20 Jahre Lichtblick (e) – Fast ein Tagebuch von Hans Eber-Huber Teil 6.10

Chronik Lichtblick 2015

 

Januar

 

14.01.2015

 

Jahresanfangsessen mit den Ehrenamtlichen und Förderbeirat beim „Viet“

Februar

 

09.02.2015

 

Erster Übernachter in der neuen Notwohnung in der Talstraße 9

 

10.02.2015

 

Trauerfeier für Klaus Michels

 

10.02.2015

 

Die Damen vom Früchteteppich St. Martin übergeben wieder einen Scheck

 

März:

 

05.03.2015

 

Benefizkonzert mit Thomas Felder in der Alten Winziger Kirche

Kultur Regional

„Herr, lass Hirn ra“

Der schwäbische Liedermacher Thomas Felder begeistert mit seinen kämpferischen Songs in der Alten Winzinger Kirche – Erlös geht an „Lichtblick“

Von Hildegard Janssen-Müller

 

Neustadt. Einen Ausnahmekünstler konnten am Donnerstagabend die Liebhaber von Wort und Ton in der Alten Winzinger Kirche kennenlernen. Thomas Felder, auch schon mal als der „schwäbische Bob Dylan“ bezeichnet, gab ein Benefiz-Konzert für die Neustadter „Tagesbegegnung Lichtblick“ und erntete dafür viel und stürmischen Beifall.

Seinen Auftritt hatte Thomas Felder mit „von wegen“ betitelt. So heißt auch seine letzte CD. Doch bei seinen Liedern schöpfte der Sängerdichter an diesem Abend auch aus seinem reichhaltigen früher entstandenen Werk. Zum bequemen Zurücklehnen und schlichten Genießen eigen sich diese Lieder nicht. Selbst wenn er nur mit Worten spielt wie mit dem „Sinn“. „Seh’n Sie ’n Sinn?“, fragt er ins Publikum, und das lauscht spätestens dann in sich hinein, wenn er Wörter mit Sinn zusammensetzt und daran erinnert, dass es auch einmal eine „Sinn-Zeit“ gegeben habe. Achtsamkeit ist gefragt, denn immer wieder offenbaren sich dem Zuhörer Gräben zwischen christlichen Werten und dem, was tatsächlich ist. Brücken schlagen kann dabei der Wille, ungute Dinge umzukehren, kein Dulder zu sein, sondern die Menschen aufzurütteln. Und das tut Thomas Felder.Felders Lieder spiegeln auch Stationen seines Lebenswegs. Das christliche Elternhaus lässt sich darin ebenso wenig verleugnen wie seine tiefe Verwurzelung in der Natur, das unbedingte Bestreben, diesen Teil der Schöpfung zu bewahren. Sich auf Wesentliches zu konzentrieren, ist eine seiner Botschaften, und dieses Wesentliche bietet für ihn immer die Natur selbst und die Natur des Menschen. Logischerweise muss da so jemand wie Thomas Felder auf der Seite der Atomkraftgegner stehen und sich, auch in seinen Liedern, ebenso hartnäckig gegen Projekte wie „Stuttgart 21“ wehren. So wirft er in seinem Konzert „von wegen“ nicht nur Fragen auf zu Lebenswegen; „von wegen“ ist auch immer eine Aufforderung zum Nachdenken, was sich verändern lässt, was erhaltenswert ist. Um dann eventuell aus voller Brust zu sagen: „von wegen“ – mit mir nicht.

Er arbeitet mit biblischen Textstellen und Figuren. Johannes der Täufer wird zu „Johannes der Tunneltäufer“, Thomas Felder zum Wutbürger, wenn er über das Projekt „Stuttgart 21“ singt, von einer Kirche, die das Rennen um den Mammon mitmacht und enttäuscht, wenn sie neben den Tunneln in Stuttgart auch Kriegsgeräte wie Kanonen segnet. Wo bleibt da der christliche Segen, fragt sich der Sänger und hat auch gleich die bitterböse Antwort parat: „Notfalls muss Demonstranten der Segen mit Wasserwerfern gebracht werden.“ Sein „Hosianna“, das er dazu aus der Tiefe ruft, hat er musikalisch dem kampflustigen „Glory, Hallelujah“ aus dem amerikanischen Protestsong „John Brown’s Body“ entlehnt.

Stuttgart liegt ihm am Herzen, stellvertretend für vieles, das um des schnöden Mammons willen zerstört wird, wobei die Kirche nicht eingreift. Den Sinn dessen, dass der evangelische Kirchentag in diesem Jahr in der Schwabenmetropole stattfinden soll, sieht er getreu dem Motto tatsächlich darin, „Damit wir klug werden“. Dazu hat er Musik von Bach in eine schlichte, aggressive Form gebracht und schafft so mit Text und Musik eine sehr bewegende Umschreibung des schlichten schwäbischen Wunsches „Herr, lass Hirn ra“, damit die Menschen gescheit werden.

Immer aber stecken die Lieder des Manns „von der Alm ra“ (von der Alb) voller Poesie. Dabei gewinnen vor allem seine ins Schwäbische übersetzten schottischen und irischen Liebeslieder einen ganz besonderen, teils auch etwas rauen Liebreiz. Seine Stimme kann Felder vom tief gefährlichen Brummen bis zu einem hohen Alt steigern. Und wenn er seine Instrumente einsetzt – insgesamt spielt er sieben, wie er erzählt, „aber alle nur ein bisschen“ – entführt er sein Publikum in eine andere Welt, nimmt es mit der Drehleier mit ins Mittelalter, erinnert mit Gitarre und Mundharmonika an Protestsänger der 60er und kann mit Drehleier und Posaune eine Endzeitstimmung schaffen, die dem Zuhörer Gänsehaut bereitet.

 

April

 

15.04.2015

 

Konfigruppe der Stiftskirche besucht den LB

 

18.04.2015

 

1. Flohmarkt in diesem Jahr, es folgen noch 8 weitere

 

23.04.2015

 

Konfigruppe Martin-Luther- Kirche im Lichtblick

 

Mai

 

09. 05.2015

 

Sozial bewegt- rund um das Kriegerdenkmal und Wallgasse

Fischen nach Buchstaben

 

Veranstalter des Familienaktionstags „Sozial bewegt“ mit Resonanz zufrieden

 

Zum vierten Mal hatten für vergangenen Samstag soziale Einrichtungen zu einem Familienaktionstag in die Neustadter Innenstadt eingeladen. Mit der Resonanz auf „Sozial bewegt“ waren sie erneut zufrieden.

 

Diese Aufgabe ist ganz nach dem Geschmack der vierjährigen Anna. Zunächst angelt sie aus der mit Wasser gefüllten Wanne die Tischtennisbälle heraus. Auf jedem ist ein Buchstabe. Mit Hilfe von Judith Becker, einer der vielen Helferinnen bei „Sozial bewegt“, setzt Anna das Wort „Raupe“ zusammen. Und schon ist die erste Aufgabe bei der Stadtrallye erfüllt.Becker spricht die Familien, die an diesem Tag am Kriegerdenkmal vorbei spazieren, gezielt an. Schließlich gibt es als Belohnung einen Gutschein, um sich beim Flohmarkt etwas auszusuchen. Rund 60 Kinder machen mit. Auch andere Angebote wie Schlauchbootfahren mit dem Christlichen Jugenddorf und das Parkfest der Christengemeinde „max 18“ finden großen Anklang. Hans Eber-Huber, Sprecher von „Sozial bewegt“, zieht am frühen Nachmittag eine positive Bilanz: „Dieses Jahr scheint zwar alles etwas kleiner, weil wir nicht auf dem Marktplatz sind, aber wir verzeichnen einen guten Besuch.“

 

Ein Anziehungspunkt ist auch der mit Raritäten reich bestückte Flohmarkt – eine Gemeinschaftsaktion von „Lichtblick“, Spiel- und Lernstube sowie „Act4aid“. Wie hoch die Gesamteinnahmen sind, wird erst in einigen Tagen feststehen. Der Gewinn geht auf jeden Fall an soziale Projekte in Neustadt. (kle)

 

11.05.2015

 

Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen ihren Jahresausflug. In diesem Jahr geht es nach Frankfurt. Dort gibt es eine „alternative“ Stadtführung zu Obdachlosenstellen und Einrichtungen.

Neustadt Frankfurt … und zurück

 

Mit dem LB-Jahresstudienausflug  unterwegs wie „nach Hause …“

 

Bärenstraße, Casa 21 und ESA sind Einrichtungen, von der Caritas getragen die in Frankfurt für die Menschen da sind, für die in Neustadt der „Lichtblick“ da ist. Natürlich ist in Frankfurt alles lichter, heller, moderner, größer … großstädtischer halt. Aber den freiwilligen, ehrenamtlichen Mitarbeitern aus Neustadt wird an diesem Studientag auch bewusst: Mag der Rahmen auch ein anderer sein, die Aufgaben ähneln sich und jeweils angemessene Lösungen sind notwendig. Immer geht es um Menschen, die für Menschen da sind. Es wird zwar klar, wer wen braucht. Es sind die Gestrauchelten, die die Stabilen brauchen, beide befruchten sich, alle haben was davon und letztlich ist es dem Ganzen dienlich.

 

Wir werden am Ostpark in Frankfurt erwartet, von Klaus, Peter Schmitt und einer jungen Medizinstudentin, die bei ESA ihr Praktikum macht. Das neue EZB Gebäude hatten wir zuvor im Blick, dort das architektonische Schmuckstück. Hier sind Wohncontainer, in denen bis zu 16O Menschen in Vierbetteinheiten Unterkunft finden. Fast idyllisch gelegen. Wir gehen weiter, es gibt noch eine neuere Auffangsiedlung; ebenfalls Container; alles wirkt fast adrett, am Rand und ruhig gelegen, mitten im Grünen. Wie lange noch an dieser Stelle ist eine offene Frage, sind doch die Änderungen, die im Zuge des EZB Gebäudes vorgesehen sind, erkennbar. „Ich glaube, wenn es direkt am Bahnhof ist, dann ist das die „idyllische“ Umgebung. Die gute Lage ist nicht der Fokus dieser Menschen; es geht um einen passenden Platz auch für sie, einen, an dem sie sich angenommen fühlen, nicht nur vorübergehend untergebracht oder gar wie entsorgt“, meint Klaus, der Leiter der Tagesstätte Bärenstraße, die wir kurz darauf erreichen, nachdem wir am Ostbahnhof entlang einen ehemaligen Streifen zum „Platte-Machen“ durchquert haben.

 

In der Bärenstraße erwartet uns ein moderner Zweckbau, bisher Postamt, jetzt dient er als Tagesstätte für obdachlose Besucher. Bis zu 35O Menschen kommen täglich, ca.  15O Essen am Tag, Frühstück, Mittag und Abendessen, geöffnet an sechs Tagen, von 9 bis 18 Uhr. Von Mitte November bis März ist sogar täglich geöffnet; und in dieser kalten Jahreszeit kann auch übernachtet werden. Für bis zu 25 Menschen ist dafür Platz. Voraussetzung ist ein Gesundheitscheck, um Ansteckungen vorzubeugen. Es sind viele Menschen aus Osteuropa, Bulgaren, Rumänen; 1O bis 15% sind Deutsche. Die Betreuung der Übernachtungen nehmen zwei haupt-  und ein ehrenamtlicher Mitarbeiter wahr.

 

Als wir ankommen ist Mittagessenzeit. Es ist voll. Auch die Duschen sind stark frequentiert. Wir werden durch die Einrichtung geführt. Alles erinnert an den Lichtblick, schöner, zweckmäßiger, großstädtischer eben, aber auch kühler, nüchterner, weniger familiär als im Lichtblick.

 

Es geht weiter. Jetzt führt Peter Schmitt, der seit 3O Jahren als Sozialarbeiter dabei ist. Zu den Räumen vom Zentrum für Wohnungslose, ebenfalls getragen von der Caritas, mit 5 ½ Planstellen ausgestattet, und 7 festen Mitarbeitern,   für die Menschen, die im Casa 21 und ESA untergebracht sind. Gleichzeitig mit uns kommt der mobile Krankenwagen der ESA an. Modern, mit allem medizinisch Notwendigem ausgestattet, um auch Menschen, die auf der Straße leben, ärztliche Versorgung zu ermöglichen, gesponsert von einem der LIONS Clubs in Frankfurt. Freundliche helle Räume auch hier. Alles zeitgemäß ausgestattet, sauber und adrett, sogar ein zahnärztliches Behandlungszimmer mit allem, was dazu gehört. ESA dient der Gesundheitsvorsorge. Es arbeiten viele Ärzte ehrenamtlich, eine ärztliche Leiterin und medizinisches Pflegepersonal sind angestellt.

 

Peter erläutert mit großer professioneller Gelassenheit und zugleich aus ganzem engagierten Herzen Aufgaben und angebotene Dienstleistungen von Casa 21, dessen Leiter er ist.

 

Im Zentrum stehen all die Aufgaben, die sich auch im „Lichtblick“ stellen, und das entsprechende Angebot dafür. Bereitstellung von Postadresse, Existenzsicherung, Beratung in finanziellen Angelegenheiten, viele praktische Hilfen, Formulierungshilfen, Hilfe bei der Unterkunfts-  und Wohnungssuche, Begleitung zu Behörden, Hilfe bei Einkäufen, Vermittlung von anderen Fachdiensten, Hilfe bei der Arbeitssuche und -aufnahme, Vermittlung von Betreutem Wohnen und die MonatsScheckausgabe.

 

Zudem gibt es Einzelprojekte wie z.B. „Walk“, Wohnungslosigkeit und Alkohol, in Kooperation mit der Fachambulanz, wodurch es inzwischen gelungen sei, jedes Jahr bis zu 1O Menschen zu einer Entzugs- therapie zu bewegen, Voraussetzung für erfolgreiche Reintegration.

 

Und es gibt als Aktivierende Hilfe Projekte, die ermutigen sollen, wieder eigene Gipfelerlebnisse zu erfahren. Die Krönung sind Bergwandern in den Alpen und Klettern im Dahner Felsenland. Acht Firmen fördern dieses. Und Peter Schmitt, Initiator und Anbieter dieser Aktivitäten, gibt denen die Stimme, die mit gewesen sind, die das Glück miterleben konnten, endlich, nach so viel Schmerz und Enttäuschung, auch wieder zurückgeworfen worden sein, doch noch auf dem Gipfel anzukommen:

 

„Ja, das hat mir möglich gemacht, wieder ein Ziel ins Auge zu fassen, meinem Leben wieder Sinn zu geben, erfahren zu können, dass doch noch etwas möglich ist, wenn ich dafür übe, wenn ich mich anstrenge, mitmache, mich einfüge und dann das Leben wieder erlebe wie es auch sein kann: Sinnvoll, lebenswert, einfach schön“. Einmal im Monat gibt es zudem einen Erlebnistag in Frankfurt, zu dem auch die Familien von Ehrenamtlichen dabei sind. Es ist bemerkenswert, was möglich ist, wenn sich Menschen für andere einsetzen und das mit ganzem Herzblut. Peter Schmitt mit seiner freundlich gelassenen Art ist ein lebendiges Beispiel dafür.

 

JA, es war beeindruckend. Da geht was in Frankfurt. UND … da geht was in Neustadt. Das wird auf der Rückfahrt klar, je näher wieder Neustadt kommt. Es ist wie so oft: Dort in der Ferne, weit weg und im Glanz  des Großen, strahlt das Besondere; und hier im Kleinen, strahlt es ebenso, strahlen die, die jeden Tag ähnliches erleben und ähnliches tun. Lichtblicke gibt es hier wie dort. Und daheim ist es doch eigentlich am Schönsten, vor allem, wenn sich Menschen finden, die für Menschen da sind; besonders dann, wenn Menschen anderer Menschen Hilfe brauchen. 

 

Juni

 

03.06.2015

 

2 Mitarbeiter des St. Christopherus- Hauses in Kaiserslautern besuchen den Lichtblick.

 

Juli

 

04.07.2015

 

Große Spendenaktion von Round- Table auf dem ehemaligen IBAG Gelände in Neustadt.

14.07.2015

 

Radiointerview zur Situation wohnungsloser Menschen

 

21.07.2015

 

Der SWR dreht einen Film zur Situation wohnungsloser Menschen im Lichtblick

 

4.11.2015

 

Die 19. Benefiz-Gala im Herrenhof sorgt wieder einmal für viel Spaß und Unterhaltung.

 

Dabei sind: Luca Sestak, die Twotones und Hans-Peter Schwöbel

Von wegen „Würstchenmarkt“

Lichblick-Benefiz-Gala mit Mundart-Prof Hans-Peter Schwöbel, den „Twotones“ und dem Pianist Luca Sestak

Von Ute Gerst

Neustadt-Mussbach. Soziale Kälte? Zumindest bei der 19. Benefiz-Gala zu Gunsten der Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick“ am Mittwochabend im Mußbacher Herrenhof, war davon nichts zu spüren. So viele Förderer des Projekts für wohnungslose und akut in Not geratene Menschen waren gekommen, dass der Festsaal kaum alle Besucher fassen konnte.

Für die Moderation des Abends war ursprünglich Hedda Brockmeyer, Schauspielerin und Leiterin des Hambacher „Theaters in der Kurve“, gewonnen werden, die aber krankheitsbedingt absagen musste. Da das Projekt unter der Trägerschaft des protestantischen Dekanats Neustadt steht, lag es nahe, den Dekan und Pfarrer Armin Jung zu bitten einzuspringen. Und er stand ein für die gute Sache, hüpfte auf die Bühne und begrüßte mit launigen Ansprachen und passenden Gedichten von Heinz Erhardt die drei Künstler(gruppen), die den Abend bestritten.Die Überraschung des Abends war zweifelsohne der gerade mal 20 Jahre alte Karlsruher Pianist Luca Sestak, Vollblutmusiker und Preisträger des „German Boogie Woogie Awards“, der zusammen mit seinem erst 18-jährigen Drummer Johannes Niklas eine beeindruckende Show bot. Er kam, setzte sich ans Klavier, und los ging's. Schon nach den ersten Takten hatte er das Publikum für sich eingenommen, die Mischung aus Können und Spielfreude, aus Blues, Boogie Woogie, Jazz, Funk und Pop überzeugte und verführte zum Schnipsen, Klatschen und Wippen. Fetzige schnelle Boogies, aber auch gefühlvolle Balladen und Bluesstücke korrespondierten mit dem Mann am Schlagzeug, der nicht nur begleitete, sondern die Vielseitigkeit seines Instruments überzeugend zur Geltung brachte. Der Großteil der gespielten Stücke waren Eigenkompositionen und -arrangements, in denen sich schon ein unverkennbarer Stil zeigt. Musikkritiker sagen den beiden eine große Karriere voraus, die Besucher im Herrenhof teilten diese Ansicht.

Mit Pop, Chanson und Kabarett folgte das in der Region gut bekannte Duo „Die Twotones“ mit dem Neustadter Rainer Klundt am Piano und der Mannheimer Sängerin Anna Krämer, einer begnadeten Meisterin der Verwandlung, die als Rockröhre ebenso überzeugt wie als Operndiva. Klundt ist ein Wirbelwind an den Tasten, Anna Krämers Stimme jubelt sich bis in die höchsten Höhen hoch getreu dem Programmtitel „Der Himmel ist oben“, um im nächsten Augenblick in die Rolle einer Alten in einer Senioren-WG zu wechseln. Gemeinsam sind Krämer und Klundt einfach fulminant, mit niveauvollen Texten, mal selbstironisch, mal trashig, sentimental oder urkomisch und oft in rasanter Abfolge verschiedener Charaktere und Gefühlswelten. Große Kleinkunst, die im Herrenhof verdientermaßen großen Beifall erhielt.

Satire, Poesie und Dialekt brachte danach Hans-Peter Schwöbel, emeritierter Soziologie-Professor aus Mannheim mit Vorliebe für Mundart und Kabarett, unters Volk: Lust auf Denken, Lust auf Sprache, Lust auf Heimat! Wie man am Büchertisch sehen konnte, ist er Autor und Herausgeber zahlreicher Essays und Bücher zu pädagogischen und soziologischen Fragen, aber auch von Belletristischem. Bei seinem Kabarett-Solo in Schriftdeutsch und Kurpfälzer Mundart (Schwöbel: „das einzig richtige Pfälzisch!“) empfahl es sich, gut zuzuhören, denn seine Aphorismen verzaubern und unterhalten gleichermaßen. So unterscheidet er zwischen Macht und Stärke, Stärke sei eine Persönlichkeitsqualität, Macht eher eine Eigenschaft von Ämtern, Positionen und Strukturen. Denk-Spiele in den Feldern Politik, Ökonomie, Ökologie, Natur-, Lebens-, Welt- und Klimaschutz verführen den Zuhörer zum Mitdenken, zur Nachdenklichkeit und im besten Falle zur Veränderung – und sei es auch in noch so kleinen Schritten. Fast aggressiv zu nennende Sketche folgen leiser, eindringlicher Lyrik. Sie erfreut. Und auch so kennt man ihn: „Wer’s weiß, kriegt ä Gutsel“. Viele wussten, was ein Rammler war, aber wie heißt denn nun die Häsin? Zippe – hätten Sie's geahnt?

Lautmalerisch in bestem Pfälzisch rasselt der Künstler Ausdrücke hintereinander, die man kennt, und solche, die man noch nie gehört hat, die Neuschöpfungen sind. Mit rhythmischem Gespür singt Schwöbel seine Texte fast, gefühlvoll, intellektuell, anspruchsvoll. Oder auch so komisch, dass es Lust auf Lachen macht! Man denke nur an die Ankündigung in einer norddeutschen Zeitung, eine Fahrt zum „Würstchenmarkt“ nach Bad Dürkheim, um ein „Dürstchen“ zu stillen. Oder an die „Mannemer ewichi Menschekett“ gegen den Abriss des Wasserturms. Nicht, dass ihn jemand tatsächlich hätte abreißen wollen. Aber man weiß ja nie.

 

9.11.2015

 

Wir besuchen in St. Martin den „Früchteteppich“

24.11.2015

 

Vortrag im Käthe- Kollwitz- Gymnasium

 

25.11.2015

 

Mitglieder des Round- Table informieren sich über den Lichtblick und überreichen eine Spende

 

Dezember

 

15.12.2015

 

Die SMV der Gebrüder – Ulrich Realschule in Maikammer haben Sachspenden gesammelt und bringen die Gaben vorbei.

 Spendenaktion für die Tafel Edenkoben und den Lichtblick in Neustadt

 

Der Hambacher Standort sammelte, wie jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit, für den Lichtblick in Neustadt Lebensmitteln und Hygieneartikel. Die Spenden wurden am 15.12.2015 durch Schüler/innen der Orientierungsstufe, den Stufensprechern und der SV-Lehrerin Martina Grappa übergeben.

 

24.12.2015

 

Große Weihnachtsfeier im Lichtblick bei herrlichen Frühlingstemperaturen

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LB-Flohmarkt

Samstag 23. Juni

Stiftskirche

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Lichtblick

Jahresbericht 2017

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Aktualisiert am 24.05.2018

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