20 Jahre Lichtblick (e) – Fast ein Tagebuch von Hans Eber-Huber Teil 6.9

Es lohnt sich immer …

mehr auf die Normalfälle des Lebens als auf die Extreme zu schauen; das gilt ganz besonders, wenn es um Menschen geht, die - in aller Regel absichtslos -  in Not geraten sind; und unsere Chef´s in Speyer leben uns diese Haltung vor.

meint Peter Lehmann, Leiter von St. Christophorus in KL, in einem Gespräch mit Harald Beeck

„Wenn ich Verantwortung übernehme, dann heißt das für mich: Ernst genommen werden wollen. Das gilt für die meisten, ganz gleich ob Chef oder Mitarbeiter, erfolg-reich oder arm, mitten in oder eher am Rande der Gesellschaft. Die Diakonie hat wie andere seriöse soziale Einrichtungen das Ziel, sich letztlich überflüssig zu machen. Bis dahin gilt es umso mehr, aus Achtung und Respekt vor allen Menschen, denen, die in Not geraten sind, ein wertschätzendes Angebot zu machen. Der Bedarf ist da und wir können es uns, sind wir ehrlich zu uns selbst, als Gesellschaft schließlich leisten. Und das ist gut so, wenn wir uns klar sind: Wir wollen kein Geld verdienen mit der Armut und Not Anderer“.

„Da gilt es sowas wie eine Norm zu setzen …?“

„Ganz klar. Wir sind in der Lage uns zu kümmern und sollten das auch tun. Es geht um die vielen ganz normalen Fälle, nicht um die Extremsituationen, in denen ein Almosen so gelegen kommen mag …“

„Also da, wo keiner daran denkt, also Obdach auch im Sommer, nicht nur im frostigen Winter?“

„Ja – das ist so ein gutes Beispiel. Wenn der Winter nicht nur ungemütlich, sondern kalt ist, sagen wir mal so 20 Grad unter Null, ist es für Jeden mehr als unangenehm, wird es für jeden gefährlich, der draußen unterwegs sein muss. Da ist plötzlich ein Mitgefühl für Obdachlose da. Da  soll die warme Suppe herhalten. Im Sommer, wenn es draußen schön ist, da geraten sie wieder aus dem Blick, klar“.

„klar …“

„Ja. So ist das. Für die meisten sind eine Dusche, saubere Wäsche, ein warmes Essen, ein sauberes Zimmer, andere Annehmlichkeiten, die ein Zuhause bietet, selbstverständlich geworden. Nicht so für die, die ohne all das sind. Diese nennt man nicht nur „obdachlos“. Sie sind es auch. Sie haben kein schützendes Dach über sich. Und das ist nicht nur im Winter so, wenn es so schön kalt werden kann“.

„...  so kalt, dass es einen friert, dass ein jeder mitfühlen kann, wie es sein muss, jetzt im Freien …“

„Ja! Es geht um Haltungen. Wie will ich selbst behandelt werden; wertschätzend und mitfühlend, hilfsbereit und fürsorglich, verantwortlich und verständnisvoll; und das nicht nur im Extremfall, dann wenn ich auf die Schnauze gefallen bin, sondern in meinem ganz normalen Alltag; oder eben nicht“. 

„Aber ist das nicht die heile Welt, eine, die es nirgendwo gibt“?

„Die Welt ist wie sie ist. Sie ist weder schlecht noch gut. Sie ist so gut, wie wir sie machen, wie wir sie wahrnehmen, wie wir in ihr unterwegs sind. Das ist die Herausforderung. Leben wie wir leben sollen.

In St. Christophorus ist die Welt so. Sie ist eine eigene und auch nicht. Sie ist eine, in der ein Jeder berechtigt sein darf. Denn – jeder, der hier ist, ist hier. Er ist hier, weil er sich in seiner Notsituation dafür entschieden hat. Weil er mehr will, als die Not ihm gelassen hat. Und er darf mehr wollen. Er darf sogar alles wollen, was angeboten wird. Wer aus Not zum ersten Mal hier ist, soll wissen, dass es mehr gibt, als ein Almosen, gnadenhalber. Er soll die Perspektive auf ein besseres Leben mitnehmen, besser als jenes, welches er jetzt lebt oder zu leben gezwungen ist.

Die Philosophie des St. Christophorus ist eindeutig:  Da sind Menschen für Menschen da. Die in Not dürfen da sein und sollen wiederkommen. Hier soll es fast so sein wie daheim. Ein Daheim, das die meisten kennen; eines, das sie wollen; denn sie waren nicht immer auf der Straße und in Not“.

„Immer mehr geraten in eine Situation, die man Niemandem wünscht“.

„Die Frage lautet nicht, warum. Nein. Es geht um den Tatbestand. Die Frage lautet auch nicht, was einer für die Gesellschaft tun soll. Sie lautet vielleicht eher: Was hat die Gesellschaft von diesem Menschen verlangt und ihm dazu bereitgestellt, dem er – vielleicht noch nicht oder nicht mehr -  gewachsen gewesen ist, oder eben auch nicht“.

„Ist das nicht zu einfach; verkehrt das nicht die Verhältnisse …“

„Wesentlich ist: Viele Menschen in der Gesellschaft teilen diese Haltung. Ganz gleich, in welcher Position sie sind: Viele erleben es, oder haben erlebt, was möglich ist. Niemand muss ein schlechtes Gewissen haben, weil er arm ist; auch nicht, weil er reich ist. Ein gutes Gewissen hat, der für andere da ist; ganz besonders, wenn er es sich erlauben kann; so wie er es sich leisten kann.

Solche sind es, die dem St. Christophorus mit ihren Spenden helfen. Weltfirmen und Privatpersonen, Sportler und Funktionäre, Hochgestellte und Menschen wie Du und ich. Alle sind eingeladen. Wenn die Firma Pfeiffer zwanzigtausend Euro spendet, dann weil es ihr um das Wohl der Menschen geht. Wenn der Präsident des FCK zwischen Reich und Arm vermittelt, dann weil er um die Nöte des Einzelnen weiß. Sei der nun Spitzensportler oder Abgestürzter: Jeder versucht doch sein Bestes zu geben, in diesem Leben. Und manchmal ist das jeweils Beste halt einfach nicht genug zum Leben“. 

„Das Soziale ist vielleicht so eine Art Spiegel der Gesellschaft als Ganzes: Gibt es hier zurück, was  anderswo gegeben wurde … Mancher hat sehr viel gegeben. Beinahe sein ganzes Leben …?“

„Ich bin stolz, wenn ich mit solchen Leuten zusammen mit den Obdachlosen aus St. Christophorus in der VIP Lounge des FCK sitze. Da weiß ich, wer wir sind: Wir sind Teil des Ganzen und das ist gut so“, sagt Peter Lehmann und fährt mit Nachdruck fort:

„Das ist die Praxis dessen, was im Grundgesetz aufgeschrieben ist: Das ist gelebte Menschenwürde. Es ist der urchristliche Gedanke von der Nächstenliebe. Wir sind alle füreinander da, ob erfolg-reich oder nicht. Wir dürfen uns mit allen fragen: Was können wir für die tun, die weniger begünstigt sind. Hier hat keiner eine Schuld, die er abzutragen hätte; schon gar nicht eine gegenüber der Gesellschaft.

Das können wir in St. Christophorus so leben, weil wir wissen, was wir tun und von welchem Geld. Wir geben unser Bestes und das bekommen wir zurück. Wer bei uns einmal für eine gewisse Zeit einen Ankerplatz hatte wie das bei uns möglich ist, der hat bessere Chancen, einen sicheren Hafen für sein Leben zu entdecken. Das ist die Vision. Die Realität zeigt, wie viel in dieser Welt machbar ist“.

 

 

28.06.2014

 

Dekanatskirchenfest rund um die Stiftskirche. Wir beteiligen uns mit einem Flohmarkt und Infostand und versorgen die HelferInnen mit Kartoffelsalat und Würstchen

 

Juli

 

07.07.2014

 

Wir erhalten eine schöne Spende vom TSV Mußbach und informieren über die Einrichtung. Es handelt sich um Startgelder im Rahmen des Mußbach- Triathlon.

 

09.07.2014

 

Erste offene Sprechstunde im Lichtblick mit unseren Sozialdezernenten Ingo Röthlingshöfer

 

16.07.2014

 

Der Lichtblick ist geschlossen, denn alle MitarbeiterInnen von SoliPakt machen einen Ausflug. Es geht ins Edenkobener Tal. Von dort aus eine kleine Wanderung zur Sesselbahn, hinauf zur Rietburg. Dort gibt es ein schönes Mittagessen und herrliche Aussicht. Danach durch den Wald hinunter an den Hilschweiher mit seinen Paddelbooten.

August

 

Ab 11. 08.2014

 

Wir starten wieder eine dreiwöchige Kochaktion: Kirchengemeinden und engagierte Frauen kochen im Lichtblick für den Lichtblick.

September

 

05.09.2014

 

Klassik - Benefizgala im Wohnstift

Kultur Regional

Der Abend der tanzenden Hände

Benefiz-Klassik-Gala im Wohnstift begeistert Publikum

NEUSTADT. Langen Beifall gab’s am Freitagabend bei der Klassik-Benefiz-Gala im GDA-Wohnstift für die musikalischen Beiträge des „Tastartur-Akkordeon-Quintetts“, der Solistinnen Tatjana Geiger und Beate Reiser und der „Kurpfälzer Madrigalisten“: Die Künstler hatten im voll besetzten Festsaal ohne Gage ein breites Spektrum an Musikstücken präsentiert. Der Erlös kommt sozialen Projekten der Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick“ und der „Spiel- und Lernstube“ des Caritas-Zentrums Neustadt zugute.

Dass am Ende des Konzerts als Dankeschön an das Publikum alle beteiligten Musiker gemeinsam spielten und sangen , gab dem Abend eine besondere Note und unterstrich die Harmonie unter den Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen.Den Auftakt des Abends hatte zuvor das Akkordeon-Orchester „Tastartur“ aus Deidesheim gemacht, das zu Unrecht ein wenig unter dem schlechten Image des Instruments zu leiden habe, wie die Moderatorin, die Schauspielerin und Leiterin des Hambacher „Theaters in der Kurve“ Hedda Brockmeyer, bedauerte. Das Publikum ließ sich davon nicht beirren und quittierte den Auftritt des fünfköpfigen Ensembles, das eine gelungene Auswahl konzertanter Akkordeonmusik von namhaften Komponisten, wie Gerhard Winkler, Josef Rixner und Moritz Moszkowski darbot, mit begeistertem Applaus. Ein Stück des 1854 in Breslau geborenen Komponisten und Pianisten Moszkowski, „Neue Spanische Tänze“, hatten auch die Pianistinnen Geiger und Reiser für ihr Klavierkonzert ausgewählt. Ihre Hände tanzten wie zuvor die des Akkordeon-Ensembles über die Tasten, was Brockmeyer zum Konzertuntertitel „Tanzabend der Hände“ inspirierte. Warum Geiger im Laufe des Programms plötzlich mit einer Art Spazierstock auf die Bühne kam, der sich als Flöte entpuppte, erschloss sich dem Publikum erst, als sie der „Czakan“ – so der Name des auch als Stockflöte bekannten Instruments – singende, klingende Melodien entlockte. Die langstielige Blockflöte, auf der die Lehrerin für Gesang und Blockflöte virtuos spielte, war besonders in der Biedermeierzeit sehr populär und inspirierte namhafte Komponisten zu Kompositionen.

Den Schlussakkord der Klassik-Gala setzen die „Kurpfälzer Madrigalisten“ mit dem Gesang von klangeffektvollen Madrigalen aus Renaissance und Frühbarock, wirkungsvoll kontrastiert durch „American Swing“ und „Close Harmony“. (awk/Foto: awk)

20.09.2014

 

Freiwilligentag im Lichtblick

 

„Wir schaffen was“

20.09.2014

 

Wir erhalten einen Förderpreis der „Roland-Stiftung“

Lichtblick“ erhält Förderpreis

Die Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick“  in Neustadt hat in diesem Jahr den Förderpreis der „Ike und Berthold Roland- Stiftung“ erhalten. Anlässlich des Freiwilligentages am vergangenen Samstag wurde die Urkunde und das Preisgeld in Höhe von 1.500,00 Euro feierlich von Barbara Rumpf überreicht.

„ Lasst keinen zu euch kommen, ohne dass er glücklicher wieder geht. Dieser Leitspruch von Mutter Teresa könnte ein Motto der Einrichtung sein,“

so Barbara Rumpf in ihrer Ansprache. Und weiter:

„ Der Lichtblick mit seinen vielen Helferinnen und Helfer bündelt ein sehr vielfältiges Engagement auf sehr einzigartige Weise, und das seit fast 20 Jahren. Lichtblick ist keine Eintagsfliege, sondern ein Dauerbrenner, ein Licht, das eben dauerhaft leuchtet, kein Komet, der erglüht und wieder verlöscht, keine Sternschnuppe, die nur kurze Zeit aufscheint.

Auf den „Lichtblick“ konnte und kann man zählen, er wird getragen von dem nicht nachlassenden Engagement von alles Helferinnen und Helfer, die dazu beitragen; aber auch von vielen herausragenden Ideen und Projekten, die im Laufe der Jahre hier entwickelt und umgesetzt wurden: Ich muss sagen, hier steckt viel kreatives Potential  drin !

Neben den vielen grundlegenden Angeboten denke ich an die vielen Arbeitseinsätze im Rahmen des Projektes „SoilPakt“, regelmäßige Veranstaltungen und Konzerte, die Idee einen Fahrrad-Ladens, das wöchentliche Tanz-Kaffee, der jährliche Foto-Kalender,- das hat auch den Vorstand der Roland-Stiftung beeindruckt und zur Entscheidung neigetragen.

Ich freue mich sehr, dass ich in Vertretung des Vorstandes den Förderpreis übergeben darf. Das hiermit verbundene Preisgeld ist zwar lediglich ein kleiner Beitrag, aber es ist auch immer wichtig, auf außergewöhnliches soziales Engagement aufmerksam zu machen.“

Hans Eber-Huber, Leiter des Lichtblicks, betonte abschließend, dass  dieser Preis alle motivieren wird, sich weiterhin intensiv um die Menschen zu kümmern, die nicht unbedingt auf der Sonnenseite des Lebens stehen.

 

22.09

 

Wir erhalten eine neue Wohnung von der WBG in der Rot-Kreuzstraße 16. Dies ist die zweite Wohnung, die wir 2014 anmieten. Die andere Wohnung befindet sich in der Rilkestraße.

 

23.09

 

Unser neuer Jahreskalender 2015 ist fertig und wird in vielen Neustadter Geschäften ausgelegt.

 

28.09.2014

 

Multi-Kultifest auf dem Marktplatz.

 

Wir sind dabei mit einem Flohmarkt

 

29.09.2014

 

Offizielle Übergabe unserer beiden „neuen“ Gebrauchten Sprinter. Mit dabei:

 

Frank Sobirey ( Lions-Hilfe),Frank Herr ( Shirt-Factory), Arno Metz ( KFZ-Werkstatt Metz),Gudrun Schröter, Dekan Armin Jung und Hans Schröter ( Schröter-Stiftung)

Oktober

 

15.10.2014

 

Letzter Flohmarkt in diesem Jahr bei herrlichem Wetter. Die Flohmarkt Frau- und Mannschaft: Sigrid (Speedy), Margitta , Rainer, Wolfgang und Toni

November

 

05.11.2014

 

Benefiz-Gala im Herrenhof. Wieder volles Haus und tolle Stimmung!

Mit: Gerd Kannegieser, Felix Oliver Schepp , Siebenpfeiffer

Moderation: Hans-Dieter Willisch

11.11.2014

 

Antenne Pfalz berichtet über den Lichtblick

 

Dezember

 

12.12.2014

 

Die Realschule plus Maikammer-Hambach bringen wieder Sachspenden vorbei

 

13.12.2014

 

Die Landeskirchliche Gemeinschaft Lachen-Speyerdorff organisiert eine Adventsfeier im Lichtblick mit Geschichten, Lieder und Geschenke.

 

24.12.2014

 

Weihnachten im Lichtblick: Über 70 Kinder und Erwachsene freuen sich über ein schönes Programm und Päckchenausgabe.

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LB-Winterflohmarkt

Samstag 15. Dezember

10 Uhr - 17 Uhr

HausRat-Laden

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Aktualisiert am 12.12.2018

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Warum fehlen in Deutschland so viele Sozialwohnungen