DIE ADVENTS-GESCHICHTE 2013 VON HANS EBER-HUBER

Die drei Heiligen aus Speyer  eine wahre Adventsgeschichte, vorgetragen von Hans Eber-Huber am 24 Dezember 2013

Die drei Heiigen aus Speyer - eine wahre Adventsgeschichte

Weihnachten und die Weihnachtsgeschichte – jedes Jahr und immer wieder dasselbe? Das meinen ja viele, vielleicht wir alle, insgeheim. Immer dieses „olle Zeugs“. Immer wieder diese alte Geschichte. Wie kann ich, wie soll ich eine Geschichte glauben, die vor 2000 Jahren so passiert sein soll, nichts mit mir zu tun hat, heute, und die der eine so, der andere so und wieder andere ganz anders erzählen. Ob sie denn überhaupt wahr ist, wahr sein kann?  

Wenn in Neustadt Weihnachten ist, gibt´s auf dem Marktplatz den Weihnachtsmarkt. Und die alte Kindereisenbahn fährt mitten drin um den MarktplatzBrunnen rum. Dieses Jahr nicht. Wenn es in Neustadt Winter wird und kalt, gibt es das Bodelschwingh-Haus, in dem es warm zum Übernachten ist. Dieses Jahr nicht. Wenn in Neustadt Advent ist, ein Glaubensfest der Christen, ist die Kirche am Marktplatz gewöhnlich zu. Dieses Jahr nicht. Wenn sie doch mal auf ist, merkt es keiner und keiner geht hinein. Dieses Jahr nicht. Die Kirche ist offen und – es ist warm da drin. Wer rein geht, braucht nicht lange zu suchen, nein! der findet die Krippe von Bethlehem und den Stall mit den Hirten und all die Heiligen Figuren. Die alte Geschichte halt. 

Wer, wie ich, gerne in Kirchen ist und dort einen Moment der Ruhe sucht zur BeSinnung, der geht  hinein, zündet eine Kerze an, setzt sich und sieht sich dem Gekreuzigten Christus gegenüber.

Und du versinkst in Gedanken, und wie du da so alleine sitzt, öffnet sich die Tür. Herein kommen drei männliche Gestalten. Und sie betreten die Kirche und schauen sich um als suchten sie; was suchen sie, fragst du dich: Das Jesus-Kind in der Krippe. Bildest du es dir nur ein?„Können Sie mir helfen“, hörst du, versunken im Gebet, bist ein wenig ärgerlich und fragst dich, was das soll. Lass mir doch meinen Frieden, den ich gerade hier für fünf Minuten gefunden. Du hörst den, der dich fragte – eigentlich noch ein Junge, ein Schüler, weder Weiser noch König – dir weiter sagen: „Wir sollen herausfinden, was die Wand in diesem Raum trennt.  Wir sind hier mit unserer Schule aus Speyer, sollen Neustadt etwas kennenlernen und  haben diese Aufgabe bekommen“.  Du fragst dich, was das alles soll, möchtest dich ärgern, es sagen und dann fällt dir wieder ein: Wie die drei Weisen aus dem Morgenland waren sie dir vorgekommen, und jetzt: Nichts wissen sie; Nichts vom Gebet; Nichts von der Kirche; Nichts von ihrer Geschichte; nicht einmal von Neustadt wissen sie, dass dieses Jahr alles ganz anders ist als sonst. Und du fragst die Drei: „Und was ist Euer Glaube?  „Ich bin Protestant, sagt der Eine“. „Und ich Atheist“, sagt der Andere. Der Dritte meint: „Ich auch, leider“.  Und als du fragst: „Wieso leider?", antwortet der: „Würde ich glauben, wüsste ich, wie es weitergeht ... mit dem Leben und – dem Tod … hinter der Wand … die uns voneinander trennt".

Eine wahre Geschichte zum Advent- aufgeschrieben von unserem Harald, der ja auch schon viele von euch für unsere kleine Zeitung interviewt hat.

Nicht nur die Wand in der Stiftskirche trennt evangelische von katholischen Christen, …viele Urteile und Vorurteile, Vorbehalte, Neid , Hass, Unsicherheit, Unwissenheit trennen uns häufig vom Nächsten.

Auch hier im Lichtblick pulsiert das Leben und oft auch Missverständnisse und Misstrauen untereinander. Da unterscheiden wir uns nicht so sehr vom Rest der Menschen.

Aber ich behaupte einfach: Wir hier im Lichtblick trauen und vertrauen uns im Großen und Ganzen, und da können sich manch andere eine Scheibe davon abschneiden.

Ich denke nur daran, wie unkompliziert oft Hilfe hier sein kann, wie oft es vorkommt, dass obdachlose Menschen mit nach Hause genommen werden, wenn sie nachts kein Dach über den Kopf haben

- wie oft unser Klaus andere mitnimmt mit der Bahn, irgendwo hinfährt, weil Klaus jemanden mitnehmen kann. Wildfremde Menschen, ohne groß zu fragen.

Das alles ist doch vorbildliche Nächstenliebe.

Oder wenn ich so unser Solipakt-Projekt sehe: Wie oft kam es schon vor, dass unsere Leute betroffen und geschockt waren von der aktuellen Situation einiger unserer Kunden.

Helfen wollen- und wenn es um einen anderen Kleiderschrank ging, der nicht gleich zusammenfällt, wenn man dran stößt.

Oder mit helfen, dass jemand überhaupt wieder heimisch werden kann- wenn seine Wohnung zugemüllt ist oder vollgepackt mit ungeöffneten Paketen.

Hier wird angepackt und nicht nur, weils ein Job ist, sondern weil Menschen direkt geholfen werden kann.

Und wie du da so alleine sitzt, öffnet sich die Tür.

Für viele Menschen, die in den Lichtblick kommen, öffnet sich eine Tür hin zum Besseren.

Immer wieder höre ich von Besuchern, dass der Lichtblick ihnen in ihrem Leben ein kleiner Lichtblick war, ein Anreiz, zu kämpfen und nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Ein Licht im dunklen Horizont zu sehen, aus der schweren Depression heraus zukommen.

Und wenn es nur ein offenes Ohr ist: Verständnis und Verstehen, denn vielen Menschen hier ist es irgendwann so ähnlich oder genauso ergangen.

Wir urteilen und verurteilen nicht, wir versuchen, die Menschen in ihrem Kommen ernst und aufrichtig zu nehmen.

Das ist unsere Botschaft, unser Wunsch fürs kommende Jahr: Dass wir auch weiterhin offen bleiben und so wie die Stiftskirche immer öfters, dass wir auch bereit sind, uns weiter zu entwickeln, so wie der Weihnachtsmarkt, dass wir Sprachrohr bleiben für obdachlose und bedürftige Menschen.

**************

LB-Flohmarkt

Samstag 12. Mai

Stiftskirche

-----------------

Lichtblick

Jahresbericht 2017

**************

TAGESBEGEGNUNGSSTÄTTE

LICHTBLICK

NEUSTADT - WEINSTRASSE

Prot. Dekanat Neustadt u. Förderbeirat Lichtblick

--

POSTALISCHE ANSCHRIFT

67434 Neustadt/Weinstraße

Amalienstraße 3

Tel.  (0 63 21) 35 53 40

Fax. (0 63 21) 48 01 84

eMail:

lichtblick_nw@t-online.de
Homepage:

www.lichtblick-nw.de

Facebook:

 www.facebook.com/lichtblick.nw

Google:

lichtblickneustadt.business.site

--

AKTUELLE - BANKVERBINDUNG

Lichtblick
Sparkasse Rhein-Haardt
IBAN: DE86 5465 1240 0005 2888 57

BIC: MALADE51DKH

--

AKTUELLE - ÖFFNUNGSZEITEN

Montag - Donnerstag

8:00 - 16:00 Uhr

Freitag

 10:00 - 15:00 Uhr

Die Tagesbegegnungsstätte Lichtblick Neustadt an der Weinstraße feierte 2016 ihren 20. Geburtstag!!!

 

DAS LICHTBLICK TEAM

„Kein Problem wird gelöst, wenn wir träge darauf warten, dass Gott allein sich darum kümmert.“

Martin-Luther-King

SIND SIE HARTZ4 EMPFÄNGER

DANN LOHNT SICH EIN BLICK AUF DIESE HOMEPAGE

(wichtige Formulare downloaden)

Aktualisiert am 03.05.2018

Neue Artikel:

Titelseite: Harfe pur

LB Zeitung Nr. 77