20 Jahre Lichtblick (e) – Fast ein Tagebuch von Hans Eber-Huber Teil 6.4

Und jetzt sind wir schon bei 2010:

 

Januar

 

22. Januar

 

Erstes Treffen mit Frau Hertzler-Heiler und Herrn Cronauer zur Planung eines Jahreskalenders 2011

 

Ein neues Projekt wird geboren. Lichtblick bringt jährlich einen Jahre Kalender heraus, immer unter einem Motto. Dazu folgen später kleine Gedanken von Harald. Leider wird es 2017 keinen Kalender mehr geben.

 

18. Februar

 

Wir erfahren, dass wir bis Ostern unser Möbel-Lager räumen müssen, da das Gebäude baufällig ist.

 

Auch die angemietete Wohnung dort muss aufgegeben werden. Es war die erste Wohnung, die wir angemietet hatten.

 

5. Mai

 

Ein neues Angebot wird vorgestellt: „Kochen mit der Tafel“:

 

Eine Kochwerkstatt im Mehrgenerationenhaus in Zusammenarbeit mit der Neustadter Tafel und dem Lichtblick.

2. Juni

 

Wir mieten eine weitere Wohnung in der Sauterstraße für eine Einzelperson an. Der Lichtblick wird zum Vermieter. Im Laufe der Jahre werden nach und nach 4 Einzelwohnungen, eine WG für Frauen und eine Wohnung für ein Ehepaar angemietet.

 

Das Glücksrad dreht sich zur Gommersheimer Kerwe.

 

Anlässlich der Gommersheimer Kerwe hat sich der Frisörsalon Christa am Gommersheimer Dorfplatz etwas besonderes ausgedacht.

 

Am Freitag, 10. Juli ist der Salon bis spät abends geöffnet. Neben den bekannten Leistungen werden neue Produkte vorgestellt und es wird auch Haar-Cocktailangebote geben.

 

Als besonderes Highlight wird sich gegen einen kleinen Unkostenbeitrag das Glücksrad drehen und es winken Gutscheine, Sachspenden und vieles mehr.

 

Der Erlös des Abends kommt der Neustadter Tagesbegegnung Lichtblick zu Gute. Lichtblick ist eine kirchliche Einrichtung, die sich um wohnungslose Menschen und Menschen in akuter sozialer Notlage kümmert, und sich überwiegend durch Spenden finanziert. Infos zur Einrichtung unter: www.lichtblick-nw.de

Unsere Telefonzentrale: Sigrid Wehr

10.September

 

Unsere erste Klassik-Benefiz Gala findet im Neustadter Wohnstift statt.

 

Fast 200 Besucherinnen und Besucher lauschen der Musik vieler Künstlerinnen.

 

Der Erlös erhält hälftig der Lichtblick und die Spiel- Und Lernstube der Caritas.

 

Und 2011 besteht der Lichtblick seit 15 Jahren. Statt einer großen Feier sammeln wir Geld für einen neuen LKW. Es gibt 2 Benefiz Veranstaltungen im Herrenhof und mit den Erlösen und einem Zuschuss der Kurz-Bährstiftung sind wir stolze Besitzer eines weiteren Sprinters.

 

Und in der Weihnachtsgeschichte uff pälzisch nahm ich das Jubiläum zum Anlass und berichtete:

 

Lischtblick Woihnachtsgschischd Zweedausensunelf

 

Isch hab eisch im letschde Joore vumm Chischtkinnel verzählt un ach immer widder so mansches was so um de Lischdblick gschehe is.

 

Un des will isch ach dieses Joar mache.

 

In diesem Joar war de Lischdblick 15 joar ald, kaum zu glaawe, so en alde esel ist des schun.

 

Un mit 15 joar is mehr jo so in de Puberdäd, die pickel schprieses und die Hormone schbielen verrickt.

 

Mer guckd die Meedels aa und uff die Stobble uf denne Gesischter fun de Buuwe.

 

Un iwwerhaubt is alles ganz furschdbar wischdisch in denne joore.

 

Frieer hott mer unnerm Fenschder schdunnelang geschdanne um sei hezelsche zu sehe un hod sich halwer de Pobbes verfrore. Un wenn mer hod singe kenne, dann hod mer gsunge: Holde meid, hoschd du heidd fer misch zeit? Un anner Sache.

 

Un heid hot mer die Hendies und Facebook im Interned, do kann merr alles reisetze was mer will und kann alles iwwer sisch lese was mer ned will.

 

Un kann e sms schicke: isch nenn eisch e beischbiel: i l d – isch lieb disch odder ildn- isch lieb disch nimmi.

 

Eischendlisch wollt isch doch fum Lischdblick verzähle un die 15 joar, die er uffm Busckel hott. Also, de Lischdblcik hot keen kurze Rock a und ach kee Stoblle uffm gsischt. Un die Pubberdäd hott er schun mit 2 Joar ghabt. In de letschde joare, kann mee sasche ist er im beschde alder und ach schun iwwer die erschd abbelblied driwwer.

 

De Lischdblick kann sisch blicke losse un is e guud partie.

 

Mir henn 3 audos laafe, die en haufe schbridd brauche, mier sin beliebt bei alle Autoschrauwer in neischdad, die brischeln sich um unsre Uffdreesch, mir sin bekann wie en bunde Hund un die Leid kummen vorbei un schenken uns Kaffee un Sießkram. Was will er mehr ?

 

Un dann hamm mer Leid, die so viel Suff verdrache, dass se im Ginnes Buch stehe kennten oder bei Wetten dass mitmache kennten.

 

Un dann hemme leid, die rieschen kilometerweid und lossen mit ihrm Geruch die Blumme welcke. Un dann hemmer leid , die kennen beim laufende Betrieb die Computer ausenannerschrauwe, und die Milsch im Schrank wi en Zauberer verschwinne lasse.

 

Awwer mir henn ach Leid, die alle Owend, wenns dunkel iss, nochemol gugge, dass alle Diere zu sinn, die morschens um halwer sechse schun sisch ums frieschdick kimmern, mir henn ach Leid, die samschdags schaffe, weil es leid gibt, die noch ermer dra sin, wie sie selwer.

 

Mir henn Leid zu biede, die owens noch mid de Speedy unnerwegs sin, weil se mol widder ned nee sache het kenne.

 

Un mir henn Leid, die fer umme bei uns schaffe, und des ohne, dass wir se zwingge dezu.

 

Un dann sinn do die Leid, die sisch freee, dasss es de Lischdblig gibt, un dass seit 15 Joar.

 

Un ween des dannn kee gud partie, dann wees isch ach ned.

 

De Lischdblig iss immer sauwer , hod faschd immer Geld uff em Konto, sauft ned, laafd kenner Herd noch, is immer freindlisch , hot immer guudes Esse uff em Tisch, kann guude Kaffee koche, iss fideel und kann ach viel Schbass verdrache.

 

Er kann gut zuheere und verschdeed alle Sorgen und Probleme.

 

De Lischdblick kann awwer ach schdreng sei , awwer schlache dud er net.

 

Wenns um Geld geht, dann kann de Lischdblick awwer ach kempfe, bis dort naus.

 

Wenns sei muss, dud er die Monete zusamme halde, wie e Schbarkass.

 

Do hilft alles Jammere un Gedeens nix.

 

Also isch glaab, dass de Lischdblicg ach in den nexschde Joare uns un eisch viel Freed mache wird, un isch bin zwar ken Profeed, awwer isch sach voraus, dass wir noch viele Feschde zusamme feire wern.

 

Und Ende 2011 erhalten wir sogar den Diakoniepreis!

Und unsere Harald berichtet in der Lichtblick- Zeitung:

 

Und sie meinen, Lichtblicks Solipakt ist Spitze …?!

 

JA, hätte die Jury wohl gerufen, die unter den sechs Wettbewerbern um den Diakoniepreis 2011 das Projekt von Neustadts Lichtblick auszeichnete, wäre sie bei Dalli Dalli gewesen …

 

Die Preisverleihung der Stiftung „Zukunft gestalten – Diakoniestiftung für die Pfalz“ im historischen Ratssaal zu Speyer wäre dessen würdig gewesen. Indes - auch so begleiteten mehr als 150 Gäste und Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur aus dem öffentlichen und kirchlichen Raum wohlwollend die Würdigung aller, die sich mit ihren Projekten für die Anliegen von Menschen um den mit 3000,- Euro dotierten Preis beworben hatten.

 

Henri Franck, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, dankte allen und ganz besonders der Jury, die die Qual der Wahl hatte und entscheiden musste unter all dem Guten. Er würdigte die großzügige Hilfe der BRUDERHILFE PAX FAMILIENFÜRSORGE Versicherer im Raum der Kirchen und dankte ihrem Landesdirektor Frank Gutzmann, bereits zum vierten Mal als Hauptsponsor für Gewinner-Preis und Ausrichtung der Veranstaltung da zu sein.

 

Hansjörg Eger, Oberbürgermeister der Stadt Speyer, lenkte in seinen Grußworten den Blick nicht nur auf den Historischen Ratssaal als die gute Stube der Stadt, sondern auch als Symbol für das, was die eingereichten Projekt-Arbeiten ausmache: In diesen Beispielen für gelebtes Engagement entstünden Räume wie Kirchen, in denen die Nähe zu Menschen gelebt werde; mit Liebe im Herzen und nicht nur mit Worten, erbringe ein Jeder mit seinen Taten einen Dienst am Nächsten u n d an der Gesellschaft als Ganzes. Die eingereichten Arbeiten seien Symbol für gesellschaftliches Zusammenleben in Frieden und Beispiel für Nachhaltigkeit.

 

Die Anwesenden honorierten die vorgestellten Wettbewerbs-Projekte mit Applaus. Es waren:

 

Das Netzwerk „Trampolin“ aus Bad Bergzabern mit „Mahlzeit“.

 

Der CVJM Kehweiler-Mehlbach mit „Do it“.

 

Der CVJM Pirmasens mit „Lebensalltag“.

 

Die Ökumenische Sozialstation Limburgerhof mit „Nachbarschaftshilfe“.

 

Familie in Bewegung, Ludwigshafen (Fabelu) mit „Familienpädagogik“.

 

Lichtblick Neustadt mit „Solipakt“.

 

Bei der anschließenden Preisverleihung an die Männer und Frauen des Lichtblick würdigte der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche der Pfalz, Christian Schad, alle Teilnehmer des Wettbewerbs. Jedes Projekt habe nicht nur einen Preis, sondern auch höchsten Respekt und größte Anerkennung verdient. Er sage von Herzen DANKE! Leider gäbe es nur einen Preis. So seien die Experten der Jury gezwungen gewesen, sich zu entscheiden. Im Projekt „Solipakt“ des Lichtblick in Neustadt hätten sie einen einzigartigen Beitrag gesehen, den Belangen von Langzeitarbeitslosen zu entsprechen. Was in diesem Rahmen geleistet werde, sei ein nachhaltiges Zeichen für Solidarität mit denen, die am Rande der Gesellschaft leben.

 

Bei weniger als drei Millionen seien die eine Million Langzeitarbeitslose besonders betroffen. Viele von Ihnen fühlten sich wie Vergessene, hätten aufgrund von Alter, Qualifikation und je eigener Hemmnisse nur noch Aussicht auf einen der „Billig-Jobs“. Dieser Verfestigung einer unguten Situation setze das Projekt Hoffnung entgegen: Miteinander Arbeiten, Zur Selbsthilfe Befähigen und Für Andere Sinnvolles Tun schaffe neben Materiellem ein offenes Ohr und offenes Herz für Andere. So würden die, die am ersten Arbeitsmarkt keine Chance hätten, an ein selbstverantwortliches Leben herangeführt und soziale Teilhabe wieder möglich. „Das ist praktizierte Nächstenliebe. Seid, wie Jesus in der Bergpredigt ruft: Das Licht der Welt.“ Alle Menschen seien Kinder des Lichts, dann, „…wenn Erfüllung möglich werde, in Arbeit und in gelebter Liebe!“ (Dorothee Sölle).

 

„Ihr seid ein Vorbild für Menschen. DANKE, Euch Allen“, ruft Christian Schad in den Raum.

 

Diesem Dank schließt sich Frank Gutzmann gerne an und überreicht mit Christian Schad Preis und Urkunde an die Gewinner. Für die spricht Armin Jung, Dekan der evangelischen Kirche in Neustadt und Träger des Lichtblick, mit launigen Worten seine große Dankbarkeit aus und schließt dabei ganz besonders auch die anderen Teilnehmer des Wettbewerbs ein.

 

Der offizielle Teil der Preisverleihung schließt mit einem Appell des Sozialbürgermeisters der Stadt Neustadt, Ingo Röthlingshöfer, wie wichtig und notwendig für Neustadt und andere eine Einrichtung wie der Lichtblick sei, dass indes der Staat gefordert wäre, Prinzipielles zu tun, um Abhilfe zu schaffen. Nichts sei schlimmer als die Gewöhnung aller an Missstände, die nur einige treffe; ganz besonders dann, wenn die „einigen“ viel zu viele seien.

 

Bei Speis und Trank und der Musik des „Jazz-Kwartetts“ der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz klingt der Abend von Menschen für Menschen im Miteinander selig aus.

 

Nähere Infos und Fotos unter: www.lichtblick-nw.de

 

(verfasst von Harald Beeck)

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Aktualisiert am 24.05.2018

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