20 Jahre Lichtblick (e) – Fast ein Tagebuch von Hans Eber-Huber Teil 5

2006 feierten wir dann unser 10- jähriges Bestehen und es gab eine Jubiläumsbroschüre.

 

In der Einleitung ist nachzulesen:

 

10 Jahre- und kein bisschen älter......

 

„Wer bräuchte ihn nicht? Und nicht auch immer wieder? Diesen kurzen Moment, der ein wenig Licht ins Dunkle bringt, ein wenig Hoffnung erblühen lässt und damit wieder Mut macht, wo man ansonsten mutlos zu verzweifeln droht.

Mag er im Einzelfall auch jeweils anders aussehen, sich andersartig gestalten- notwendig ist er allemal für jeden und immer wieder neu.

Notwendig ist er insbesondere, wo in vielerlei Gestalt Dunkelheit uns bedroht. Oder auch „nur“ die Anderen Man möchte es nicht glauben, oder aber nicht wahrhaben, dass es „die neue Armut“ unter uns gibt, und dass sie dauernd noch wächst. Auch in unserer Stadt ist sie festzustellen, diese neue Armut. Darum haben schon vor ein paar Jahren Menschen sich zusammengetan, ihr zu begegnen, d.h. denen zu helfen, die am meisten betroffen sind: Obdachlose, Nichtsesshafte, oder aber auch denen, die in Gefahr stehen, demnächst in einen solchen Zustand abzugleiten. (...) »Weiter kann dort nachgelesen werden:« Denn wenn auch für die nächsten Monate der Lichtblick gesichert ist, so müssen wir uns dennoch um seinen Fortbestand bemühen. Denn leider ist ja nicht damit zu rechnen, dass die derzeitigen „dunklen Aussichten“ den Lichtblick in absehbarer Zeit überflüssig werden lassen.“

Dieser Artikel wurde am 10. November 1996 im Kirchenblatt der katholischen Pfarreien von Neustadt geschrieben- und könnte auch im Herbst 2006 erschienen sein. Wir möchten Sie auf den folgenden Seiten ganz herzlich auf unsere „Lichtblick“- Zeitreise einladen. Unsere Region hier hat in den vergangenen Jahren im sozialen Bereich vieles geschultert und „Lichtblick“ steht mit seinen vielseitigen Angeboten mittendrin.

Und das Selbe könnte auch heute zum 20. Bestehen stehen…

 

Leider mussten wir uns von Dekanin Heide Müller Abschied nehmen, die Mitgründerin des „Lichtblicks“ war und sich persönlich sehr eingesetzt hatte. Denn so kam das Prot. Dekanat Neustadt zum Lichtblick oder umgekehrt.

 

Bereits einige Zeit davor vertrat der spätere Dekan, Armin Jung, Frau Müller während ihrer Krankheit, und ist bis heute der „Chef“ der Einrichtung, aber „den hat er nie heraus gehängt“.

 

Interessant auch, was in unserem Jahresbericht 2006 über die Wohnungssituation in Neustadt nachzulesen ist.

 

Da viele Wohnungen einfach zu teuer sind, gibt es in Neustadt zur Zeit einen großer Bedarf an günstigem Wohnraum.

Im November haben wir einen Rundruf bei den örtlichen Wohnungsbaugesellschaften durchgeführt. Dort gab es in der ersten Novemberwoche kein einziges Wohnungsangebot für Singles im Rahmen dessen, was die ARGE übernimmt. In den vier Novemberwochen, ergab die Durchsicht der Wohnungsangebote in der örtlichen Presse und Internet, zwei Angebote in der Preisklasse, die jedoch Beide nicht an ALG 2 Empfänger vermietet wurden.

 

In ihrer Not suchen sich die Menschen dann Wohnraum, der häufig nicht dem heutigen Standard entspricht, und aus diesem Grunde z.B. auch hohe Heizkosten verursacht. Einige unserer Besucher haben sich Wohnraum in den Talgemeinden gesucht, weil es dort billigere Wohnungen gibt.

Auch dies kann man 1 zu 1 auf 2016 übertragen!

Im März treffen sich aktive Handwerker und Ruheständler, um über ein neues Projekt zu diskutieren.

„Helfende Hände“ soll  Bedürftigen die Möglichkeit geben, professionelle Hilfe im Haushalt zu erhalten, sei es Malerarbeiten, Elektrik und Installationsarbeiten. Wir bekommen sogar grünes Licht von der Handwerkskammer und legen im Herbst 2006 los. Die Resonanz war dann doch nicht so wie erhofft, so dass wir das Projekt 2014 wieder aufgelöst wurde.

 

03.05.06

Schwester Pat besucht Neustadt, und einen ganzen Tag lang ist sie im Lichtblick. Viele Freunde und Besucher verbringen gemeinsam einen schönen Tag.

Pat und Lis

Meine Weihnachtsgeschichte „uff pälzisch“ hatte dies auch zum Thema:

Im letschde Joor hab isch eisch geroode e bissel Englisch zu lerne wesche dem Besuch fun de Pet. Un, hotts was gebrochd ? Isch klaabs faschd nett oder kann jemmand fun eisch e bissel was uff Englisch ferzeele ?

Un dann gings jo noch um de Besuch fun de Pat, die dann jo ach iwwer de große Teisch riwwergschwumme is. Pleed war nadierlisch, dass se nur enn dach do war, des war fiel zu wennisch. Awwer isch will misch jo net beklache, Hauptsach, sie war do, unn wir henn widder en Grund zum feire ghabt. Die Pet hot ach e scheenie Geschicht riwwergemeeild, wie heitsotach so ieblisch iss.

Jahresausflug der Ehrenamtlichen zur „Schernau“- einem Seniorenheim für obdachlose Menschen

10.11.06

Jubiläumsfest im Casi. Wir feiern unser 10- jähriges mit 70 geladenen Gästen und viele Besucher des Lichtblicks. Neben den Grußworten singt der Chor der Pfälz. Musikschule und der Lichtblick- Film von 1998 wird in Ausschnitten gezeigt. Eine kleine Ausstellung vervollständigt das schöne Fest.

Unsere Festbroschüre wird verteilt.

 

07.12.06

„Lichtblick“ erhält einen Sonderpreis der Diakonischen Werke in Rheinland-Pfalz.

Ernst Ohmer und Armin Jung waren dabei.

 

2007

 

2007 feiert unser Arbeitsprojekt „SoilPakt“ sein 5 jähriges Bestehen und Ute Schön wird als Teilzeitkraft eingestellt. Finanziert wird sie überwiegend durch Mittel, die wir vom Jobcenter erhalten. Einige Jahre später allerdings werden die Mittel fast vollständig eingestellt, dennoch lassen wir das Arbeitsprojekt weiterlaufen, da es für die Menschen außerordentlich wichtig ist!

Ausflug „SoliPakt“

11.04.2007

Unsere langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterin; Frau Mathias wird unter großer Anteilnahme zu Grabe getragen.

 

Und auch uff pälzisch gibt es wieder etwas zu berichten:

Zunexschd emool hawwe mer hier ee fra, die de beschde Kaffee machd und des ist ned gelochche. Isch selwer drink jo nur so a muggefuck brie , ohne koffein, un der is jo ach schunn gud.

Awwer de annere Kaffee is so beriehmd, dass mer immer mehr deffun brauche, und die mensche aus alle herre lenner kumme, um den kaffee zu geniese. Des sinn Leid ned nur aus Neistadt , sondern ach die Daalbeck fun Lambrecht orrer Weidendaal, dann noch die Hasslocher, immer dann wenn se rausgelasse wern und dann ach hier reigelasse wern, un aach die leid vum Oste, Pole und Russe, die Italljener sin do und freen sisch uff de kaffee , der is jo minneschdens so gut wie een espresso orrer enn caputschino.

Ach die Franzose kummen o mass und schlürfen die Brie fumm Lischdblick.

Ihr wissen alle, fun wem isch spresch, isch glaab, des is kee Geheimnis.

Unser aller Lissi s die Super fraa, die sisch um die drekisch wesch kimmert un dann ach noch den guude kaffee kocht.

Unn dann hemmer noch eener, der is unser Owwerscheff geworre in dem Joor, isch red fumm, Junge Armin unser aller Dekan , der im Friejoor gewählt woore is. Er sieht noch rescht jung aus fer sein alder des liggt an der lange hoor unn weil er ach so hääst. Wahrscheinlisch verzeehlt er jetzt noch, dass er ach von inne raus dursch die Qualmerei jeden Daach gereischerd un gepökeld werd un desweeege sich so gud ghalde hott. Un wenn des so weider geht werre merrn bald jeden Tach hier seehe, denn ab januar sinn mir de enzigschde Platz uf dere Weld, wu mer noch im warme qualme kann- wardens mol ab- des kummt noch. Un dann kummt unser Dekan, süffeld de beschd Kaffe uff de Weld und qualmd sei Zigarillo.

 

Tja, dass das mit der Qualmerei ganz schnell zu Ende gehen sollte, konnte ich mir noch gar nicht vorstellen.

 

2008

 

07.01.08

Sabine, unsere Frisöse, hat ihren ersten Einsatz im neuen Jahr. Einmal im Monat heißt es dann: Haare schneiden fer umme.

 

11.01.08

Auch ein weiteres recht junges Angebot im Lichtblick: Herr Walter Nargang von der Alt-katholischen Diakonie in Landau informiert wöchentlich Interessierte über Fragen zum Arbeitslosengeld 2 oder anderen sozialen Fragen.

Dieses Angebot wird zur großen Erfolgsgeschichte. Zunächst einmal im Monat, dann 14 tägig, dann jede Woche und 2016 dreimal die Woche gibt es Beratungsangebote unterschiedlichster Art.

 

Davon auch im Weihnachtsbericht:

Un dann hemmer noch en neie im Tiem, isch meen unsern herrn Nargang fun Landeesch. Der kummt alle Woch extra fun Landeesch nach Neischdad um denne fun de Arge zu verzeehle, was die ferkeert gemacht hen. So en Landeescher is uns nadierlisch willkomme un dass der ach noch was uffem Kaschde hot, des wunderd uns neischdader nadierlisch besunnerschd.

 

Und wie schon vorausgesagt:

 

20.02.08

Unsere erste Besucherversammlung im neuen Jahr beschließt ein Rauchverbot im Erdgeschoss ab 1. Mai 2008.Und bereits ein Jahr später ist der Lichtblick komplett rauchfrei.

 

Zum ersten Mal dabei und danach alle 2 Jahre:

 

20.09.08

Wir- schaffen- was – Aktion im Lichtblick:

Frühstücks- Brunch im Lichtblick und Flohmarkt.

Die Tagesbegegnung Lichtblick beteiligt sich an der überregionalen Aktion „Wir schaffen was“ und laden Besucher der Einrichtung und die interessierte Bevölkerung am Samstag, den 20. September zu einem Frühstücks-Brunch ein.

Der Brunch findet bei gutem Wetter im Hof der Amalienstraße 3 oder in den Räumen der Einrichtung statt. Eröffnet wird das gesellige Beisammensein gegen 10 Uhr vom Posaunenchor Hambach- Winzingen.

Unterstützt werden die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Einrichtung an diesem Tag von freiwilligen Helfern, die sich für die Veranstaltung gemeldet haben.

„Für Lichtblick sind diese Art von Veranstaltungen eine ganz wichtige Sache“, so Hans Eber-Huber, Leiter der Einrichtung und weiter: „das Zusammensitzen und die Gespräche dienen dazu, gegenseitige Vorbehalte und Vorurteile abzubauen, bestehende Hemmschwellen zu überwinden und auch Verständnis zu entwickeln.“

Am gleichen Tag findet am Kartoffelmarkt ein Flohmarkt zu Gunsten der Einrichtung statt.

 

So, jetzt aber dabber: Für die letzte Ausgabe im November sind immerhin noch 8 Jahre zu berichten!

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LB-Flohmarkt

Samstag 21. Juli

Stiftskirche

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Lichtblick

Jahresbericht 2017

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Aktualisiert am 11.07..2018

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