisten in der Lage ist.

 

Wer die Kontrollen bei der Sozialhilfe beobachtet, sieht schnell, dass die Politik dieser Gleichwertigkeit der Menschen nicht gerecht wird. Zehn Euro zu viel Zuverdienst, ein nicht eingehaltener Termin beim Amt oder eine fünf Quadratmeter zu große Wohnung werden schnell geahndet. Das ist ein trauriges Bild, wenn man auf der anderen Seite sieht, welche Eiertänze Politiker machen, wenn sie erklären müssen, warum keiner gemerkt hat, dass ein Unternehmen wie Wirecard Milliarden veruntreut. Oder warum es so schwer ist, dubiose Steuersparmodelle bei Aktiengeschäften zu unterbinden oder gerechte Steuern bei internationalen Großkonzernen einzukassieren. Oft investiert die Politik ihr Vertrauen in die Falschen.


"Die Rheinpfalz" vom 27.7.:

 

Sommerinterview: Ein lockeres Gespräch in entspannter Atmosphäre. Dazu haben wir uns wieder Interviewpartner für die Ferienzeit gesucht. Wie Hans Eber-Huber, Leiter der Neustadter Tagesbegegnungsstätte Lichtblick.

 

Wer Veranstaltungen des Lichtblicks besucht, bekommt oft das Gefühl, auf eine große Familie zu stoßen. Wie haben Sie das geschafft? Das hat sich so entwickelt. Zu Beginn im Jahr 1996 war der Lichtblick nur eine Suppenküche, jetzt sind wir eine allumfassende Sozialeinrichtung für sozial benachteiligte Menschen. Die meisten unserer Helfer sind selbst ehemalige Wohnungslose, die mittlerweile in die Gesellschaft integriert sind – vielleicht nicht im üblichen Sinne, aber sie leisten einen wichtigen Beitrag. Das beflügelt ihr Selbstwertgefühl und führt dazu, dass sie weniger in die Spielhalle gehen, Alkohol oder Drogen konsumieren. Sehr viele Menschen sind in Jugendhilfeeinrichtungen oder Pflegefamilien aufgewachsen. Hier im Lichtblick finden sie etwas, das sie dort nie erlebt haben. Es ist tatsächlich wie eine Familie. Das führt aber auch zu gewissen Verbindlichkeiten.

 

Die da wären? Es gelten strenge Regeln. Das war besonders schwierig, als ich 1999 angefangen habe. Daran wäre ich fast gescheitert.

  

Wieso das? Die Polizei war fast jeden Tag da. Damals war es noch erlaubt, Alkohol zu trinken und auf dem Gelände zu übernachten, es kam regelmäßig zu Problemen.

  

Wie haben Sie das in den Griff bekommen? Mein Vorteil war, dass ich gewisse Erfahrungen aus der Suchtkrankenhilfe mitgebracht habe. Zuvor hatte ich viele Jahre lang als externer Drogenberater in der Vollzugsanstalt Frankenthal gearbeitet. Als ich im Lichtblick angefangen habe, habe ich einige Leute aus dem Vollzug wieder getroffen. Da war dann schon ein Vertrauensverhältnis da.

 

In solchen Situationen braucht es doch bestimmt ein strenges Auftreten, oder? Ich bin niemand, der auf den Tisch haut, sondern mehr ein Team-Mensch. Aber das hatte damals auch nicht geholfen. Nach drei Wochen habe ich die Einrichtung geschlossen. Dann habe ich mir überlegt, wie es weitergehen kann. Die erste Voraussetzung: Alkoholverbot auf dem gesamten Gelände. Sie können sich vorstellen, was das für Kämpfe nach sich zog. Auch bei körperlicher oder psychischer Gewalt gab es Hausverbote. Essen, Wäsche waschen oder duschen kosteten fortan etwas. Das brachte dann auch eine gewisse Wertschätzung für die Arbeit des Teams mit sich.

 

Wie kam es dazu, dass der Lichtblick zu einer Einrichtung wurde, hinter der so viele Menschen stehen? Das war nicht immer so. Die Stadt hatte große Vorbehalte. Da wurde etwa behauptet, es gebe keine Obdachlosen in Neustadt und dass mit einer solchen Einrichtung unzählige Wohnungslose zu uns strömen würden. Wir mussten auch um finanzielle Hilfe kämpfen. Das Protestantische Dekanat wurde zum Träger und ich zum ersten hauptamtlichen Leiter. Wir wurden zum Segen für die Stadt, statt Fluch zu sein – und so zum Sprachrohr für die sozial Benachteiligten. Die Zusammenarbeit mit den Behörden ist mittlerweile sehr eng. Vieles wurde bereits erreicht, jetzt hoffe ich darauf, dass es künftig eine soziale Betreuung in den beiden Notunterkünften für Wohnungslose geben wird.

 

Wann wurde Ihnen klar, dass Sie einen sozialen Beruf erlernen wollen? Der Weg war praktisch schon vorgegeben. In meiner Jugend war ich Gruppenleiter in einer kirchlichen Jugendgruppe. Schon damals haben mir Menschen zugetraut, Verantwortung zu übernehmen. Später habe ich Zivildienst in der Altenhilfe in Pirmasens gemacht.

 

Wie ist es denn für Sie, in der Stadt zu wohnen, in der Sie arbeiten, und wo Sie praktisch jeder kennt? Ich werde immer wieder zu Hause angerufen von Leuten, die zum Beispiel spenden oder helfen wollen. Oder in meinem Hauseingang stehen gespendete Kleider, obwohl ich immer mit dem Fahrrad unterwegs bin ... Klar, als eingesessener Haardter wissen die Leute, wo ich wohne. Den gewünschten Abstand gewähren mir eher die Menschen, die in den Lichtblick kommen (lacht). Wobei ich auch und vor allem dort darauf bedacht bin, Berufliches und Privates zu trennen.

 

Trotz allen Abstands: Gab es ein Schicksal, das Ihnen besonders nahegegangen ist? Schon. Was mich immer sehr belastet hat, waren Todesfälle. Wenn Lichtblick-Besucher mehrere Tage lang nicht kommen, die sonst täglich da waren. Oft sind sie einfach nur krank. Aber ich habe auch schon erlebt, dass wir sie zu Hause tot vorgefunden haben. Ich habe in meiner beruflichen Laufbahn nie eine Strategie entwickelt, das so einfach abzuhaken. Auch nicht mit dem Wissen, dass die Lebenserwartung der Menschen aufgrund ihrer entsprechenden Vergangenheit weitaus geringer ist als im Durchschnitt.

 

Wie sind Sie denn selbst aufgewachsen? Ich war jüngstes Kind von vieren. Wegen des Zweiten Weltkriegs haben meine Eltern spät geheiratet und Kinder bekommen. Sie waren schon älter und mein Vater auch sehr streng, wohingegen wir als die Nachkriegsgeneration ja immer für Freiheiten gekämpft haben. Diese Kämpfe mit meinen Eltern haben aber meine Geschwister für mich ausgefochten (lacht).

 

Sie waren also ein typisches Nesthäkchen? Das kann man schon so sagen.

  

Im letzten Arbeitsjahr vor Ihrer Altersteilzeit haben Sie mit einer Pandemie zu kämpfen, die alle überrascht und überrannt hat. Wie geht es Ihnen damit? Das werde ich immer wieder gefragt. Ich muss sagen, dass mich diese Situation auf eine eigene Art und Weise beglückt, weil ich sehe, wie gut der Lichtblick funktioniert. Das liegt an dem tollen Team, das dahinter steht. Über Wochen hinweg haben wir die Tafel ersetzt. Bis 13 Uhr hatten wir hier Mittagessen-Ausgabe, ab 14.30 Uhr Tafel. Die Leute standen im kompletten Hof verteilt, teilweise sogar bis auf den Bürgersteig. Viele haben ja gar keinen Zugang zu Informationen. Die haben sich einfach an unsere Regeln gehalten, das war sehr beeindruckend.

 

Der Lichtblick war zuletzt nicht frei von Sorgen...Richtig, uns sind wegen Corona Einnahmen aus Kleiderkammer, Fahrradladen, Flohmarkt, Hausratladen und Möbellager und allen Veranstaltungen in diesem Jahr weggefallen. Dafür hatten wir viele Ausgaben, zum Beispiel wegen Umbauten und Anschaffungen, wie zum Beispiel Pavillons und Tischgarnituren für draußen. Wir hätten nie damit gerechnet, dass wir trotz der ausgefallenen Veranstaltungen Spenden bekommen würden – und zwar so viele wie noch nie für diese Jahreszeit und auf so kreativen Wegen. Mittlerweile konnten wir die finanziellen Löcher gut stopfen. Und wir sind froh, dass wir noch immer drei Mal pro Woche von einer Gaststätte oder einer Cateringfirma bekocht werden.

 

Das heißt, die Sorgen sind jetzt Geschichte? Nein, denn abgerechnet wird erst im Dezember. Und ich bin mir nicht sicher, ob wir in der Weihnachtszeit so viele Spenden von Firmen bekommen wie sonst, denn die müssen sich ja vielleicht erst mal selbst helfen. In normalen Jahren nehmen wir im Winter fast 60 Prozent unserer Jahresspenden ein.

  

Der Lichtblick hatte seit Corona-Ausbruch keinen einzigen Tag geschlossen. Die Lösung, das Essen über Fenster auszugeben und im Hof Bänke und Pavillons aufzustellen, war ein Glücksfall. Wie läuft das im Winter ab? Wir geben am Tag 50 bis 60 Essen aus, auch im Winter werden unsere Räume dafür zu eng sein wegen der Corona-Regeln. Zum Glück hat das Presbyterium der Stiftskirchengemeinde kürzlich beschlossen, dass wir das Casimirianum nutzen können – zumindest in der Frühstücks- und Mittagessenszeit. Unsere Verwaltung bleibt in der Amalienstraße. Es beruhigt doch sehr, schon jetzt einen Plan für die kalten Monate zu haben.

  

Nach 21 Jahren verlassen Sie den Lichtblick im Dezember. Was denken Sie, werden Sie gut loslassen können? Es ist auf jeden Fall gut, dass ich meinen Nachfolger Robin Rothe vier Monate lang einarbeiten kann. Anders als es bei mir damals war, will ich ihm Raum lassen, seine eigene Strukturen zu schaffen. Ich bin natürlich im Notfall da. Darüber hinaus ist aktuell so viel zu tun, dass die Gedanken an danach noch gar nicht so präsent sind. Ich habe Familie, Sohn, Tochter und ein Enkel. Ich fahre gerne Rad, bin gern wandern oder im Kulturverein Wespennest aktiv. Wer weiß, ob ich mit einem gewissen Abstand nicht noch einmal sozial tätig sein werde. Aber darauf will ich mich jetzt noch nicht festlegen.

  

Beim Sommerinterview dürfen die Interviewten dem Journalisten eine Frage stellen. Wie lautet Ihre an mich? Ich höre oft bei Diskussionen: „Bei uns in Deutschland gibt es keine Armut, bei uns muss niemand hungern.“ Wie ist Ihre Meinung dazu?

 

Mit solch pauschalen Aussagen tue ich mich als Journalistin schwer. Ich bin der Meinung, dass es viel zu viele Menschen auch in Deutschland gibt, denen zu wenig Geld zur Verfügung steht, um davon gut leben zu können. Wenn zum Beispiel Alleinerziehende am Monatsende kein Geld mehr für Nahrungsmittel haben und deshalb auf ihr Essen verzichten, damit die Kinder satt werden, zählt das für mich definitiv als Armut. Interview: Jennifer Back


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