20 Jahre Lichtblick (e) – Fast ein Tagebuch von Hans Eber-Huber Teil 1

Eigentlich: Einen Grund zum Feiern gibt es nicht. Denn dass wir in unserem reichen Deutschland eine Einrichtung wie den Lichtblick benötigen ist eigentlich ein „Armutszeugnis“. Und dann kommt ja noch hinzu, dass die Initiative, die den Lichtblick begründete, bereits einige Jahre vor 1996 aktiv war. Zu den Beweggründen ist nachzulesen denn für diesen Rückblick gibt es noch keine Einträge in mein „Tagebuch“- denn das war alles vor meiner Zeit:

 

Aller Anfang ist schwer– die Zeit davor– von Manfred Nuber

 

„Zu Beginn der 1990er Jahre sind in Neustadt wiederholt obdachlose Männer auf der Straße oder im Bahnhofsgelände verstorben. Dies machte die Mitarbeiterinnen in der Bahnhofsmission und des Caritaszentrum - sehr betroffen. Von den 6 Männern waren 3 davon persönlich bekannt. Diese erschreckenden Ereignisse machten deutlich, dass die vorhandenen Hilfen für die wohnsitzlosen Bürger der Stadt und die Nichtsesshaften nicht ausreichten, zumal seit Ende der 80iger Jahre die Beratungsstellen der Diakonie und der Caritas einen verstärkten Zuwachs von armen Menschen feststellen mussten.

Eingangstüre zum Lichtblick aus dem Jahr 1996

Gleichzeitig nahm die Verwahrlosung dieser Personengruppe zu. Immer mehr benötigten täglich neue Bekleidung und sprachen deshalb bei Bahnhofsmission und Caritas vor. Der körperliche Verfall, bedingt durch das unstete Leben und einseitige Ernährung in Verbindung mit Krankheiten und Sucht, meist Alkohol, waren einige Gründe für den schlechten Gesundheitszustand. Nachdem auch 1993 wieder 2 Männer im mittleren Alter auf der Straße verstorben waren, wurde ein Arbeitskreis ins Leben gerufen, der diese Frage näher untersuchen und Hilfen erarbeiten sollte. Dieser Kreis nannte sich: „Initiative für Menschen, die von Obdachlosigkeit bedroht oder betroffen sind“. Also beschloss man zunächst einmal, eine Suppenküche in der Martin-Lutherkirche anzubieten, zumal manche Politiker der Meinung waren, dass es in Neustadt gar keine obdachlosen Menschen geben würde. Doch es zeigte sich bald, dass das Angebot gerne angenommen wurde. Es war recht schnell allen Beteiligten klar, das nur dann geholfen werden kann, wenn dafür eine Bleibe am Tage möglich ist. Eine schnelle Antwort war nicht zu finden. Vor allem fehlte es an entsprechenden Räumlichkeiten.

 

Im Sommer 1996 erfuhren wir dass in der Amalienstraße 3 Räumlichkeiten für diese Hilfe möglich wären. Die Ortsbesichtigung durch Frau Dekanin Müller, Herr Nuber und Herrn Ohmer und die Gespräche führten dazu, dass ab November 1996 Räume gemietet werden konnten. Hinzu kam der glückliche Umstand, dass sich beim Caritasverband eine junge Frau, Schwester Pat Casey, aus den USA beworben hatte. Sie hatte Erfahrungen in der Seemannsmission in Cuxhaven gesammelt und wollte eine Angebot für Wohnungslose in Neustadt oder Umgebung aufbauen. Schwester Pat wurde für diese Aufgabe vom Caritas-Verband Speyer ab 15. November 1996 eingestellt und begann ihren Dienst bei der Caritas in Neustadt.

 

Die Personalkosten trug der Caritasverband der Diözese Speyer e.V.; die Spenden waren ausschließlich für die laufenden Kosten (Miete, Nebenosten, Ausgaben für die Suppe uam.). Nun waren Räumlichkeiten und eine feste hauptamtliche Kraft vorhanden. Nun konnte die Hilfe für den Personenkreis ausgebaut werden. Dies war der Beginn der Einrichtung „Lichtblick“„

So sah die Küche 1996 aus

Schwester Pat renovierte mit den Ehrenamtlichen und den Betroffenen die Räume. Mit den Betroffenen und dem Initiativkreis wurde der Namen „Lichtblick“ für dieses neue Hilfsangebot ausgewählt. Am 18. November 1996 wurde der „Lichtblick“ eröffnet. Damit hatte die Idee, für wohnungslose Neustadt Bürgern und Menschen in vergleichbarer Notlage eine Anlaufstelle zu schaffen, eine feste Adresse bekommen.“

Schwester Pat (im dunkelblauen Pullover) und die ersten Besucher im Winter 1996

Und was ich mir so habe erzählen lassen - muss es in den ersten Monaten dort ganz schön rund gegangen sein. Halb nackte Männer liefen in der Küche herum und in den ersten Wochen war absolutes Rauchverbot in den Räumen. Folge war, dass die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sich alleine im Lichtblick aufhielten und alle Besucher im Hof. Dann wurde beschlossen, das Rauchen zu erlauben. Was die halbnackten Männer in der Küche betraf:

Die Duschkabine in der Küche

Dieses Geheimnis ist schnell gelüftet: Die Duschkabine befand sich nämlich in der Küche, und dort musste man oder frau sich erstmals entkleiden, sonst wäre die Wäsche ja nass geworden.

 

Das gleiche Problem betraf die Toilette: In den Anfangsmonaten gab es nämlich nur Eine: Für Frauen, Männer, Helferinnen und Helfer.

 

Da musste frau oder Mann den Toilettengang gut planen.

 

Jahresticker 1996

 

Die Lichtblick- Chronik beginnt mit dem......

 

16.10.1996 : Gemeinsamer Treffen der Initiatoren und Ehrenamtlichen in der Bahnhofsmission. Einen neuen, nicht negativ besetzten Namen für den Tagestreff gefunden. Arbeitsname im Konzept hieß „Café Sozial“, ab jetzt heißt der Name „Lichtblick, Tagestreff“. Nächstes Treffen festgelegt (14. November 1996) in den bis dahin eingerichteten Räumlichkeiten vom Lichtblick. Nachmittags Begegnungen mit Herren Willi Grün und Erwin Rauch am Bahnhof. 17.10.1996: Rundschreiben an Pfarrverbände.Wirtschaftsplan 1997.Konzept „Café Sozial“ überarbeiten zum Konzept „Lichtblick“. 04.11.1996: Stoff für Stühle bestellt; vom Herrn Böttge, Jugenddorf, lange Unterwäsche abgeholt, (Schlafsäcke noch nicht da) und 2 Stühle zum beziehen vorbei gebracht. Bilderrahmen gekauft und Bilder eingerahmt, Uhr für Regal wurde gespendet. Herr Niederberger (Sozialamt) wegen gemeinnütziger Arbeit in Lichtblick gesprochen. 08.11.1996: Treffen mit Herr Ohmer und Herrn Bogatscher in der Amalienstr. Ergebnis: Waschküche im Vorraum, Eingang zur Toilette und Dusche im Vorraum, Küche eigener Raum, Becken im letzten Raum für die Arztecke (Liege und Schirmwand wird von Dr. Babelotzky gespendet), in der Arztecke soll eine Sitzecke für Gespräche möglich. 18.11.1996: 1. Öffnungstag für Lichtblick. Noch keine Gäste aber 4 Besucher: Frau Pfeiffer spendete, Herr Cuinel, Frau Stolberg und Herr Nuber. Herr Cuinel organisiert 2 kleinere Schilder für die Einfahrt: Lichtblick Eingang im Hof. Herr Nuber benötigt ein paar Fotos von der Entstehung. Mit Frau Mayer arbeitete ich an dem Schreiben an die ehrenamtlichen Helfer/innen. Dienstplan für 2 Wochen. Ab 02.12.1996 wird die Suppe in den Lichtblick verlegt. Um 16.30 Uhr kamen 6 Gäste zum Kaffee trinken. 20.11.1996: Dr. Babelotzky: Freitag vormittags Sprechstunde, er kümmert sich um die Liege und Schirmwand, Waschbecken noch einzubauen.26.11.1996: Immer mehr Gäste kommen. Gesellschaftsspiele werden in Anspruch genommen, über das Spielen kommt man ins Gespräch und lernt die Betroffenen und ihre Geschichte und Situation kennen. Vertrauen wächst. 27.11.1996: Problem: Gäste gehen nach draußen, um zu rauchen, drinnen sitzen wir allein und winken durch das Fenster. So stelle ich mir eine Anlaufstelle nicht vor. Lösung: Raucherzimmer. Küche und erster Speiseraum bleiben Nichtraucherräume. Vorstellungsgespräch mit zwei Frauen, die ehrenamtlich helfen wollen. 02.12.1996: Ab heute wird die Suppe nicht mehr in der Bahnhofsmission zwischen 16.00 und 18.00 Uhr ausgeteilt, sondern mittags in Lichtblick ausgeteilt. 11.12.1996: Heute zum ersten Mal eine ärztliche Sprechstunde durch Dr. Babelotzki ; 23.12.1996: Heute war die erste Weihnachtsfeier im Lichtblick. 23 Gäste, 6 Besucher. Zum Festessen gab es von der Küche St. Ulrich Kasseler, Kartoffeln und Sauerkraut, zum Nachtisch Eis und Obst. Zum Essen kamen Hans Manger vom CeBeeF und Pfarrer Rettig. Petra Thelen, Frau Wolf und Bernd Krämer halfen beim Essen verteilen. Frau Buchberger und Frau Henkel kümmerten sich um Kaffee, Tee und den Kuchen von dem reichlich vorhanden war. Ein Teller mit Schokolade, Nüssen und Rosinen stand auch auf jedem Tisch. Offizielle Besucher waren: Dekan Degott, Dekanin Müller, Frau Kirsten-Kylburg und Herr Nuber. Nach kurzer Ansprache gab es Bescherung: warme Unterhosen und -hemden die von der Bundeswehr stammten, Handtücher und Seife gespendet von Frau Kauer aus dem Wohnstift, Socken gespendet vom Modehaus Schneider aus Neustadt, Tüten mit Stollen, Obst und Kleinigkeiten. Zwei Mädchen von der Redaktion der Schulzeitung „Alternative“ schenkten Lichtblick ein Kartenspiel (Elfer raus).

 

Bereits 1997 dann der nächste große Schritt. Das Obergeschoss wurde ausgebaut und eine Dusche mit Toilette eingebaut. Es entstand ein zusätzlicher Raum, der auch für die medizinische Betreuung genutzt wurde.

Einweihung der oberen Räume, rechts der Paravent

Vorher gab es in dem Räumen unten nämlich lediglich einen Paravent, wenn der Arzt seine Sprechstunden abhielt.

 

Jahresticker 1997  

21.1.1997: Gerd, der Kanadier, ist der erster, der die Dusche benutzt. Martin ist am 27.1.97 zweiter. 4.2.1997: Initiatorentreffen in Lichtblick nach Schließung um 17.30 Uhr. Entscheidung fällig, daß wir Geld für unsere Leistungen nehmen. Die Überlegung ist, eine Mark jeweils für die Suppe, für die Dusche und für die Wäsche zu verlangen. Doch die Entscheidung wird von den Initiatoren getroffen, daß wir es dabei lassen, daß die Leistungen schon was kosten, doch die Bezahlung läuft freiwillig und unkontrolliert durch die vorhandenen Spendendosen ab. Wir machen auf die Spendendosen immer wieder aufmerksam. Kostendeckend wird es niemals sein, wenn wir Geld von den Betroffenen verlangen. Die Initiatoren wollen, daß Lichtblick da ist, um die Menschen zu helfen, ohne zu fragen, ob sie diese Hilfe bezahlen können. 20 zusätzliche Spendendosen werden bestellt, die an die Kasse von Geschäften stehen. 10.5.1997: Berbergottesdienst in Martin Luther Kirche, anschließend Grillfest. 27.5.1997: Wohnungslosenprojekt von St. Ingbert zu Besuch und Besichtigung in Lichtblick 11.6.1997: Initiatorentreffen: Da wir zuerst nur ein Testjahr uns vorgenommen haben, wird jetzt nach mehr als sechs Monate Erfahrung reflektiert, ob wir über das Testjahr hinaus Lichtblick weiter betreiben. Es schaut so aus, da es genug Spendengelder für ein weiteres Jahr gibt, daß wir den Mietvertrag verlängern.15.6.1997: Waldgottesdienst in Esthal mit Pfarrfest anschließend. Beim Gottesdienst Lichtblick vorgestellt. Mehrere Lichtblicker mit dabei. 22.7.1997: Tag der offenen Tür in Lichtblick Gäste und Räume werden von Dekanin Müller und Dekan Degott gesegnet. 14.9.1997: Gottesdienst und Pfarrfest in Lambrecht, Lichtblick zu Gast. 28.9.1997: Multi-Kulti-Fest, Vorurteile werden symbolisch beerdigt, Lichtblick stellt sich mit Infostand vor. 18.11.1997 Lichtblick feiert Geburtstag, 1 Jahr alt!

 

21.12.1997: Berbergottesdienst in Martin-Luther-Kirche mit Berber Hochzeit und anschließend Feier 24.12.1997: Weihnachtsfeier in Lichtblick, Festessen, anschließend kurze Andacht und Bescherung.

 

Diesjährige Weihnachtsfeier anders als letztes Jahr. Im vorigen Jahr war Lichtblick sehr neu und die Gäste waren einzelne, einsame Menschen. Dieses Jahr ist ein Art Gemeinde gewachsen.

 

Und Schwester Pat schreibt Ende 1997 in ihrem Bericht:

 

Diesjährige Weihnachtsfeier anders als letztes Jahr. Im vorigen Jahr war Lichtblick sehr neu und die Gäste waren einzelne, einsame Menschen. Dieses Jahr ist ein Art Gemeinde gewachsen.

 

1998 wurde ein Film für die Reihe „Gegenwärtiges“ gedreht: Viele Tage lang wurde gedreht, interviewt, interviewt und gedreht. Heraus kam ein ganz besonderer Film mit einer Länge von über 30 Minuten.

Lichtblick - Benno Biedermann

 

Der Film über den Tagestreff "Lichtblick", stellt den ZuschauerInnen eine Einrichtung für wohnungslose Männer und Frauen in Neustadt an der Weinstraße vor. Dabei handelt es sich nicht um eine therapeutische Einrichtung, sondern um eine erste Anlaufstelle für die, die - wie es im Jargon heißt - "Platte machen".

 

Die amerikanische Franziskanerin Pat macht deutlich, daß es hier zunächst einmal um Nächstenliebe geht, darum, einen “ein Lichtblick” anzubieten, ein “kleines Licht, eine Linderung”. Intention ist, der schlimmsten Not zu begegnen. Die Suche nach Obdach, Essen und Trinken, aber auch zu einem gewissen Maße, das Bedürfnis nach Geborgenheit und menschlicher Wärme sind es, die die Menschen hierher führt.

 

Wer in den “Lichtblick” kommt, muß sich nicht verändern. Alle werden mit ihrer jeweiligen Persönlichkeit, mit ihren Geschichten und Sehnsüchten angenommen. Solidarität gibt es hier ohne den Anspruch von Gegenleistung. Ein Stück Heimat, nahezu Familie(nersatz), finden hier Männer und Frauen, die ansonsten in vielerlei Beziehung "entwurzelt" sind.

 

1998 wurde auch wieder gebaut: Es entstand auf dem Gelände ein Holzschuppen. Dort surfte übernachtet werden und auch Alkohol war dort erlaubt.

 

Diese Neuerungen führten jedoch unter anderem auch dazu, dass es rund um Lichtblick sehr unruhig wurde. Es gab Beschwerden aus der Nachbarschaft, weil es nachts häufig sehr laut wurde.

 

Auch gab es intern einige Probleme, die dazu führten, dass Schwester Pat im Herbst die Leitung im Lichtblick abgab.

 

Jahresticker 1998 – Unruhige Zeiten

 

16.3.1998 Fußballspiel der Mannschaft Lichtblick gegen Jugenddorf. 1:1 Kein schlechtes Ergebnis.19.5.1998:Treffen des Geschäftsführende Ausschuß:

 

Thema ist die Kündigung der Räumlichkeiten. Doch überall gibt es Nachbarn, die kein Verständnis für Lichtblick haben. Es wird eine gemeinsame Sitzung der Ehrenamtlichen und Initiatoren geben, um Zukunft von Lichtblick zu besprechen. Vereinsgründung wird abgelehnt. 8.6.1998: Heute beginnen die Dreharbeiten in Lichtblick. 23.6.1998: Sitzung der Besucherkommission Lichtblick: zwei Teams bilden sich, um Nachbarn zu besuchen. Jeweils ein Initiator und ein Ehrenamtliche: Herr Böttge zusammen mit Fr. Annweiler; Fr. Lang-Barke zusammen mit Herrn Ritthaler. Sr. Pat und Herr Ohmer suchen andere Räume. Zehn verschiedenen leerstehenden Wohnungen mit Möglichkeit zur Aufenthalt im Hof werden besichtigt. 10.7.1998:

 

Treffen der Besucherkommission. Ärztliche Versorgung wird von Dr. Jürgen Brohl übernommen. Erste Sprechstunde in Lichtblick am 17.7.1998. 17.8.1998: Gemeinsames Treffen der Initiatoren und Ehrenamtlichen vom Lichtblick: Bericht der Besucherkommission. Vermieter nimmt die Kündigung der Räumlichkeiten in der Amalienstr. 3 zurück. 7.9.1998 - 25.9.1998: Renovierung von Lichtblick, um Auflagen von Gesundheitsamt zu erfüllen. In der Zeit bleibt Lichtblick geschlossen. Das Team hat Zeit für die Renovierung und um zusammenzufinden. 31.10.1998: Flohmarkt und Infostand von Lichtblick für Lichtblick in der Fußgängerzone. 5.11.1998:Gespräch mit dem geschäftsführenden Ausschuß. Frau Wesselmann informiert, daß Sr. Pat die Leitung von Lichtblick mit sofortiger Wirkung aufgibt. Thema des Gespräches ist die Zukunft von Lichtblick. In der Zwischenzeit nimmt der geschäftsführende Ausschuss kommissarisch folgende Aufgaben wahr: Herr Manger: Ansprechpartner für die Mitarbeieter und Ehrenamtlichen von Lichtblick/Logistik vor Ort Frau Wesselmann- Pauly: Verwaltung von Lichtblick, Buchhaltung, Spendenverwaltung, Post Herr Krätschmer: Eine Sprechstunde am Mittwoch jeder Woche für die Gäste Frau Schnorr: Beratungsgespräche für Gäste von Lichtblick im Rahmen der Sozialberatung 26.11.1998:Treffen der Initiatoren: Folgendes wird beschlossen:

 

Die Trägerschaft soll von einem bestehenden Rechtsträger übernommen werden. Die Initiatoren und weitere im Lichtblick interessierte Personen und Gruppen sollen sich in einem Förderverein zusammenschließen.15.12.1998: Sitzung des Initiatorenkreises Frau Dekanin Müller teilt mit, dass das Protestantische Dekanat die Trägerschaft übernehmen würde. Der Vorschlag wird einstimmig angenommen. Aufgabe des Trägers wird es nun sein, eine Leiterin/ einen Leiter über ABM- Mittel zu finden .Bis zum 31.3.1999 ist eine Übergangszeit vorgesehen. In dieser Zeit arbeiten Frau Dekanin Müller für den Träger, Frau Wesselmann- Pauly für den Caritasverband und Herr Manger als kommissarischer Geschäftsführer des Lichtblicks eng zusammen. 24.12.1998: Weihnachtsfeier in Lichtblick. Die gemeinnützige Mitarbeiter, Herbert Höchel, Anja Junghanns und Jutta Klaus vorbereiten das Festessen. Sr. Pat bringt die gespendeten Geschenke, die in ihrem Büro gelagert waren, vorbei. Zwei kleine Mädchen treten auf zu Beginn. Das eine spielt für die Lichtblicker auf ihrer Flöte, während das andere singt. Anschließend überreichen sie den Lichtblick eine Spende von DM 60, die sie von ihrer Taschengeld gespart haben. Sr. Pat hält zum letzten Mal eine kurze Andacht vor dem Essen. "Vor vielen, vielen Jahren ist an diesem Tag ein Kind geboren, das ebenso wie ihr eine Herberge gesucht hat, viel unterwegs war und kein Ort hatte, wo es das Haupt hinlegen könnte. Das Kind hatte aber eine Krippe mit warmen Stroh. Möge Lichtblick Euch ebenso einen Strohhalm sein, und Euch die Wärme und Geborgenheit schenken, möge den Stern des Kindes Euch auf Euren Weg begleiten, und möge den Segen des Kindes auf Euch sein."

 

Aus dem Jahresbericht:

 

15.12.1998: Sitzung des Initiatorenkreises Frau Dekanin Müller teilt mit, dass das Protestantische Dekanat die Trägerschaft übernehmen würde. Der Vorschlag wird einstimmig angenommen. Aufgabe des Trägers wird es nun sein, eine Leiterin/ einen Leiter über ABM- Mittel zu finden .Bis zum 31.3.1999 ist eine Übergangszeit vorgesehen. In dieser Zeit arbeiten Frau Dekanin Müller für den Träger, Frau Wesselmann- Pauly für den Caritasverband und Herr Manger als kommissarischer Geschäftsführer des Lichtblicks eng zusammen.

 

Wesen und Geist vom Lichtblick

 

zusammengefaßt in 5 unverzichtbare Elemente von Pat Casey

 

1. Gastfreundschaft

 

2. Akzeptanz und Toleranz

 

3. Heimat

 

4. Beschäftigung

 

5. Wegbegleitung

 

zur Gastfreundschaft:

 

Wir sind Gastgeber. Die Menschen, die auf Lichtblick angewiesen sind, sind unsere Gäste. Gastfreundschaft macht als erstes das Wesen und den Geist von Lichtblick aus.

 

Da sind wir gefragt, nicht nur ein offenes Haus zu bieten, eine offene Tür zu haben, sondern auch offene Ohren im Gespräch mit den Gästen und ein offenes Herz.

 

zu Akzeptanz und Toleranz:

 

Unsere Gäste sind vielleicht die schwierigsten Menschen der Gesellschaft, deswegen stehen sie am Rande. Wir sind nicht dafür da, sie zu ändern, sie umzuerziehen. Wir sind gefragt, die Gäste so zu nehmen, so aufzunehmen und anzunehmen, wie sie sind.

 

zur Heimat:

 

Beim dritten Element wird deutlich, daß es um ein Werden geht, eine Entfaltung und Entwicklung von Beziehung zwischen uns und unseren Gästen. Es handelt sich um eine Art Prozeß. Zuerst öffnen wir uns für unsere Gäste, indem wir ihnen Akzeptanz und Toleranz entgegenbringen, dann öffnen sie sich uns gegenüber. Mit der Zeit fühlen sie sich angenommen. Das Vertrauen wächst und es entsteht eine Art Gemeinde, eine Gemeinschaft, eine Zugehörigkeit, die keine Stadt, kein Ort unseren Gästen sonst bietet, und sie finden bei uns Heimat.

 

zur Beschäftigung:

 

Damit Lichtblick sich entfaltet und gestaltet, müssen alle etwas dafür „tun“. Da sind wir und unsere Gäste gefragt, uns mit allen Talenten und Gaben einzubringen. Es gehört zum Resozialisierungsprozeß, einen Sinn im Leben wieder zu entdecken, einander zum sinnvollen Tun zu ermutigen, das zu entlocken, was in uns steckt, was wir dazu beitragen können, zu entdecken, wie wir uns ergänzen und gegenseitig helfen können.

 

zur Wegbegleitung:

 

Wir gehen miteinander einen Weg, der manche Gäste sogar zurück zur Gesellschaft, zurück zu einem geordneten Leben führt. Wir gehen keinen Weg für sie, sondern wir gehen mit ihnen. Der Weg der Resozialisierung endet nicht mit dem Einzug in eine Wohnung. Zum wieder seßhaft werden gehört eine Nachbetreuung dazu. Auch dies muß geleistet werden und gehört zum Lichtblick als unverzichtbares Element.

 

Diese fünf Punkte machen den Geist und das Wesen von Lichtblick aus, machen den Lichtblick erst lebendig.

 

So, und nun komme ich langsam mit ins Spiel- denn ich war die Person, die zum 1.3.1999 eingestellt wurde.

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Aktualisiert am 19.10.2018

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